Weitere Details zu macOS 10.14.3: Aktualisierte Programme und Frameworks, Booten von externen SSDs beschleunigt

24. Jan. 2019 12:00 Uhr - Redaktion

Während Apple Änderungen an den Profi-Programmen Final Cut Pro X und Logic Pro X ausführlich auflistet, dokumentiert der Hersteller macOS-Aktualisierungen schon seit längerer Zeit nur noch unzureichend. Mit Ausnahme der gestopften Sicherheitslücken gibt es kaum Informationen, was sich an Kernkomponenten sonst noch geändert hat. Das am gestrigen Abend veröffentlichte macOS 10.14.3 bildet da keine Ausnahme, daher haben wir uns das Betriebssystemupdate näher angesehen.

macOS 10.14.3 bringt rund zwei GB auf die Waage und ist damit sehr umfangreich ausgefallen (ein Drittel des Gesamtumfangs von macOS Mojave). Trotzdem führt Apple neben den 31 behobenen Sicherheitslücken (von denen mehr als die Hälfte auf nur vier Komponenten entfällt) lediglich einen einzigen Bug-Fix in den Versionsanmerkungen auf. Dies ist schon auf den ersten Blick ziemlich unglaubwürdig, bei näherer Begutachtung bestätigt sich diese Annahme: Es gibt weit mehr Änderungen als von Apple angegeben.

Beispielsweise enthält das Installationspaket von macOS 10.14.3 Aktualisierungen für Programme wie Automator, Kalender, Kontakte, FaceTime, Mail, Karten, Finder, Fotos, TextEdit, Vorschau, Notizen, Nachrichten, Festplattendienstprogramm, Terminal und QuickTime Player. Dabei ändern sich nicht zwangsläufig die Versions- oder Build-Nummern, aber die genannten Apps weisen ein neueres Erstellungsdatum auf. Was sich hier konkret geändert hat, verschweigt Apple. Gäbe es keine Änderungen, wären diese Anwendungen sicherlich nicht im Installationspaket von macOS 10.14.3 enthalten.

 
macOS Mojave
 
macOS: Liebe Firma Apple, wir wärs wieder (wie früher) mit detaillierten Release-Notes?
Bild: Apple.

 

Weiter: macOS 10.14.3 installiert eine neue Firmware (BridgeOS) für den T2-Coprozessor von MacBook Pro, iMac Pro, Mac mini und MacBook Air. Auch darüber verliert der Hersteller kein Wort, gleiches gilt für die vorgenommenen Aktualisierungen für eine Vielzahl an Frameworks, Kernel-Extensions, das APFS-Dateisystem, diverse Treiber und weitere Systemkomponenten. Kurz gesagt: Die User müssen selbst herausfinden, was sich geändert hat.

Langsames Booten von APFS-formatierten USB-SSDs offenbar behoben

In einem Punkt gibt es offenbar gute Nachrichten: Es mehren sich Anwenderberichte, wonach Apple in macOS 10.14.3 das Starten von APFS-formatierten USB-SSDs beschleunigt hat. Hier gab es bis einschließlich macOS 10.14.2 nach dem Einschalten bzw. Neustart in bestimmten Fällen eine Verzögerung, die den Bootvorgang in die Länge gezogen hat. macOS 10.14.3 schafft dem Vernehmen nach diesbezüglich Abhilfe.

Zudem wird eine schnellere Verschlüsselung von APFS-formatierten Laufwerken per FileVault vermeldet (auf Macs ohne T2-Coprozessor), was MacGadget ebenfalls beobachten konnte. In puncto externer Grafikkarten gibt es nun volle, offizielle Unterstützung für die eGFX Breakaway Puck Radeon RX 560 von Sonnet Technologies (die von uns getestete eGFX Breakaway Puck Radeon RX 570 wird bereits seit Frühjahr 2018 unterstützt).

Allerdings besteht derzeit ein Problem mit dem macOS 10.14.3 Combo-Update: Es verweigert die Installation auf Volumes mit macOS 10.14.2. Workaround: Erst das reguläre Update auf macOS 10.14.3 installieren (via Web oder per Softwareaktualisierung in den Systemeinstellungen), anschließend lässt sich das Combo-Update "drüberbügeln". Apple wird hier sicherlich kurzfristig beim Combo-Updater nachbessern.

Nachtrag (24. Januar): Inzwischen sind einige weitere Bug-Fixes in macOS 10.14.3 bekannt geworden. Beispielsweise tritt im Mac-App-Store die Fehlermeldung "App erneut herunterladen" nicht mehr auf, während im Dialog "Über diesen Mac => Festplatten" die Laufwerks-Belegung nun exakter dargestellt wird. In der Schlüsselbundverwaltung wurde ein Problem mit dem Einfügen von Text bei aktiviertem Dunkelmodus behoben (via eclecticlight.co).

Nachtrag (29. Januar): Apple veröffentlicht neuen Build von macOS 10.14.3.

Kommentare

Danke für die Infos! Wie argumentiert eigentlich Apple die Schweigsamkeit?