Apple kündigt neuen Mac mini mit Vierkern- und Sechskernprozessoren und bis zu 64 GB Arbeitsspeicher an

30. Okt. 2018 18:00 Uhr - Redaktion

Apple hat heute die lange erwartete neue Mac-mini-Generation vorgestellt. Sie hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Im bekannten Gehäusedesign kommen nun Vier- und Sechskernprozessoren zum Einsatz, es gibt durchgängig SSD-Laufwerke (128 GB bis zwei TB), außerdem lässt sich die kompakte Desktop-Workstation mit bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und sogar Zehn-Gigabit-Ethernet konfigurieren. Die Preise beginnen bei 899 Euro für das Basismodell mit Vierkern-Core-i3 (3,6 GHz).

Aktuelle Intel-Prozessoren mit bis zu sechs Kernen

Die 2018er Mac-mini-Baureihe wird von Intel-Prozessoren der achten Generation (Coffee Lake) mit vier oder sechs Kernen angetrieben. Gegenüber dem nur mit Dualcore-CPUs ausgestatteten Vorgängermodell bietet der neue Mac mini eine deutlich höhere Single-Core- und Multi-Core-Rechenleistung, Apple spricht von einem Performance-Zuwachs bis um den Faktor fünf.

Zur Auswahl stehen der Core i3 (vier Kerne mit 3,6 GHz, sechs MB L3-Cache, vier CPU-Threads), der Core i5 (sechs Kerne mit 3,0 GHz, via Turbo-Boost bis 4,1 GHz, neun MB L3-Cache, sechs CPU-Threads) und der Core i7 (sechs Kerne mit 3,2 GHz, via Turbo-Boost bis zu 4,6 GHz, zwölf MB L3-Cache, zwölf CPU-Threads).

 
Mac mini
 
Der 2018er Mac mini mit moderner Technik ist da.
Bild: Apple.

 

Durchgängig SSDs, bis zu 64 GB Arbeitsspeicher

Statt langsamer Festplatten oder Fusion-Drives gibt es nun serienmäßig in allen Modellen SSD-Laufwerke mit bis zu zwei TB Speicherkapazität, die bis zu viermal so schnell sind wie die optionalen SSDs des 2014er Mac mini. Apple gibt die Schreibgeschwindigkeit mit bis zu 3,4 GB pro Sekunde an.

Auch beim Arbeitsspeicher hat sich etwas getan, es werden nun bis zu 64 GB unterstützt (zuvor maximal 16 GB). Statt LPDDR3-RAM mit 1,6 GHz gibt es schnelles DDR4-RAM mit 2,66 GHz. Wichtig: Der Arbeitsspeicher lässt sich nachträglich erweitern (zwei SO-DIMM-Steckplätze; siehe Bild unten)

Moderne Schnittstellen, T2-Chip, neues thermales System

Die Schnittstellenausstattung ist zugleich zeitgemäß und reichhaltig. Der neue Mac mini verfügt über vier kombinierte Thunderbolt-3-/USB-C-Anschlüsse, einen Gigabit-Ethernet-Port, einen HDMI-2.0-Ausgang, zwei USB-A-Schnittstellen und einen Kopfhörerausgang. Optional kann der Rechner mit Zehn-Gigabit-Ethernet konfiguriert werden. Ebenfalls an Bord sind WLAN nach 802.11ac und Bluetooth 5.0.

 
Mac mini
 
Das Innenleben des neuen Mac mini: Zwei RAM-Bänke, T2-Chip.
Bild: Apple.

 

Für die Grafikdarstellung ist der Intel-Grafikchip UHD Graphics 630 zuständig, er ist um bis zu 60 Prozent schneller als die im 2014er Mac mini verwendeten GPUs HD Graphics 5000/Iris 5100. Der neue Mac mini unterstützt den gleichzeitigen Betrieb von bis zu drei Bildschirmen (zum Beispiel drei 4K-Displays bei 60 Hz). Leistungsstärkere AMD-Grafikkarten lassen sich extern via Thunderbolt 3 anschließen.

Im Mac mini kommt der T2-Chip zum Einsatz, der unter anderem einen SSD-Controller mit schneller Verschlüsselung sowie einen hochperformanten HEVC-Transcoder enthält und den Bootvorgang absichert. Das Gehäuse (jetzt in der Farbe Spacegrau; zu 100 Prozent aus recyceltem Aluminium gefertigt) verfügt über ein neu entwickeltes thermales System, um die Abwärme der Vier- und Sechskernprozessoren abzuführen. Es arbeitet laut Apple genauso leise wie das im Vorgängermodell.

 

 

Die neue Mac-mini-Generation im Überblick

Erstes Basismodell: Vierkern-Core-i3-Prozessor mit 3,6 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, SSD mit 128 GB, UHD Graphics 630, 4x Thunderbolt 3, HDMI, Ethernet. Preis: 899 Euro. Sechskern-Core-i7 (3,2 bis 4,6 GHz) für 350 Euro Aufpreis.

Zweites Basismodell: Sechskern-Core-i5-Prozessor mit 3,0 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,1 GHz), acht GB Arbeitsspeicher, SSD mit 256 GB, UHD Graphics 630, 4x Thunderbolt 3, HDMI, Ethernet. Preis: 1249 Euro. Sechskern-Core-i7 (3,2 bis 4,6 GHz) für 240 Euro Aufpreis.

Die Aufpreise für Arbeitsspeicher: 16 GB für 240 Euro, 32 GB für 720 Euro, 64 GB für 1680 Euro. Der RAM lässt sich nachträglich mit handelsüblichen Modulen erweitern. Die Aufpreise für größere SSD-Laufwerke beginnen bei 240 Euro. Der Zehn-Gigabit-Ethernet-Port kostet 120 Euro Aufpreis.

Der neue Mac mini kann ab sofort vorbestellt werden und kommt am 06. November in den Handel.

Kommentare

Wenn sich die Gehäuseabmessungen nicht ändern hat das vielleicht auch Vorteile. Andererseits muss man sich dann schon fragen, warum diese elend lamge Wartezeit? Wenigstens der RAM lässt sich selbst erweitern. Ich hätte trotzdem etwas mehr Innovationsfreudigkeit erwartet. Privat konnte ich sowieso nicht mehr warten und musste mir einen Zotac C1327 nano für Serveraufgaben kaufen. Der bietet zwei Netzwerkschnittstellen und eignet sich damit auch für eine Firewall. Hätte dem MacMini auch gut zu Gesicht gestanden. Denn die übrige Hardware wäre potent genug.

Ich bin überrascht! Sie hören wieder auf Kunden. Was ist passiert?

- 2 Stk. DIMM Steckplätze, ich hatte erwartet das es nur noch gelötete RAM haben wurde. Vielleicht haben Sie gelernt aus die Fehler der letzte 5 Jahren ;-)

- Wegen das WLAN, schade das Sie den Sprung auf das 802.11ax noch nicht gemacht haben!

- 10Gb Ehernet ist auch toll

Gérard

 

Was für ein fettes Upgrade! Nicht nur Quadcore, sogar Hexacore. Aktuelle Intel-Technik. Endlich keine lahmen Festplatten mehr. RAM wieder selbst austauschbar mit bis zu 64 GB Support. Dazu aktuelle Schnittstellen & große, schnelle SSDs. Damit hat Apple wohl fast alle Wünsche erfüllt. Schade nur, dass das es intern keine AMD-GPUs gibt, aber das geht schließlich bequem per Thunderbolt 3.

Ich werde mir einen Sechskerner holen. Das wird dann meine Primär-Workstation für die kommenden Jahre. Welche Konfiguration genau, weiß ich noch nicht. Erstmal alles sacken lassen. Auf jeden Fall ein klarer Schritt nach vorn und man muss sich fragen, warum Apple das Teil nicht schon früher auf den Markt gebracht hat. Die Preise halte ich für vertretbar. Man kann eine kleine interne SSD nehmen und ein Thunderbolt-RAID bei Bedarf dranghängen oder ein NAS - alles gar kein Problem.

Durch den immensen (!) Performance-Zuwachs prognostiziere ich eine kräftige Nachfrage mit vielen Upgrades von den 2010-2014er Modellen.

Wie heißt das Sprichwort so schön: Gut' Ding will eben Weile haben. :-)

Ich hätte für einen neuen Namen plädiert. Angesichts der hohen Rechenleistung ist der neue Mac mini so gar nicht "mini". Das Teil stellt sogar einen aktuellen iMac (max. Quadcore) in den Schatten.

Apple kann es also noch - leistungsstarke Desktops designen, die dem Nutzer viel Freiheit lassen. Unter dem Strich steht ein echtes Kraftpaket zu einem vertretbaren Preis, wenn man das Gesamtpaket betrachtet (inkl. 10 Jahre Softwareupdates).

Der Mac mini hat eine Zukunft - und das ist auch gut so. Das unveränderte Design ist vor dem Hintergrund der vorhandenen Rack-Lösungen nicht ganz unwichtig. Toller kleiner Rechenknecht!

Die größten Mankos hat Apple beseitigt. Die Preise sind etwas höher, dafür bekommt man deutlich mehr Rechenpower. Das ist okay, finde ich. Das Fehlen einer dGPU ist zu Verschmerzen, da man es den neuen eGPU Support gibt, der dem Nutzer eine breite Auswahl an Grafikkarten ermöglicht.

Hoffentlich dauert es nun nicht wieder vier Jahre, bis aktualisierte Modelle erscheinen. Ein 2-Jahresrhythmus wäre ausreichend und angemessen.

Habe noch einen Mac Mini 2011 Server in einem Sonnet Rack Gehäuse im Einsatz, in das eigentlich 2 Mac Mini passen würden - damit finde ich es super, dass das Design nicht geändert wurde. Als VEP Slave mit 64 Gig Ram wäre das eigentlich ´ne gute Lösung, aber vom Preis/Leistungsverhältnis leider nicht die beste Wahl und mir fehlt die Möglichkeit, den Mac Mini remote ein-/auszuschalten (IPMI/ILO wäre cool gewesen).

Bei den 6 Kernen würde ich aber erst einmal die Benchmarks abwarten, ob die Leistung auch wirklich dauerhaft abgerufen werden kann - der 4 Kerner von 2011 war ein einziger Fön (daher ist der bei mir auch in´s Serverrack gewandert - das Gerausche war nicht auszuhalten) und interessant wäre, inwieweit die neue Kühlung den neuen Mini ruhig stellen kann, wenn man die Leistung abruft (ich würde da nicht zu viel erwarten bei den Gehäuseabmessungen).

Trotzdem schön, dass Apple den Mini nicht hat sterben lassen - eine Option mehr.

Das ist wirklich ein monstermäßiges Upgrade. Bei aller berechtigter Kritik an Apple in letzter Zeit:

Der Hexacore mit 12 Threads ist ein absolutes Monster. Der kostet baseline 1489 € und macht selbst das schnellste MBP nass (Grund: echte Desktop-CPUs, keine Notebook-Chips!). RAM rüstet man selbst auf, als Startlaufwerk reicht die 128 GB SSD dicke und mehr Speicher extern via NAS oder Thunderbolt/USB-C. Sehr attraktiver Preispunkt für eine herausragende Rechenleistung!

Der Mac mini 2012 war toll, der Mac mini 2014 ein Rückschritt, der Mac mini 2018 ist eine geile Kiste!

- QuadCore zurück. √

- HexaCore verfügbar. √

- Desktop-class CPUs. √

- Mehr RAM, wieder selbst wechselbar. √

- Thunderbolt 3 unter Beibehaltung der Schnittstellen-Vielfalt. √

- 10GbE als Option. √

- Schnellere, größere SSDs. √

- Schnellere interne Grafik, externe GraKa als Option. √

- T2-Chip übernimmt SSD-Verschlüsselung, HEVC und andere Aufgaben (entlastet damit die CPU). √

= Ein geiler Desktop, der vielen, ja sehr vielen Anforderungen gerecht wird.

Man könnte sich an der kleinen SSD im Basismodell reiben. Aber ernsthaft: Für nen Hunderter klemme ich mir ne externe 500 GB SSD via USB-C zum Daten-Auslagern dran. Oder für 150 € ne 8 TB Festplatte per USB-A. DAS ist KEIN Thema.

NAS wird dank 10GbE RICHTIG interessant!

Schnelle RAIDs per Thunderbolt 3 ebenso möglich.

Apple hat geliefert. Wow! Die Wartezeit hat sich gelohnt.

Rechenleistung satt und eine perfekte Alternative für diejenigen, die aus verschiedensten Gründen die Displays von iMac und iMac Pro nicht möchten. Der Mac mini wird mit 10Gb Ethernet als Server noch interessanter. Bei NAS war das lahme Ethernet bislang immer der Flaschenhals.

Man könnte sich an der kleinen SSD im Basismodell reiben. Aber ernsthaft: Für nen Hunderter klemme ich mir ne externe 500 GB SSD via USB-C zum Daten-Auslagern dran. Oder für 150 € ne 8 TB Festplatte per USB-A. DAS ist KEIN Thema.

So ist es. Im Desktop-Bereich spielt das nun wirklich eine untergeordnete Rolle. Man braucht ohnehin ein weiteres Laufwerk für Backups. Das dimensioniert man einfach etwas größer (Backups + Datenauslagerung), stellt es einfach neben oder auf den Mac mini und kann es mit USB günstig beschaffen.

Preislich denke ich, dass wir im Handel das kleinste Modell bei knapp über 800 € sehen werden mittelfristig und das größere bei  ca. 1100 bis 1150 €. Da man RAM selbst erweitern kann, ein No-Brainer.

Erst einmal finde ich es sehr schön, dass es den Mac mini weiterhin gibt und er jetzt topmodern ist. Es gibt unverändert Bedarf an einem Headless Mac und Apple trägt dieser Nachfrage Rechnung.

Endlich kann ich meinen 2011er Mac mini in Rente schicken - er hat 7 Jahre gute Dienste geleistet.

Ich habe lange gewartet auf ein neues Modell des Mini und habe daher nicht lange gefackelt und heute bestellt: 6-Core, 256 GB SSD, 8 GB RAM. Ich hatte noch nie einen Mac mit mehr als 2 Cores und bin riesig gespannt auf die Performance. Wahrscheinlich muss ich den Mini auf dem Schreibtisch festbinden!

Am Preis habe ich persönlich nichts auszusetzen. Der Mini 2011 hat mich auch über 1000 € gekostet (vorhin extra die Rechnung rausgekramt). Gerechnet auf eine erwartete Nutzungsdauer von erneut ca. 6-7 Jahren kostet mich der Neue also ca. 180-200 € pro Jahr. Für mich ist das völlig okay und der Mini seinen Preis wert!

Ich freu mich!