Apple stellt iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max vor

11. Sep 2019 00:01 Uhr - Redaktion

Die 2019er Smartphone-Generation von Apple ist da: Sie besteht aus den drei Modellen iPhone 11 (6,1-Zoll-LCD-Display), iPhone 11 Pro (5,8-Zoll-OLED-Display) und iPhone 11 Pro Max (6,5-Zoll-OLED-Display), die am 20. September zu Preisen ab 799 Euro in den Handel kommen. Sie bieten gegenüber den Vorgängern iPhone XR, iPhone XS und iPhone XS Max mehrere Neuerungen, darunter verbesserte Vorder- und Rückseitenkameras inklusive Nachtmodus, WLAN 6, ein schnellerer Prozessor, höhere LTE-Geschwindigkeiten, U1-Chip, eine längere Akkulaufzeit und verbesserte Displays in den Pro-Modellen.

Im iPhone 11 Pro und im iPhone 11 Pro Max gibt es auf der Rückseite ein Dreifach-Kamerasystem (Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv, zwölf Megapixel) mit 2x optischem Einzoomen, 2x optischem Auszoomen und bis zu 10x optischem Zoom. Beim iPhone 11 ist auf der Rückseite ein Zweifach-Kamerasystem (Ultraweitwinkel- und Weitwinkelobjektiv, zwölf Megapixel) mit 2x optischem Auszoomen und bis zu 5x optischem Zoom zu finden. Damit gibt es jeweils ein Objektiv mehr im Vergleich zur 2018er Generation. Die Auflösung der Vorderseitenkamera wurde von sieben auf zwölf Megapixel erhöht, sie unterstützt nun die 4K-Videoaufnahme mit 60 fps und 120 fps.

Der A13-Chip soll gegenüber dem A12 eine um bis zu 20 Prozent höhere CPU- und GPU-Leistung bieten. Für das iPhone 11 Pro verspricht Apple gegenüber dem iPhone XS eine um bis zu vier Stunden längere Akkulaufzeit, beim iPhone 11 Pro Max sind es im Vergleich zum iPhone XS Max bis zu fünf Stunden mehr und beim iPhone 11 gegenüber dem iPhone XR bis zu eine Stunde mehr. WLAN 6 (802.11ax) bietet gegenüber WLAN 5 (802.11ac) in den gleichen Frequenzbändern höhere Datenübertragungsraten. Zudem verbaut Apple in den neuen iPhones schnellere LTE-Modems.

 

 

In den Pro-Modellen kommen hellere Displays (800 statt 625 Nits, mit HDR bis zu 1200 Nits) mit verdoppeltem Kontrastverhältnis (zwei statt eine Million zu eins) zum Einsatz. Sie sind wasserdicht nach IP68 und halten unter Wasser (bis zu einer Tiefe von vier Metern) bis zu 30 Minuten durch. iPhone 11 und iPhone 11 Pro werden mit USB-C-auf-Lightning-Kabel und 18-Watt-USB-C-Netzteil geliefert. Das iPhone 11 hält unter Wasser bis zu 30 Minuten bei einer maximalen Tiefe von zwei Metern durch und wird mit Lightning-auf-USB-Kabel und Fünf-Watt-USB-A-Netzteil geliefert.

In allen drei Modellen wird laut Apple ein härteres, robusteres Glas verwendet. Während das iPhone 11 mit 194 Gramm genauso viel wiegt wie das iPhone XR, sind iPhone 11 Pro (188 Gramm) und iPhone 11 Pro Max (226 Gramm) etwas schwerer als iPhone XS (177 Gramm) und iPhone XS Max (208 Gramm). Am grundsätzlichen Design hat sich gegenüber den 2018er Modellen nichts geändert. 3D-Touch wurde in allen Modellen durch Haptic-Touch mit vergleichbarem Funktionsumfang ersetzt.

Apple über das neue Kamera-System in iPhone 11 Pro (Max):

"Das iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max setzen einen neuen Standard für Video – mit Videoaufnahmen in der höchsten Qualität, die es bei einem Smartphone je gab. Jedes Objektiv des Drei-Kamera-Systems nimmt brillantes 4K Video mit erweitertem Dynamikumfang und Cinematic Videostabilisierung auf. Mit einem weiteren Sichtfeld und breiter Brennebene ist das Ultraweitwinkel-Objektiv ideal für Action-Videos.

Die Nutzer können ganz einfach zwischen den drei Objektiven wechseln. Audiozoom passt dabei das Audio an den Bildausschnitt an, für einen noch dynamischeren Sound. Mit iOS 13 werden leistungsstarke Tools zur Videobearbeitung für alle verfügbar. Videos können gedreht und zugeschnitten werden, die Belichtung lässt sich erhöhen und Filter können direkt angewendet werden. Die Funktionen sind einfach zu verwenden und die Anpassungen auf einen Blick sichtbar. So können selbst Anfänger Videoprojekte mit professioneller Qualität erstellen.

Weil Hardware und Software so gut aufeinander abgestimmt sind, bieten das iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max ein ganz neues Kameraerlebnis, das es nur bei Apple gibt. Das neue Ultraweitwinkel-Objektiv sorgt für ein vollkommen neues Kameraerlebnis mit einem bis zu viermal größeren Sichtfeld – ideal für Landschafts- oder Architekturaufnahmen, Nahaufnahmen und mehr. Der neue Weitwinkelsensor mit 100 Prozent Fokuspixeln und fortschrittlicher Software bietet einen Nachtmodus für signifikant bessere Fotos bei wenig Licht, egal ob drinnen oder draußen. Die Fotos werden heller, haben natürliche Farben bei weniger Bildrauschen.

 

 

Das Drei-Kamera-System bringt den Porträtmodus auf einen ganz neuen Level und ermöglicht es, zwischen Weitwinkelobjektiv und Teleobjektiv zu wechseln. So können Porträts mit einem weiteren Sichtfeld aufgenommen werden – ideal für Gruppenaufnahmen. Das Teleobjektiv mit seiner größeren ƒ/2.0 Blende fängt bis zu 40 Prozent mehr Licht ein im Vergleich zum iPhone XS, für noch bessere Fotos und Videos."

Ebenfalls neu in allen drei 2019er iPhones sind der U1-Chip und räumliches Audio: "Der neue, von Apple entwickelte U1 Chip nutzt Ultrabreitband-Technologie und ist der erste Chip für räumliches Bewusstsein in einem Smartphone. Mit iOS 13.1, das am 30. September kommt, wird AirDrop noch besser, mit richtungsabhängigen Vorschlägen. Räumliches Audio bietet faszinierenden Surround-Sound und Dolby Atmos bringt leistungsstarkes, bewegendes Audio auf das iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max."

Die 2019er iPhone-Produktreihe im Überblick

iPhone 11 Pro Max (6,5-Zoll-OLED-Display, 2688 mal 1242 Pixel bei 458 ppi):
64 GB Speicherkapazität: 1249 Euro.
256 GB Speicherkapazität: 1419 Euro.
512 GB Speicherkapazität: 1649 Euro.
Farben: Spacegrau, Silber, Gold und (neu) Nachtgrün.

iPhone 11 Pro (5,8-Zoll-OLED-Display, 2436 mal 1125 Pixel bei 458 ppi):
64 GB Speicherkapazität: 1149 Euro.
256 GB Speicherkapazität: 1319 Euro.
512 GB Speicherkapazität: 1549 Euro.
Farben: Spacegrau, Silber, Gold und (neu) Nachtgrün.

iPhone 11 (6,1-Zoll-LCD-Display, 1792 mal 828 Pixel bei 326 ppi):
64 GB Speicherkapazität: 799 Euro.
128 GB Speicherkapazität: 849 Euro.
256 GB Speicherkapazität: 969 Euro.
Farben: Weiß, Schwarz, Gelb, Rot und (neu) Grün sowie Violett.

iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max können ab dem 13. September vorbestellt werden, die Auslieferung startet am 20. September. Als Betriebssystem ist iOS 13 vorinstalliert.

Nachtrag:

iPhone 11 Pro Max zerlegt: Details zu RAM, Akku und Reparierbarkeit (23 September)

Apple: Verkaufsstart für die neuen iPhones und die fünfte Apple-Watch-Generation (20. September)

Kommentare

Ich finde die neuen Teile ziemlich geil, vor allem die Kamera-Features. Und das Design des Pro ist erheblich schicker, als ich nach den Mockups befürchtet hatte. 1/4/5 Stunden mehr Akkulaufzeit sind auch ein Wort.

Das scheint wirklich ein tolles Gerät zu sein mit der Triple-Kamera, Nachtmodus, hellerem Display und stärkerem Akku. Inzwischen muss man klar sagen, dass es für Schnappschüsse und sogar etwas ambitioniertere Bilder keinen Grund mehr gibt, eine separate Kamera mitzuschleppen. Spätestens jetzt mit den ausgereiften Dual- und Triple-Kameras müssen sich die Smartphones nicht mehr verstecken. Faszinierend, was inzwischen alles möglich ist. 👍

Das Pro ist natürlich recht teuer, aber neue Technik kostet halt - und wird zum Glück mit den Jahren günstiger.

@MacRobin: Die aktuellen Smartphones sind der Tod der Kompakt-Kameras. Meine DSLR hat zwar noch ihre Berechtigung, aber mit den kleinen Knipsen können die guten Smartphones mittlerweile gut mithalten. Ausserdem: Die beste Kamera ist die, die man dabei hat ... ;-)

Solide Evolution beim iPhone, würd' ich mal sagen. Bis auf das kabellose Laden von AirPods & Co. lag die Gerüchteküche ja weitgehend richtig. Das 11er (ohne Pro) ist mit Dual-Kamera preislich schon recht interessant. Die Pro-Modelle mit Triple-Kamera werden ebenfalls ihre Käufer finden, das ist bei der Kamera ein guter Schritt nach vorn.

Mein aktuelles iPhone ist 4 Jahre alt, mal sehen, was ich die nächste Zeit mache. iPhone 8, XR und 11 sind in der engeren Auswahl. Momentan tendiere ich zum XR, das wäre nach all den Jahren mit "Home Button Design" wohl am besten. Nur in die Hosentasche wirds dann vermutlich nicht mehr so leicht passen. 😁

Das 11er hat leider nur Weitwinkel und Ultraweitwinkel Kameras. Nicht wie die 7er und 8er Weitwinkel + Tele. Das Ultra-Weitwinkel entspricht etwa einer 13mm Kleinbildoptik. Das ist zwar nice to have, aber in der Praxis ist eine Portaitbrennweite als Ergänzung viel sinnvoller.

Hi dave, prinzipiell würde ich dir eigentlich zustimmen. Was die iPhones angeht, bin ich etwas zwiespältiger Meinung. In der Praxis hat sich gezeigt, dass das "billige" iPhone XR im Porträtmodus bessere Bilder produziert als das teure XS mit seinen 2 Kameras. Nämlich immer dann, wenn die Lichtbedingungen nicht ideal sind. 26mm sind für heutige Verhältnisse auch nicht mehr wirklich weitwinklig. Insofern hätte ich mir eine Kombi 24/48mm mit einem lichtstärkeren Tele gewünscht.

Da die Solo-Linse im XR aber ziemlich gute Porträts hinbekommt, finde ich ein Ultra-WW ein geniale Ergänzung. Wenn man damit umgehen kann (was man ja lernen kann), sind damit ziemlich beeindruckende Fotos möglich. UWWs mit dem Bildwinkel des iPhone 11 gehören im DSLR-Bereich zu den beliebtesten Objektiven für Landschaftsfotografie.