Apple hat im Zuge der Ankündigung des neuen Studio Display und des Studio Display XDR die Einstellung des Pro Display XDR bekanntgegeben. Der Ende 2019 eingeführte High-End-Bildschirm ist ab sofort nicht mehr erhältlich. Der 32-Zoll-Monitor mit 6K-Auflösung kostete 5499 Euro mit Standardglas und 6499 Euro mit Nanotexturglas (plus 1099 Euro für den Standfuß).
Somit hat Apple nun keinen 32-Zoll-Monitor mehr im Programm - die beiden Studio-Display-Modelle verfügen über eine Bildschirmdiagonale von 27 Zoll. Das Pro Display XDR wurde für seine hohe Darstellungsqualität und Farbgenauigkeit gelobt, die es auch heute noch zu einem sehr guten Gerät machen. Andererseits waren eine Bildwiederholrate von 60 Hz, veraltete Thunderbolt-3-Schnittstellen und eine herkömmliche LED-Beleuchtung für einen High-End-Bildschirm nicht mehr zeitgemäß.

Bild: Apple.
Das Studio Display XDR verfügt zwar nur über eine 5K-Auflösung auf 32 Zoll, punktet dafür mit einer miniLED-basierten Hintergrundbeleuchtung mit 2304 lokalen Dimmzonen und einer variablen Bildwiederholrate von 47 bis 120 Hz plus Unterstützung für die Thunderbolt-5-Schnittstelle. In puncto maximaler Helligkeit (2000 vs. 1600 Nits) und Farbraum-Unterstützung (P3 plus Adobe RGB vs. P3) hat das Studio Display ebenso die Nase vorn. Zudem ist das Studio Display XDR mit einem Audio-System ausgestattet und der Standfuß kostet nicht extra.
Ob Apple das Studio Display (XDR) mittelfristig in einer größeren Ausführung (32 oder mehr Zoll) anbieten wird, bleibt abzuwarten. Im Gesamtkontext ist hier auch der iMac zu betrachten, den Apple seit fünf Jahren nur noch als 24-Zoll-Variante anbietet - ein größeres Modell gibt es seitdem nicht mehr. Ausgeschlossen ist ein Comeback eines großen iMacs bzw. größeren Bildschirms (32 Zoll aufwärts) eines Tages zwar nicht, es lässt sich jedoch nicht seriös prognostizieren, da Apple sich wie üblich nicht in die Karten schauen lässt und die Gerüchteküche schon seit Jahren chronisch unzuverlässig ist.
Wer größere Monitore wünscht, findet glücklicherweise von einer Vielzahl an Herstellern ein breitgefächertes Angebot an Bildschirmen zu attraktiven Preisen (was auch für 24-Zoll- und 27-Zoll-Monitore gilt), die sich problemlos und ohne Treiber an Mac mini, Mac Studio, iMac, Mac Pro, MacBook Air und MacBook Pro betreiben lassen.
