Jubiläum: Zehn Jahre iOS-App-Store

10. Jul 2018 14:00 Uhr - Redaktion

Der iOS-App-Store feiert Geburtstag: Vor zehn Jahren, am 10. Juli 2008, hat Apple die Vertriebsplattform für iPhone-Software eröffnet. Damals umfasste das Angebot lediglich 500 Apps. Zum Vergleich: Heute sind über zwei Millionen Titel verfügbar. Wir erinnern uns: Zu Beginn lehnte Steve Jobs Drittanbieter-Apps auf dem iPhone noch vehement ab.

Der Apple-Mitbegründer führte damals unter anderem Sicherheitsbedenken als Grund für seine Haltung an. Innerhalb weniger Monate änderte Jobs dann allerdings seine Meinung – zu groß war das Potential, das in den kleinen Apps schlummerte. Die Öffnung der Plattform für Drittanbieter-Software verhalf dem iPhone letztendlich zum großen Durchbruch.

Apple knüpfte und knüpft den Verkauf von Software im iOS-App-Store jedoch an zwei Bedingungen: Erstens müssen die Apps bestimmten Richtlinien entsprechen, ansonsten werden sie nicht für den Vertrieb freigeschaltet. Die Kalifornier wollen damit für ein hohes Sicherheitsniveau sorgen und garantieren, dass Apps dem offiziellen Bedienungskonzept entsprechen und Systemfunktionen sauber implementiert sind. Zweitens: Apple behält unverändert 30 Prozent vom Kaufpreis ein, 70 Prozent gehen an die Hersteller.

iOS-App-Store

iOS-App-Store feiert zehnjähriges Bestehen.
Bild: Apple.

 

Obwohl Apple wegen dieser Regeln auch heute noch regelmäßig kritisiert wird, spricht die Erfolgsgeschichte des iOS-App-Store für sich. Über 100 Milliarden US-Dollar wurden in den letzten zehn Jahren an die Entwickler ausbezahlt. Die Gesamtzahl der Downloads soll bei mehr als 170 Milliarden liegen. Laut Apple besuchen jede Woche mehr als 500 Millionen Menschen den iOS-App-Store.

Der iOS-App-Store wurde 2008 im Zuge der Einführung von iPhone OS 2.0 (so hieß Apples Mobilbetriebssystem damals) eröffnet. Zuvor konnten nur via Web bereitgestellte Apps auf dem iPhone genutzt werden. Im April 2009 erreichte der iOS-App-Store die Marke von einer Milliarde Downloads, ein Jahr später erfolgte der Startschuss für iPad-Apps. Zehn Milliarden Downloads waren im Januar 2011 erreicht, 25 Milliarden im März 2012, 50 Milliarden im Mai 2013 und 100 Milliarden im Juni 2015. 2017 wurde der iOS-App-Store komplett überarbeitet.

"Als Apple am 10. Juli 2008 den App Store mit 500 Apps startete, löste dies ein kulturelles, soziales und wirtschaftliches Phänomen aus, das die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, spielen, sich treffen, reisen und vieles mehr veränderte. In den letzten 10 Jahren hat der App Store einen Ort für Benutzer jeden Alters geschaffen, um auf sichere Weise die besten Apps zu erhalten, die von einer lebendigen App-Economy von Entwicklern jeder Größe und aus aller Welt entwickelt werden. Heute besuchen Kunden aus 155 Ländern den App Store — und das immer häufiger, mit längerer Verweildauer und sie laden und nutzen mehr Apps als je zuvor", heißt es auf einer Sonderseite von Apple zum zehnjährigen Jubiläum.

Kommentare

Die Kritik 30% an den Vertrieb abzugeben habe ich noch nie verstanden. Egal, ob Bücher, Musik, Apps, sobald ich versuchen meinen eigenen Content an den Mensch zu bringen, habe ich erstmal eine gewaltige Hürde. Der Vertrieb war vor 30-40 Jahren der Schlüssel zum grossen Geld. Wer den hatte, hatte die Macht. Musiker bekamen von den 20 DM eines Albums etwa 1-2 Mark pro verkauftem Exemplar. Bei Büchern war es ähnlich schlecht. Und Programme selbst zu verkaufen, ist alles andere als einfach, ich weiss wovon ich rede. Der Hersteller gab schon immer 30-35% ab. War noch ein Grosshändler dazwischen, waren das über 50%

Heute kann ich ohne Hilfe mit einem Einsatz eines niedrigen 4-stelligen Betrags ein Album produzieren und kurz danach vertreiben. Verkaufe ich das, gehört mir 70% des Umsatzes. Das ist einfach super. Zu LP Zeiten hätten die Künstler für so eine Option gemordet. Wenn mein Produkt in der Fülle anderer Produkte nicht auffällt, nun daran hat sich nie was geändert, da muss man sich halt durchsetzen. Das ist auch eine altbekannte Regel