Dokumenten-Management: DEVONthink 3.5 mit mehreren Neuerungen ist da

18. Mai 2020 13:00 Uhr - Redaktion

DEVONthink, eine Mac-Software für das Dokumenten-Management mit integrierter Texterkennung und E-Mail-Archivierung, ist in der Version 3.5 erschienen. In dem kostenfreien Update für DEVONthink 3.x sind nach Herstellerangaben mehrere Anregungen von Anwendern umgesetzt worden, wie zum Beispiel eine überarbeitete Seitenleiste, eine verbesserte OCR-Engine und neue Automatisierungsoptionen.

"Es ist nun möglich, sich in der Seitenleiste ausschließlich den Inhalt der aktiven Datenbank anzeigen zu lassen. So besteht nun nicht mehr die Gefahr, dass Sie sich in einer endlosen Liste von Gruppen und Untergruppen verlieren. Wechseln Sie mit neuen Menübefehlen und Tastaturkürzeln die Datenbank oder greifen Sie auf Ihre Favoriten zu. Wählen Sie mehrere Gruppen in der Seitenleiste aus, um sie gemeinsam anzusehen oder zu bearbeiten.

Konvertieren Sie Dokumente in nicht paginierte PDFs und lassen Sie die OCR den erkannten Text dem Dokument als Finder-Kommentar oder als verknüpftes Anmerkungsdokument hinzufügen. Die aktualisierte Texterkennung verarbeitet große PDF-Dateien schneller, bietet eine bessere Unterstützung für CJK-Sprachen und erzeugt kleinere Dateien.

 
Devonthink 3.0
 
Dokumente und E-Mails verwalten mit Devonthink 3.5.
Bild: Devontechnologies.

 

Den intelligenten Regeln haben wir, im wahrsten Sinne des Wortes, Dutzende neue Funktionen hinzugefügt. Lassen Sie sie durch mehr als einen Auslöser aktivieren. Führen Sie intelligente Regeln aus, z.B. jede Minute oder immer dann, wenn Sie ein Dokument duplizieren", teilte DEVONtechnologies mit.

Zu den weiteren Neuerungen in DEVONthink 3.5 gehören Optimierungen für Leistung und Zuverlässigkeit, eine reduzierte Ressourcenauslastung, Darstellung von Markdown-Code mit farblicher Syntax-Hervorhebung, Unterstützung für PDF-Anmerkungen des Programms Skim, eine verbesserte Erfassung von Web-Seiten und eine automatische Datenbank-Überprüfung.

DEVONthink 3.5 setzt OS X El Capitan oder neuer voraus, bietet volle Kompatibilität mit macOS Catalina und wird zu Preisen von 99 US-Dollar (Standard-Edition), 199 US-Dollar (Pro-Edition) und 499 US-Dollar (Server-Edition) angeboten. Das Update von Version 3.x ist kostenfrei. Upgrades von DEVONthink 2.x und eine auf 30 Tage bzw. 150 Stunden begrenzte Demoversion sind verfügbar.

Kommentare

... weil ich immer wieder versucht habe, ein Problem zu finden, für das DEVONthink eine Lösung sein könnte, die Herstellerseite dazu aber nicht wirklich weitergeholfen hat:

Wozu braucht man das?

Gesetzt den Fall, man arbeitet wechselweise mit Linux, macOS und Windows, einem Halbdutzend Texteditoren, E-Mails werden serverseitig archiviert (wie es in diesem Szenario imho korrekterweise gehandhabt werden sollte), OCR findet über eine eigenständige Anwendung statt und Datenbanken (PostgreSQL, MySQL, Memcache, Redis) liegen ebenfalls auf Servern, inwiefern wäre DEVONthink ein Gewinn gegenüber beispielsweise einem MediaWiki mit ElasticSearch in Kombination mit Duck Duck Go, Google und deepl.com?

Mit anderen Worten, mir fehlt ein konkretes Anwendungsbeispiel, bei dem DEVONthink meine Workflows und meine Effizienz verbessern hülfe. Es hat ja nun einen ziemlich stolzen Preis. Kann dazu jemand etwas sagen?

sehe ich darin, dass es ein ziemlich universelles Organisationswerkzeug ist. Ein Container für alle Projekt an zentraler Stelle, so wie Fotos für Fotos. Geordnete Ablage an einer Stelle. Die Elemente bleiben im Original erhalten und lassen sich rasch im Finder finden. Wenn man den Text als Textdokument haben will, ist er im Original archiviert. Es geht nur um zentrale Verwaltung und Organisation.  Findest Du eine Webseite, ist sie mit einem Klick in Dein Projekt eingebunden, oder auch eine Email, usw. In diesem Bezug finde ich es besser als Konkurrenten. Für mich eine strukturierte zentrale Sammelstelle von Material mit hinterlegten Originalformaten. Ich würde schon meinen, man arbeitet damit effizienter. 

Ich nutze Devonthink als Dokumentenmanagementsystem i.V.m. einem Fujitsu Dokumenten Scanner. Sämtlicher Schriftkram, Rechnungen ja selbst Kassenzettel werden bei mir sauber gescannt und digital sortiert. Hatte ich früher lauter Ordner im Haus verteilt liegt heute alles zentral auf einem Server der die Daten täglich noch mal auf eine NAS sichert.

Suche ich was, finde ich es auf Knopfdruck, selbst wenn es Jahre her war. Ziemlich genial und für mich ein Grund, dem Mac zumindest mit einem Gerät die Treue zu halten - etwas vergleichbares habe ich unter Windows bisher noch nicht gefunden (vor allem die Integration mit dem Scanner).

Das IMHO beste für macOS verfügbare Dokumenten-Management ist jeden Cent wert. Eine Software-Perle für macOS, die seit vielen Jahren mit viel Hingabe zum Detail entwickelt wird. Ich habe mit Devonthink alles digitalisiert, sortiert, verschlagwortet etc. Papierbelege gibt es nicht mehr. Super auch für Web-Recherchen. Dafür 99 Euro? Sehr gerne.

Das im ersten Kommentar beschriebene Szenario und in diesem Rahmen geäußerten Vorbehalte gegen Devonthink finde ich schon etwas skurril...

Für mich war es anfangs einfach der enorme Vorteil alles aufs iPhone synchronisieren zu können oder dort etwas schnell zu erfassen, synchronisieren und später am Mac zu vervollständigen. Markdown hat dann den Mehrwert nochmal deutlich erhöht und mit der PrismJS-Unterstützung ist das richtig genial. Es ist eine Mischung aus Dokumenten- und Informationsverwaltung. Vor allem in de spontanen Momenten, um einfach schnell mal was zu erfassen.

Ich habe die PRO-Version noch für 45 Euro erworben, die Standardversion gab es noch günstiger. Da kann man nicht meckern. Es gibt immer wieder Angebote.

auf solche Antworten hatte ich gehofft. Sie bringen mich ein Stück weiter. Vielen Dank an euch alle!

Danke auch an rhmac für den Hinweis auf Angebote.

@MacMike: Ja, ein stolzer Preis. Ein Produkt muss mir erst einmal einen sinnvollen Gegenwert liefern, ansonsten ist jeder Cent dafür zuviel. (Ich kaufe ohne zu zögern einen Moog, aber damit kenne ich mich halt aus und weiß, was ich bekomme.) Da ich nicht erkennen konnte, ob es mir hilft, nützt es leider gar nichts, wenn andere ihr Geld gerne dafür ausgeben. Und als das Beste seit geschnitten Brot preist so ziemlich jeder Hersteller sein DMS an, das ist leider kein stichhaltiges Argument.

Das beschriebene Szenario ist mein täglich Brot; meine Workflows beruhen größtenteils auf FOSS-Produkten. In meinem Umfeld ist das absolut nichts ungewöhnliches. Nur, weil man sich etwas nicht vorstellen kann ...

Es gibt auch keine Vorbehalte gegenüber DEVONthink. Im Gegenteil, ich bin interessiert und suche nach Features, die mich davon überzeugen könnten, es zu nutzen. Bisher habe ich es nicht vermisst. Daher die Fragen.