Sieht so die Zukunft aus? Apple-Rivale Samsung zeigt faltbares Smartphone

21. Febr. 2019 16:15 Uhr - Redaktion

Im übersättigten, zuletzt an Innovationen armen Smartphone-Markt zeichnet sich der nächste Meilenstein immer deutlicher ab: Flexible Displays, die zusammenklappbare Geräte ermöglichen. Der Apple-Rivale Samsung hat nun mit dem Galaxy Fold sein erstes Next-Generation-Smartphone präsentiert. Zusammengeklappt bietet es ein 4,6-Zoll-Display, wird es aufgeklappt, wächst es auf die Größe eines kleinen Tablets (7,3 Zoll).

Angetrieben wird das Galaxy Fold von einem im Sieben-Nanometer-Verfahren gefertigten Prozessor, außerdem gibt es zwölf GB Arbeitsspeicher, 512 GB Speicherplatz, einen leistungsstarken Akku (4380 mAh Kapazität), eine Kamera mit sechs Objektiven (drei auf der Rückseite, zwei auf der Innenseite, eines auf der Vorderseite) und aktuelle Versionen der Funktechnologien LTE/5G, Bluetooth und WLAN. Auf dem Galaxy Fold läuft eine angepasste Version des Betriebssystems Android, das automatisch auf Ein- oder Ausklappen reagiert.

 

 

"Der innere Bildschirm biegt sich nicht einfach nur: Er faltet sich. Falten ist eine intuitivere Bewegung – und eine schwieriger zu realisierende Display-Innovation. Dafür hat Samsung eine neue Polymerschicht erfunden und ein Display entwickelt, das rund 50 Prozent flacher ist als ein typisches Smartphone-Display. Das neue Material macht das Galaxy Fold flexibel, widerstandsfähig und ermöglicht eine lange Lebensdauer. […]

Das Galaxy Fold öffnet sich sanft wie ein Buch und schließt sich mit einem zufriedenstellenden Klick. Um dies zu erreichen, hat Samsung ein ausgeklügeltes Scharnier mit mehreren ineinandergreifenden Zahnrädern entwickelt. Der gesamte Mechanismus ist elegant im Gehäuse versteckt", erläutert Samsung.

Massenmarkt-tauglich ist das Galaxy Fold angesichts eines Preises von knapp 2000 US-Dollar freilich nicht, es ist eher als eine Art Machbarkeitsstudie zu sehen, die einen möglichen Weg für die Entwicklung von Smartphones für das nächste Jahrzehnt weist. Ebenso denkbar sind Smartphones, die sich um das Handgelenk schmiegen - Prototypen wurden bereits gezeigt. Der Verkaufsstart des Galaxy Fold soll im zweiten Quartal 2019 erfolgen.

Ob bzw. wann Apple iPhones mit flexiblen Displays auf den Markt bringen wird, ist offen. Ein Gerücht aus dem letzten Jahr besagte, dass damit angeblich frühestens ab dem Jahr 2020 zu rechnen ist. Die Technologie der flexiblen Displays und dazugehöriger Komponenten wie Scharniere ist noch sehr jung und wird in den nächsten Jahren sicherlich noch verfeinert und weiterentwickelt werden, um beispielsweise langlebigere und dünnere Geräte zu ermöglichen. Apple dürfte erst dann ein entsprechendes Produkt ankündigen, wenn das Unternehmen die Technik als ausgereift und zuverlässig erachtet - gespickt mit dem einen oder anderen einzigartigen Feature.

Kommentare

Im Computer-Rendering sieht das Ganze super aus. Jetzt muss man mal abwarten, wie das Gerät in Natura daherkommt. Ich finde es ja geschlossen etwas zu schmal und aufgeklappt im Format etwas ungewöhnlich. Die Frage ist,, wie praktisch das im Alltagsgebrauch ist, wo ich gerne mal einheändig schnell durch Bilder, Nachrichten etc. scrolle und Texte tippe.