Apple stellt neue iMac-Generation mit bis zu acht Prozessorkernen und schnelleren Grafikkarten vor

19. März 2019 13:30 Uhr - Redaktion

Apple hat heute die 2019er iMac-Baureihe angekündigt. Sie bietet aktuelle Intel-Prozessoren der achten und neunten Generation und schnellere AMD-Grafikkarten, inklusive Vega-Option. Erstmals gibt es den iMac mit sechs und sogar acht CPU-Kernen (zuvor maximal vier), wodurch die Rechenleistung im Vergleich zur Vorgängerserie aus dem Jahr 2017 deutlich gesteigert wird. Die Preise blieben unverändert.

Es kommt nun schnellerer Arbeitsspeicher zum Einsatz (DDR4-RAM mit 2,66 anstatt 2,4 GHz), der bei den 27-Zoll-Konfigurationen über vier an der Rückseite zugängliche SO-DIMM-Slots auf bis zu 64 GB erweitert werden kann. Die 21,5-Zoll-iMacs können mit bis zu 32 GB RAM bestellt werden. Ob der Arbeitsspeicher bei den 21,5-Zoll-Modellen auf der Hauptplatine verlötet ist oder ob - wie bei der 2017er Serie - zwei interne RAM-Slots zur Verfügung stehen (= nachträgliche Aufrüstung beim Dienstleister möglich), ist noch nicht klar.

In puncto Bildschirme (21,5 Zoll mit 4K-Auflösung, 27 Zoll mit 5K-Auflösung; jeweils 500 Nits Helligkeit, eine Milliarde Farben und P3-Farbraum), Gehäuse (Silber; Glas und Aluminium) und Schnittstellen (unter anderem 2x Thunderbolt 3, 4x USB-A, 1x Gigabit-Ethernet, Bluetooth 4.2 und WLAN nach 802.11ac) gab es gegenüber der 2017er Generation keine Änderungen.

Der Leistungszuwachs (Prozessor) beträgt laut Apple bei den 21,5-Zoll-Modellen bis zu 60 Prozent. Die neuen 27-Zoll-iMacs sollen sogar um bis zu 2,4 Mal so schnell rechnen wie die Vorgängergeräte. Bei der Grafikleistung ergeben sich nach Herstellerangaben Zuwächse von bis zu 80 Prozent (21,5-Zoll-iMacs) bzw. von bis zu 50 Prozent (27-Zoll-iMacs).

Den 21,5-Zoll-iMac mit Sechskern-CPU gibt es optional mit Radeon-Pro-Vega-20-Grafikkarte (vier GB HBM2-VRAM), während sich die 27-Zoll-Spitzenkonfiguration mit Radeon-Pro-Vega-48-Grafikkarte (acht GB HBM2-VRAM) bestellen lässt.

Neue iMac-Modellreihe

2019er iMac-Produktreihe ist da: Mit bis zu acht CPU-Kernen und Vega-Grafikkarten.
Foto: Apple.

 

Überraschend hat Apple bei den 2019er iMacs auf den T2-Chip, der bereits in iMac Pro, MacBook Pro (2018), Mac mini (2018) und MacBook Air (2018) zu finden ist, verzichtet. Das 1000-GB-Fusion-Drive enthält 32 GB SSD-Speicher, beim 2000- und 3000-GB-Modell sind es jeweils 128 GB SSD-Speicher. SSD-Laufwerke gibt es mit bis zu zwei TB Speicherkapazität zu den bei Apple üblichen Aufpreisen.

Die Core-i5-, Core-i7- und Core-i9-Prozessoren unterstützen die Turbo-Boost-Technik, die die Taktrate bei Hochlastanforderung auf bis zu 5,0 GHz erhöht (beim Core i3 gibt es keinen Turbo-Boost). Die Hyper-Threading-Technologie ist bei den Core-i7- und Core-i9-Prozessoren an Bord, wodurch zwölf bzw. 16 CPU-Threads zur Verfügung stehen. Der Cache ist bis zu 16 MB groß.

iMac mit 21,5-Zoll-Bildschirm (4K-Auflösung, 500 Nits, P3-Farbraum)

• Core i3 der 8. Generation (vier Kerne) mit 3,6 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000-GB-Festplatte, Radeon Pro 555X mit zwei GB VRAM. Preis: 1499 Euro. Core-i7-CPU der 8. Generation (sechs Kerne) mit 3,2 bis 4,6 GHz für 360 Euro Aufpreis.

• Core i5 der 8. Generation (sechs Kerne) mit 3,0 bis 4,1 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000-GB-Fusion-Drive, Radeon Pro 560X mit vier GB VRAM. Preis: 1699 Euro. Core-i7-CPU der 8. Generation (sechs Kerne) mit 3,2 bis 4,6 GHz für 240 Euro Aufpreis. Radeon Pro Vega 20 mit vier GB HBM2-VRAM für 420 Euro Aufpreis.

iMac mit 27-Zoll-Bildschirm (5K-Auflösung, 500 Nits, P3-Farbraum)

• Core i5 der 8. Generation (sechs Kerne) mit 3,0 bis 4,1 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000-GB-Fusion-Drive, Radeon Pro 570X mit vier GB VRAM. Preis: 2099 Euro.

• Core i5 der 8. Generation (sechs Kerne) mit 3,1 bis 4,3 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000-GB-Fusion-Drive, Radeon Pro 575X mit vier GB VRAM. Preis: 2299 Euro. Core-i9-CPU der 9. Generation (acht Kerne) mit 3,6 bis 5,0 GHz für 600 Euro Aufpreis.

• Core i5 der 9. Generation (sechs Kerne) mit 3,7 bis 4,6 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 2000-GB-Fusion-Drive, Radeon Pro 580X mit acht GB VRAM. Preis: 2599 Euro. Core-i9-CPU der 9. Generation (acht Kerne) mit 3,6 bis 5,0 GHz für 480 Euro Aufpreis. Radeon Pro Vega 48 mit acht GB HBM2-VRAM für 540 Euro Aufpreis.

Die neuen iMacs lassen sich ab sofort bestellen und werden ab nächster Woche ausgeliefert. Magic Keyboard und Magic Mouse 2 gehören zum Lieferumfang, das Betriebssystem macOS Mojave ist vorinstalliert. Das 2,3-GHz-Einstiegsmodell der 2017er Baureihe bleibt unverändert für 1299 Euro im Angebot.

Kommentare

Bei der CPU-Leistung dürfte der iMac jetzt über jeden Zweifel erhaben sein. 6-Core und 8-Core sind schon sehr ordentlich für einen All-in-One Rechner. Schnellere Grafikkarten nimmt man gerne mit, vor allem die Vega-Option dürfte für Pro-User interessant sein - vor allem für diejenigen, für die ein iMac Pro etwas overpowered ist. Schön auch, dass die Preise gleich geblieben sind - da gab es ja Befürchtungen im Vorfeld von einigen Usern.

Das Problem sind leider weiter die lahmen Festplatten. Wenn schon Fusion Drive, warum hätte man nicht wenigstens den SSD-Anteil etwas heraufgeschraubt (z. B. 64 statt 128 GB bei 1 TB)? Zum Glück lässt sich das Thema per Thunderbolt 3 jederzeit beheben, ohne die Apple Aufpreise berappen zu müssen.

Unverständlich, der aktuelle Mac mini bietet dagegen Bluetooth 5 und im Vergleich zum 21'' iMac auch noch 4 statt nur 2 Thunderbolt 3-Anschlüsse. Ich verstehe da Apple einfach nicht. Wenn man ein Produkt updated, dann doch auch zeitgemäß.

Von den ollen, lahmen Platten und dem Witz an inklusivem Arbeitsspeicher mal ganz abgesehen (wahnwitzige Aufpreise).

-> Hannes

Die Vorteile von BT 5 kommen nur dann zum tragen, wenn auf beiden Seiten der Funkstrecke die gleiche Version im Einsatz ist. Von sowas wie besserer Reichweite, höherer Datenmenge, geringerem Energieverbrauch kannst du nur dann profitieren, wenn alle Geräte im BT-Netz sich auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt haben. Ist auch nur ein Gerät mit einer älteren Version dabei, dann fallen alle anderen auch darauf zurück, und es wird doch wieder mit BT 4 gefunkt. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, alle Geräte mit dem neuesten Standard auszustatten. Zudem, im Mini, der im Oktober rauskam, ist bereits BT 5 drin, warum dann nicht auch im iMac?

Und zumindest als Option wäre 10 GBit Ethernet auch nett gewesen (auch da wieder, im Mini ist es möglich).

27" Retina 5K Display, 3,0 GHz 6‑Core Prozessor (Turbo Boost bis zu 4,1 GHz) 

Beim Händler meines Vertrauens für unter 2000 € - und zwar mit 16 anstatt 8 GB!

Freu mich. :-))))) Erster neuer Mac seit 6 Jahren. Wollt erst auf Mac mini gehen, aber das Display von Apple ist einfach klasse.

„27" Retina 5K Display, 3,0 GHz 6‑Core Prozessor (Turbo Boost bis zu 4,1 GHz) 

Beim Händler meines Vertrauens für unter 2000 € - und zwar mit 16 anstatt 8 GB!“

Und beim dem Preis mit ner 1TB Festplatte mit 5400 1/min ?

 

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

= macOS liegt auf der SSD Partition = flottes System. Bei meinem jetzigen iMac habe ich damit keine Probleme. Ich habe aber zusätzlich noch eine externe 1TB SSD per USB, die ich am neuen iMac ebenfalls verwenden werde. 

Beim Mac mini 2014 und beim Mac Pro wurde geschimpft, dass nicht wenigstens eine schlichte Modellpflege (= etwas besserer Prozessor, etc.) durchgeführt wurde.

Genau dass hat Apple nun mit dem iMac getan. Finde ich OK. Ein FusionDrive als Mindestmaß beim Massenspeicher hätte ich schon bei den 2013er iMacs erwartet. Dass dem nicht so ist, sollte Apple langsam wirklich peinlich sein.

Dass der iMac augenscheinlich "nur" eine dezente (aber gelungene) Aufwertung des 2017er Modells - ohne T2-Chip - ist, scheint mir ein Indiz dafür zu sein, dass der nächste iMac eine größere Veränderung erfahren wird... eine, die über die aktuelle T2-Chip-Rechner-Architektur hinausgeht.

ERNIE

Ein solides Upgrade, sag ich mal. Ich denke ebenfalls, dass das nur ein Zwischenschritt für ein komplett neues Design im nächsten Jahr ist: Bessere, größere Displays, schlankerer Rahmen, SSD-only usw. etc.

Bis es soweit ist, bieten die neuen iMacs genügend Leistung für viele Anwendungszwecke. Mit Fusion Drives kann man leben, ansonsten gibt es günstige externe USB-SSDs wie Sand am Meer und schnelle Thunderbolt 3 SSDs sind auch nicht mehr soo teuer. Die interne Platte könnte man dann einfach für Backups oder Datenauslagerung nehmen. Kein Drama.

Eine Touch Bar Tastatur mit Touch ID hätte ich mir allerdings noch gewünscht...