Apple stellt macOS Server ein

21. Apr. 2022 19:30 Uhr - Redaktion

Erst im Januar setzten wir hinter die Zukunft von macOS Server ein großes Fragezeichen, nun herrscht in dieser Sache Gewissheit: Apple hat heute das Aus für die Software mit sofortiger Wirkung verkündet. Es gibt nach Angaben des Unternehmens keine Updates mehr, der Verkauf wird beendet.

"Ab dem 21. April 2022 hat Apple macOS Server eingestellt. Bestehende macOS Server Kunden können die App weiterhin herunterladen und mit macOS Monterey nutzen. Die beliebtesten Serverfunktionen - Caching Server, File Sharing Server und Time Machine Server - werden mit jeder Installation von macOS High Sierra und höher gebündelt, sodass noch mehr Kunden ohne zusätzliche Kosten Zugriff auf diese wichtigen Dienste haben", teilte Apple in einem Support-Dokument mit.

 
OS X Server
 
macOS Server: Das Drama hat ein Ende.
Bild: Apple.

 

macOS Server bestand in den letzten Jahren nur noch aus einem Profilmanager zur Konfiguration von Macs, iPhones und iPads (MDM; Mobile Device Management) und einer Benutzerverwaltung (Open Directory). Andere Funktionen wurden entweder in macOS verlagert oder ersatzlos gestrichen. Der Xcode-Server ist seitdem Bestandteil von Xcode. Mit der Version 5.12 hat der Hersteller auch das Xsan-Management direkt in macOS integriert.

Apple verweist auf gehostete Serverlösungen von Drittanbietern sowie auf MDM-Software, die für Apple-Hardware von mehreren Herstellern angeboten wird.

Zum Thema: Apple startet Service-Angebot für kleine Unternehmen.

Kommentare

Eine Software in der Qualität der früheren Serverversionen (wie bis Lion), das auf einem M1-Mini mit 10 GB Ethernet und einem per TB angeschlossenen RAID läuft gäbe für viele kleine bis mittlere Firmen einen prima Fileserver ab. Gerade für Mac-affine Unternehmen müsste dann kein anderes System her (egal ob irgendein Linux oder ein NAS), sondern es kann das verwendet werden was bekannt ist. Serverseitiges Spotlight, eine brauchbare Nutzer / Gruppenverwaltung, zuverlässiges Vererben der Zugriffsrechte... das hat ja alles mal funktioniert. Dazu gleich noch Termine, Kontakte, ein internes Blog und Chat und manche Firma wäre zufrieden. So ein Mini hat dann immer noch genügend Reserven um noch die eine oder andere Datenbank (für ein CRM- oder Warenwirtschaftssystem) drauf laufen zu lassen.
Manche Entscheidungen (nicht die jetzige endgültige Einstellung, sondern die immer weitergehenden Reduzierungen nach Lion) sind einfach nicht nachvollziehbar. Ziemlich schade  😟

ich denke nicht das Apple den wichtigen Servermarkt aufgibt , besonders nicht jetzt wo man solche Vorteile mit den M- Prozessoren gegenüber Intel hat.

Wir sehen im Herbst etwas neues , etwas ganz neues …..wie nannte Apple den MacStudio , modular.  Apple ist bekannt alte Zöpfe einfach abzuschneiden und durch neue bessere zu ersetzen , FCP ist ein gutes Beuspiel.

Sorry, wenn ich es so deutlich sagen muss, aber Apple fehlt schlicht die Kompetenz für den Server-Markt, wenn die Software-Qualität auf dem derzeitigen Level stehen bleibt. Selbst bei der Hardware hapert's. Das LOM wurde ja auch nie vernünftig gepflegt. Es gehört so viel mehr als nur ein "PC als Rack-Modell" dazu. Ansonten ist die Hardware für Endgräte eigentlich erste Sahne.