Neuer Desktop-Rechner von Apple: Mac Studio mit M1-Ultra-Prozessor

09. März 2022 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat mit dem Mac Studio einen neuen Desktop-Rechner vorgestellt. Er ist mit dem bislang leistungsstärksten Apple-Silicon-Prozessor, dem M1 Ultra, ausgestattet. Der M1 Ultra bietet 20 CPU-Kerne und bis zu 64 GPU-Kerne, unterstützt bis zu 128 GB Arbeitsspeicher und soll eine um bis zu 60 Prozent höhere Rechenleistung als der Xeon-basierte Mac Pro mit 28 Kernen bieten. Die Preise beginnen bei 2299 Euro (mit M1 Max) bzw. 4599 Euro (mit M1 Ultra).

"Um den M1 Ultra zu bauen, werden zwei M1 Max Chips mithilfe von UltraFusion, der von Apple entwickelten Architektur, zusammengefügt. Die gängigste Methode zur Leistungssteigerung besteht darin, zwei Chips über eine Hauptplatine miteinander zu verbinden, was in der Regel mit erheblichen Nachteilen verbunden ist, beispielsweise einer erhöhten Latenzzeit, einer geringeren Bandbreite und einem höheren Stromverbrauch.

Die innovative UltraFusion von Apple verwendet jedoch einen Silizium-Interposer, der die Chips über mehr als 10.000 Signale miteinander verbindet und eine enorme Bandbreite von 2,5 TB/s mit geringer Latenz zwischen den Prozessoren ermöglicht — mehr als das Vierfache der Bandbreite der führenden Multi-Chip Interconnect Technologie. Dadurch verhält sich der M1 Ultra wie ein einzelner Chip und wird von der Software als solcher erkannt, sodass Entwickler ihren Code nicht umschreiben müssen, um von seiner Leistung zu profitieren", heißt es von Apple.

 
Mac Studio
 
Mac Studio mit M1-Max- und M1-Ultra-Prozessoren.
Bild: Apple.

 

An Schnittstellen stehen auf der Rückseite des Mac Studio zur Verfügung: 1x 10-Gbit-Ethernet, 4x Thunderbolt 4, 2x USB-A, 1x HDMI, 1x 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss (mit Unterstützung für Kopfhörer mit hoher Impedanz). An der Vorderseite gibt es zusätzlich 2x USB-C-Anschlüsse (M1 Max) bzw. 2x Thunderbolt-4-Ports (M1 Ultra) sowie einen SDXC-Kartensteckplatz (UHS-II).

Den Mac Studio gibt es mit folgenden Prozessoren:

• M1 Max mit 10-Core-CPU, 24-Core-GPU und 16-Core-Neural-Engine (bis zu 64 GB RAM)
• M1 Max mit 10-Core-CPU, 32-Core-GPU und 16-Core-Neural-Engine (bis zu 64 GB RAM)

• M1 Ultra mit 20-Core-CPU, 32-Core-GPU und 32-Core-Neural-Engine (bis zu 128 GB RAM)
• M1 Ultra mit 20-Core-CPU, 64-Core-GPU und 32-Core-Neural-Engine (bis zu 128 GB RAM)

SSD-Laufwerke stehen in Speicherkapazitäten von 512 GB, 1 TB, 2 TB, 4 TB und 8 TB zur Auswahl. Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN 6 (802.11ax), Bluetooth 5.0 und Lautsprecher. Der Mac Studio kann gleichzeitig bis zu fünf Bildschirme ansteuern.

 
Mac Studio
 
Mac Studio: Die Schnittstellen der Rückseite.
Bild: Apple.

 

"Mit einer quadratischen Grundflächevon weniger als 20 cm bei einer Höhe von nur 9,4 cm nimmt der Mac Studio nur sehr wenig Platz ein und passt perfekt unter die meisten Displays. Der Mac Studio verfügt außerdem über ein innovatives Wärmemanagement-System, das eine außergewöhnliche Leistung möglich macht.

Das einzigartige System aus doppelseitigen Lüftern, präzise platzierten Luftstromkanälen und über 4.000 Perforationen auf der Rück- und Unterseite des Gehäuses leitet die Luft durch die internen Komponenten und trägt zur Kühlung der Hochleistungs-Chips bei. Dank der Effizienz der Apple Chips bleibt der Mac Studio selbst bei höchster Arbeitsbelastung unglaublich leise", so Apple weiter.

Eingabegeräte werden nicht mitgeliefert. Der Mac Studio kann ab sofort bestellt werden, die Auslieferung startet am 18. März.

Nachtrag: In der Datenbank der Benchmark-Software Geekbench wurde ein erstes Testergebnis des M1 Ultra hochgeladen. Demnach kommt der 20-Kern-Prozessor auf eine Single-Core-Punktzahl von knapp 1800 und auf eine Multi-Core-Punktzahl von etwa 24.000. Zum Vergleich: Der Xeon-Mac-Pro mit 28 Kernen erreicht lediglich 1150 bzw. 19.950 Punkte. Während der Mac Pro mit 28 Kernen satte 14.549 Euro (aufwärts) kostet, gibt es den Mac Studio mit M1 Ultra bereits ab 4599 Euro.

2. Nachtrag: Die Nachfrage ist offenbar enorm: Beim Mac Studio mit M1 Ultra beträgt die Lieferzeit inzwischen 2 Monate. Bei den Konfigurationen mit M1 Max sind es zwischen 2 Wochen und 2 Monate.

3. Nachtrag: Der Mac Studio mit M1 Max wiegt 2,7 kg, während der Mac Studio mit M1 Ultra auf 3,6 kg kommt. Wie Apple erläutert, liegt dies an einem schwereren Kühlkörper im M1-Ultra-Modell: "Sie haben das gleiche 370-W-Netzteil. Das zusätzliche Gewicht ist darauf zurückzuführen, dass der M1 Ultra ein größeres Kupfer-Wärmemodul hat, während der M1 Max einen Aluminium-Kühlkörper besitzt."

4. Nachtrag (15. März): Apple: Profi-Musiksoftware Logic Pro erhält Optimierungen für Mac Studio.

5. Nachtrag (18. März): Verkaufsstart für Mac Studio und Studio Display: Lange Lieferzeiten, erste Benchmarks.

6. Nachtrag (21. März): Mac Studio: SSD-Laufwerk kann getauscht werden.

7. Nachtrag (31. März): Mac Studio und hochohmige Kopfhörer: Weitere Einzelheiten.

Kommentare

Soviel Power auf dem Desktop in so einem kleinen Gehäuse , sowas kann im Moment nur Apple . Da kann Intel und AMD rumschrauben so viel sie wollen ihre Chips werden einfach zu heiß . 

Ein Traum - Kistchen der neue Mac - ( Mini ) Studio. Ich finde auch die Preise für die Mega Leistung durchaus fair. Hier hat Apple wieder ganze Arbeit geleistet . Wer will da noch einen iMac Pro.  Die Möglichkeiten steigen doch gerade. durch so ein kompaktes Gerät um Lichtjahre. Die Power läst sich wahrscheinlich nur schwer in einem größeren durchgestylten  iMac unterbringen………..was kommt da noch im MacPro . Ein M2 Ultra auf einer kleinen Platine mit Lüfterkühlung  , von den Platinen kann der User dann 2 , 4 oder wirklich 8 stecken . OMG 

... das muss ich auch erst mal verdauen. Der kleine Studio ist schon ein gutes Angebot -  kann man nix sagen. Der Ultra ist halt die Versuchung ;-) Aber diese Power muss man schon echt brauchen, sonst ist das rausgeschmissenes Geld - oder einfach Luxus.

Das Teil steckt den Mac Pro in die Tasche.

Und das zu deutlich geringeren Kosten.

Es ist wirklich faszinierend, was mit Apple Silicon alles möglich ist!

Der Mac Studio ist ein geiles Stück Hardware - keine Frage!

Es gibt aber meines Erachtens aktuell eine Lücke bei den Mac-Desktops.

Man hat nur die Auswahl zwischen M1 bei iMac und Mac mini und M1 Max/Ultra beim Mac Studio.

Ich hätte mir daher schon gewünscht, dass Apple einen Desktop mit M1 Pro (Mac mini?) anbietet für diejenigen, denen der M1 nicht reicht, aber für die der M1 Max überdimensioniert ist.

Oder wie seht ihr das?

Ja mag sein das es da immo eine kleine Lücke gibt. Es kommen aber bald der M2 in normal und der wird bestimmt einige Lücken schließen , denke ich. 

Ich denke da an MBP 13“ oder Mini . Dann könnte auch noch ein iMac 27“ mit 30 oder 32“ und M2 Pro & Max kommen. Der ist nach meiner Meinung nich nucht vom Tisch.

Interessant ist doch das sich Apple um immer mehr Effizienz kümmert , die Chips unglaubliche Leistung haben und der Stromverbrauch eher unterdurchschnittlich ist. Wärmentwicklung hat Apple auch im Griff und Lüftergeräusche sind kaum zu erkennen. Das grasse Gegenteil sehen wir bei Intel und AMD mehr Power durch mehr Stromverbrauch und Abwärme die durch Superkühlung die wieder Strom verbraucht geregelt wird. Das kann nicht der Weg sein.

Jetzt hat Apple diesen Monsterwürfel , was wird Intel dazu sagen ?

Ich denke, man darf davon ausgehen, dass so etwas noch kommt, immerhin ist ja der Mac Mini Intel noch da im Shop. Da dürfte dann ein M2 Mac Mini oder so in der Richtung kommen, wenn auch erst im Herbst. Aber das Mac Studio - vor allem in den zwei Preisstufen läßt schon kaum Wünsche offen.

Großes Plus: Apple hat erkannt, dass man die Schnittstellen braucht.

Ich bin vom Mac mini Studio begeistert. Mir würde der M1 Max reichen. Die Ausstattung würde ich auch so bestellen. Die Version mit M1 Ultra ist eher was für Power-User, die viel Performance brauchen gedacht. Das sieht man dann auch am Preisunterschied zwischen M1 Max und M1 Ultra...

Das Grundmodell mit 500 GB SSD, M1 Max und 32 GB RAM ist schon eine Ansage. Der Preis ist wie üblich bei Apple nicht gerade ein Schnäppchen, aber von der Ausstattung her akzeptabel.

 

Das Top-Angebot für private Desktop-Nutzer wäre ein neuer iMac 27, vor allem wenn er nicht so aussehen würde wie der iMac 24. Der Mac Studio ist für normale Ansprüche überdimensioniert. Der Mac Mini erscheint zwar preiswert, braucht aber als Zubehör einen guten Bildschirm plus Tastatur und Maus, was die Kosten in die Höhe treibt und auf dem Schreibtisch lange nicht so elegant aussieht wie der klassische iMac. So müssen wir wohl auf den Herbst warten.

Joe Cool

… erst mal ein Dankeschön an MacGadget, dafür dass die 5% sinnvolle Information aus der selbstverliebten Keynote in kompakte und sachliche Berichterstattung verpackt wurden. Was soll ich mit Film-Highlights und Gaming?!? Hab nach fünf Minuten wieder abgeschaltet und mich auf den Artikel dazu auf mg gefreut.

@awado: Volle Zustimmung! Filme, ein marginales iPhone SE-Upgrade, eine neue iPhone 13 Farbe, ein so lala iPad Air Upgrade - da hätte man weniger Lebenszeit seiner Kunden verplempern können.

Den Mac Studio finde ich allerdings top! Endlich ist die gigantische Lücke weitestgehend geschlossen, die bzgl. Preis und Leistung zwischen Mac mini und Mac Pro klaffte. Ich denke, dass unsere (Werbe)Agentur 6 von den Geräten anschaffen wird. Mangels Alternative arbeiten die Kollegen immer noch mit den Mac Pro Mülleimern von 2013!!! Und ich denke, dass jetzt zig tausende von Betrieben ähnlich dem unseren den Mac Studio bestellen werden. Apple wird mit der Produktion wahrscheinlich kaum nachkommen.

Tatsächlich entspricht das Gerät fast exakt unserer Idealkonfig, die ich hier https://www.macgadget.de/News/2022/02/07/Insider-Naechstes-Apple-Event-… beschrieb und ist dann sogar 130 bis 160 Euro billiger, als ich prognostiziert hatte.

Hallo an alle. Als Musiker schaue ich mir in erster Linie die Single Core Werte an. Hier finde ich es bemerkenswert das mein Macbook Air M1 mit 1700 doch gut mithält. Grafikperformance ist bei Logic, Pro Tools etc. nicht gaaanz so wichtig. Ansonsten fand ich die Show gestern abend eher „gestelzt“. Das einzige Highlight für mich war das Studio Display - wenn auch teuer. Aber Apple Cinema Displays waren vor 17 Jahren auch kein Sonderangebot und mein 23 HD läuft immer noch :-)

 

deshalb ist es nicht verwunderlich, das dein Air bei den Single Core Werten mithalten kann. Das mehr an Leistung bei Pro, Max und Ultra im Vergleich zum M1 kommt auch nur daher, das dort überall mehr von allem drin ist (CPU- und GPU-Kerne, RAM...).

Das Warten auf den Herbst kann man sich vermutlich sparen:

Aktuell ist eher davon auszugehen, dass es keinen 27" iMac mehr geben wird.

Im "Peek Performance" Event bestätigt John Ternus, dass es nur noch einen weiteren Apple Silicon Mac geben wird: den Mac Pro.

Der 27" iMac ist inzwischen auch aus dem Apple Store verschwunden und Apple hat ggü. ArsTechnica den 27-Zöller inzwischen als "End-of-Life" Produkt bestätigt.

Ja, das macht Sinn - mehr Kerne mehr Multicore Power. Ich hatte gedacht das sich auch im Single Core Bereich etwas tut - wenn Apple den neuen Mac schon „Studio“ nennt. Egal - ich kann mit einer Latenz von 64 Samples gut leben mit dem Macbook Air.

Ein neuer großer iMac - ob jetzt 27" oder gleich 30" - soll in der Entwicklung sein. Herbst/Winter heißt es. Gibt auch einen Bericht hier dazu.

hatten auch gesagt, es würde gestern ein neues Macbook Pro 13" kommen, der M2 wäre fertig und es gäbe eine leistungsfähigere Variante des Mac mini. Den Mac Studio hatte bis vor 2 Tagen niemand auf dem Plan.

Der Mac-Studio ist in gewisser Weise doch eine Leistungsfähigere Variante des Mac Mini. Und sieht (fast) genauso aus. Etwas höher und mehr Anschlüsse. Ist doch genau das Gewünschte. Nur etwas zuviel Power für "jedermann" und etwas gar teuer. 
Gleiches Gehäuse. M1 und M1 Pro im Angebot. Start irgendwo bei 999.— mit 16 und 500GB wäre perfekt.