Weitere Einzelheiten zu macOS Big Sur 11.6

05. Okt. 2021 12:30 Uhr - Redaktion

Gestern hat Apple ein wichtiges Sicherheitsupdate für macOS Big Sur veröffentlicht. Die Version 11.6 schließt zwei kritische, aktiv ausgenutzte Schwachstellen - eine sofortige Aktualisierung aller Big-Sur-Installationen ist daher zu empfehlen. Inzwischen liegen weitere Einzelheiten zu macOS Big Sur 11.6 vor - es gibt Änderungen in zahlreichen Bereichen, die Apple nicht dokumentiert.

Beispielsweise installiert das Betriebssystemupdate eine neue Version des Migrationsassistenten (11.6, zuvor 11.5) und aktualisiert Komponenten wie SMB, APFS, OpenDirectory, DirectoryServices, Loginwindow, Bücher-App und Spotlight. Welche Änderungen hier vorgenommen wurden, ist unklar - Apple macht dazu keinerlei Angaben.

 
macOS Big Sur
 
macOS Big Sur: Version 11.6 aktualisiert mehrere Komponenten.
Bild: Apple.

 

Vermutlich sind eine Reihe kleinerer Fehlerkorrekturen in macOS Big Sur 11.6 eingeflossen - anders ist die Aktualisierung von Komponenten, die nicht mit den behobenen Sicherheitslücken in Verbindung stehen, kaum zu erklären. Firmware-Updates enthält macOS Big Sur 11.6 nicht.

Der Big-Sur-Nachfolger macOS Monterey 12 erscheint voraussichtlich im Oktober zusammen mit den neuen Macs. macOS Big Sur wird noch bis zum Herbst 2023 mit Wartungsupdates (Behebung von Sicherheitslücken und Fehlern) versorgt.

Nachtrag (16. September): macOS Big Sur 11.6 behebt zudem Probleme beim Speichern von Dokumenten auf ExFAT-formatierten Laufwerken, wie die Entwickler der Bildbearbeitung Pixelmator mitteilten.

2. Nachtrag (16. September): Es besteht ein Kompatibilitätsproblem zwischen macOS Big Sur 11.6 und Microsoft OneDrive bei Nutzung von zwei oder mehreren Accounts. Microsoft hat inzwischen eine fehlerbereinigte Version des Programms zum Download bereitgestellt.

3. Nachtrag (24. September): Apple bestätigt: macOS Big Sur 11.6 behebt Probleme mit Scanner-Unterstützung.

4. Nachtrag (24. September): Apple: macOS Big Sur 11.6 enthält viele weitere Sicherheitskorrekturen.

5. Nachtrag (05. Oktober): Apple: macOS Big Sur 11.6 erweitert Unterstützung für Kamera-RAW-Formate.

Kommentare

Ich find's gut - noch ein größeres Update für Big Sur mit Feinschliff bevor es in die Phase mit Sicherheitsupdates geht.

Da ich nicht vor Anfang 2022 auf Monterey wechseln werde, sehe ich das positiv. Big Sur ist ein tolles OS!

Die MacOS Updates sind zu einem absoluten "Pain in the ass" geworden. Ewig langer Download, endlose Installationsschleifen. Bei meinem MBA kostet ein Update 10% Akkuleistung. Das ist eine echte Frechheit und Apple scheint nichts dagegen zu tun. Das ist totaler Murks.

Ähm, wie stellst du dir das vor? Keine Updates mehr veröffentlichen? Die benötigen halt eine gewisse Datenmenge.

Du beschwerst dich, dass Apple Updates herausbringt und das OS verbessert? Dann installier die Updates halt nicht.

Wieso ist es eine Frechheit, wenn Apple Verbesserungen und Bugfixes veröffentlicht?

Dann installier die Updates halt nicht, wenn dich das stört.

Ich sehe das wie du. Beständige Produktpflege ist das, worauf es ankommt - und hier liefert Apple. Bis zu 7 Jahre Updates für iPhone und iPad, bis zu 10 Jahre für Macs. Und wenn ein Update mal eine halbe Stunde in Anspruch nimmt - na und? Dann startet man das Update eben dann, wenn man nicht unbedingt am Rechner sitzen muss, trinkt einen Kaffee, geht einkaufen, macht ein Nickerchen etc.

Manchmal glaube ich, dass Apple machen kann was es will, einige werden immer meckern. Geht doch zu Windows oder Linux - und viel "Spaß" dort.

automatisch ist doch die Standardlösung. Am Abend vorher erlauben, wenn man es nicht dauerhaft an haben will. Fertig.

Hallo, ich kann mac.maniac nur beipflichten: Die Updates sind zwar essentiell (man kann bzw. sollte sie nicht ignorieren), andererseits aber auch unnötig gross. Hier auf dem Land mit bestehend schlechter Internetanbindung kann man in 24h ca. 1GB (!) Daten herunterladen. Von »Bandbreite« kann man da kaum sprechen -- so viel Kaffee kann ich gar nicht trinken.

Apple hat selbst schon eingesehen, dass die Updates unnötig aufgebläht sind und unbedingt. kleiner werden müssen. Hat sich leider noch nicht in der Praxis ausgewirkt...

Ich denke bzw. hoffe, dass Apple es mit macOS Monterey hinbekommt, dass die Systemupdates wieder deutlich kleiner ausfallen. Die Dateien an sich sind eher nicht das Problem, sondern "die Verpackung" der Updates - da kann Apple hoffentlich einsparen. 40, 50% weniger und alles ist doch ok.