Apple steigert Umsatz leicht, Mac-Sparte legt deutlich zu

31. Juli 2019 01:00 Uhr - Redaktion

Nach zwei Quartalen in Folge mit Umsatzrückgängen ist Apple wieder auf Wachstumskurs: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2019 erwirtschaftete das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 53,8 Milliarden US-Dollar - ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (53,4 Milliarden US-Dollar). Gute Nachrichten gibt es aus der Mac-Sparte: Apple erzielte mit Macs einen Umsatz von 5,8 Milliarden US-Dollar - elf Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im laufenden vierten Quartal könnte sich der Aufwärtstrend fortsetzen.

Apple hat für den abschließenden Dreimonatszeitraum des aktuellen Geschäftsjahres eine Umsatzprognose von 61 bis 64 Milliarden US-Dollar ausgegeben und damit die Analysten-Einschätzung von im Durchschnitt 61 Milliarden US-Dollar übertroffen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Umsatz bei 62,9 Milliarden US-Dollar.

Man habe im vergangenen Quartal eine starke Nachfrage nach der neuen, im Mai vorgestellten MacBook-Pro-Generation verzeichnet, erläuterte Apple. Auch die 2019er iMac-Baureihe dürfte zum guten Resultat der Mac-Abteilung beigetragen haben - die neuen All-in-One-Desktops wurden zwar bereits Mitte März (also noch im zweiten Quartal) angekündigt, eine breite Verfügbarkeit war jedoch erst ab April (drittes Quartal) gegeben.

Der Gewinn im vergangenen Quartal ging um sieben Prozent auf 2,18 US-Dollar je Aktie zurück - dennoch mehr als von den Finanzexperten erwartet. Dass Apple auch beim Umsatz besser abgeschnitten hat als prognostiziert und mit dem Ausblick auf das vierte Quartal positiv überraschte, wird von den Anlegern honoriert: Die Apple-Aktie legte im nachbörslichen US-Handel um mehr als vier Prozent auf rund 218 US-Dollar zu.

 
MacBook Pro

 

MacBook Pro: 2019er Modelle haben den Absatz deutlich angekurbelt.
Bild: Apple.

 

Federn lassen musste hingegen erneut Apples Smartphone-Geschäftsbereich - der mit iPhones erwirtschaftete Umsatz ging um zwölf Prozent auf 25,9 Milliarden US-Dollar zurück. Zuwächse gab es hingegen in den Bereichen Dienstleistungen (von 10,1 auf 11,4 Milliarden US-Dollar), Wearables und Zubehör (von 3,7 auf 5,5 Milliarden US-Dollar) und Tablets (von 4,6 auf fünf Milliarden US-Dollar).

"Dies war unser bisher bestes Juniquartal — angetrieben von Allzeit-Rekordumsätzen im Bereich Services, einem beschleunigten Wachstum bei Wearables, einer starken Performance bei iPad und Mac sowie einer deutlichen Verbesserung des iPhone-Trends,“ sagt Tim Cook, CEO von Apple. "Diese Ergebnisse sind in allen unseren geografischen Regionen vielversprechend, und wir sind zuversichtlich, was die Zukunft betrifft. Der weitere Verlauf des Kalenderjahres 2019 wird eine spannende Zeit werden, mit wichtigen Markteinführungen bei allen unseren Plattformen, neuen Services und mehreren neuen Produkten."

"Unsere Geschäftsentwicklung im Jahresvergleich verbesserte sich im Vergleich zum Märzquartal und führte zu einem starken operativen Cashflow von 11,6 Milliarden US-Dollar," sagt Luca Maestri, CFO von Apple. "Im Laufe des Quartals haben wir über 21 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückgezahlt, inklusive 17 Milliarden US-Dollar durch Rückkäufe von fast 88 Millionen Apple-Aktien und 3,6 Milliarden US-Dollar an Dividenden und Äquivalenten."

Das dritte Quartal des Apple-Geschäftsjahres 2019 begann am 31. März 2019 und wurde am 29. Juni 2019 abgeschlossen. Apples Geschäftsjahre weichen traditionell vom Kalenderjahr ab.

Kommentare

Schön, dass Tim jetzt die Erfahrung macht, dass die Mac Sparte ihm den A.... rettet und der gefühlte Fokus allein auf die iSparte in den letzten Jahren keine gute Strategie war.

5,8 zu 25,9 Mrd USD bedeuten zwar immer noch ein klares Übergewicht der iPhones ggü dem Mac. Man muss aber bedenken, dass Apple den Mac-Umsatz jetzt gefühlte 5 Jahre ohne Pro-Desktop bestreitet. Da ist also sicher deutlich mehr drin.

der Mac wurde im Hintergrund zielgerichtet über Jahre aufgebaut, u.a.  neues Filesystem, neue Sicherheitsstruktur, neuer Privatschutz, Vernetzung mit Mobilgeräten, Cloud, Datenfluss, eigene Programmiersprache und es ist jetzt die Zeit reif für die Ernte. Das iPhone wurde eher vernachlässigt und braucht eine Schub z.B.  eigene Chips etc, günstigere Modelle, neue Ideen. Der Update-Zyklus ist bei Apple-Nutzern traditionell langsamer wg Preis und auch guter Langzeitperformance der vorhandenen Hardware. 

Ein Profigerät, dass 5 Jahre lang nicht mal ein Prozessor- und Schnittstellen-Update bekommt, ein Mac mini, der 6 Jahre im Prinzip ohne nennenswerte Überarbeitung verkauft wird ... - da hat Apple jahrelang zu Recht viel Kritik eingesteckt. Die vielen Qualitätsprobleme und Fehler bei den Aktualisierungen des macOS in den vergangenen Jahren waren auch kein Hinweis darauf, dass die Mac-Sparte mit viel Sorgfalt weiterentwickelt wurde.

Wie heißt es so schön: Auf einem Bein kann man nicht stehen. Das gilt insbesondere für das Ökosystem Mac + iPhone

Der momentan einzige Mac für den Schreibtisch ohne integrierten Bildschirm ist der Mini. Anhand der Farbgebung des Mini kann man erkennen, dass dieser eher für Profis/Semiprofessionelle konstruiert wurde was man auch wunderbar an der Preisgestaltung und Anschlussvielfalt mit USB-C sehen kann.

Mir persönlich fehlt ein Mac mit aktuellen Prozessor, austauschbaren RAM und SSD. Gibt’s aber nicht. Also bin ich demnächst gezwungen mir einen derzeitigen Mini zuzulegen mit einer Leistung die sicher (gefühlt) 80% über meinen Anforderungen liegt.

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

Der kleinste Mac mini ist für ca. 750 € zu haben (günstigstes Angebot lt. Preisvergleich). Ein fairer Preis für eine aktuelle Vierkern-CPU, die heutzutage auch im privaten Bereich Standard ist. RAM kannst du selbst erweitern, Speicherplatz beliebig via Thunderbolt 3, USB A oder USB C anschließen: Festplatte, schnelles SSD-Laufwerk oder Netzwerk-Speichersystem - wie du willst.

Sieh es mal so: Wenn dir der Vierkerner zu schnell ist, hat er noch genügend Kapazitäten für die Erfordernisse der nächsten Jahre!

Ich habe eine Augenerkrankung für die ein spiegelnder Bildschirm sehr anstrengend ist. Einen Mac-Mini werde ich mir wohl demnächst anstelle des vorhandenen iMacs zulegen, denn da habe ich die Auswahl für den Bildschirm. Für mich als ältere Dame ist dieses Gerät auch völlig überdimensioniert. Besser wäre natürlich ein neuer iMac oder ein MBP 15 Zoll ohne Schminkspiegel ...

Seit kurzem habe ich einen Mac mini (6 Core) und bin sehr zufrieden. Sehr schnell, viele Schnittstellen, leise. Und wenn ich mehr Leistung brauche, schließe ich eine Grafikkarte extern an. Der Mac mini gibt dem User sehr viele Möglichkeiten. 👌 Über den Preis (1050 Euro) kann ich nicht meckern, wenn ich das auf die geplante 6-8jährige Nutzungsdauer aufteile.

Es fehlt ein Desktop unterhalb des Mac mini? Verstehe ich nicht. Wie DualCore sagt, gibt es einen richtig guten Einsteiger-Mini schon ab 750 Euro. Denkt mal nach, was Noname-Einsteiger-PCs Anfang der 90-er-Jahre kosteten. 2.000 DM Minimum. Das wären heute - die Inflation berücksichtigt - 2-3.000 Euro. Heute bekommt man ein geniales Gerät für ein Drittel bis Viertel des damaligen Preises!!!

Dann freut euch doch, wenn der aktuelle Mini überdimensioniert ist. Dann ist der 2012er Mini genau das richtige. Preis gebraucht ab ca. 270 Euro. Das Ding ist unkaputtbar.

Ich denke eher, es fehlt was ohne Display zwischen Mac mini und dem kommenden Mac Pro. Da klafft eine große Preis- und eine gewaltige Leistungslücke, in der sicher viele Anwender, wie z.B. unsere Grafik-Designer zu Hause sind.