Notationssoftware Dorico: Version 4.0 mit nativer Apple-Silicon-Unterstützung ist da

12. Jan. 2022 17:30 Uhr - Redaktion

Steinberg hat die professionelle Notationssoftware Dorico in der Version 4.0 vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die native Apple-Silicon-Unterstützung. "Einige Editing-Operationen lassen sich mit der aktuellen Version auf Apple Silicon dadurch mehr als doppelt so schnell als auf bisherigen Intel-Macs ausführen", verspricht der Hersteller.

"Kombiniert mit der Energieeffizienz der neuen System- Architektur ermöglichen die aktuellen MacBook Air und MacBook Pro Modelle bei der Arbeit mit Dorico durch bisher nie erreichte Akkulaufzeiten eine deutlich erweiterte Mobilität", so Steinberg weiter. Außerdem gibt es nun ein neues, ID-basiertes Lizenzmanagement-System:

"Mittels Log-in über die persönliche Steinberg-ID ist die Software umgehend einsatzbereit. Dorico 4 lässt sich auf diese Weise auf bis zu drei Computern als Einzelplatzversion aktivieren – ein USB-eLicenser wird nicht benötigt", teilte das Unternehmen mit Sitz in Hamburg mit. Weitere Neuheiten sind zum Beispiel ein Key-Editor im Write-Modus, intelligenter MIDI-Import oder polyfone MIDI-Transkription:

"Mit der Einführung eines speziellen Key Editors im unteren Bereich des Write-Modus ist es nun noch einfacher die MIDI-Performance einer Partitur anzupassen. Damit Anwender nicht die Übersicht verlieren, wird die Ansicht dabei permanent synchronisiert. Das Editieren stufenloser Controller, Dynamik- und Velocity-Werte in Einklang mit dem Notensatz war noch nie einfacher. Auch das Anfertigen von Mockups oder Übungstracks geht mit Dorico 4 jetzt deutlich schneller von der Hand.

 
Dorico
 
Musik komponieren: Dorico 4 läuft native auf Apple-Silicon-Macs.
Bild: Steinberg.

 

Sämtliche MIDI-Daten eines umfangreichen Orchester-Templates in eine DAW zu übertragen kann angefangen beim sorgfältigen Kopieren und Einsetzen von einem System zum anderen, über das Entziffern einzelner Track-Bezeichnungen und dem Herausfinden welches Instrument in welcher Spielweise eingebunden werden soll, schnell mehrere Stunden beanspruchen. Über die Integration neuer und leistungsfähiger MIDI-Import- Workflows in Dorico 4, die nicht nur in der Lage sind Tracks auf intelligente Art zu interpretieren, sondern sich auch die Auswahl des Anwenders für zukünftige Importe zu merken, gehören zeitaufwändige Import-Prozeduren mit einem Schlag der Vergangenheit an.

Unabhängig davon, ob man den neuen MIDI-Import-Workflow nutzt oder Musik in Echtzeit über ein MIDI-Keyboard einspielt, ist Dorico 4 nun in der Lage Stimmen automatisch zu separieren, was sich im Vergleich zur Vorgängerversion in einer deutlich saubereren Transkription niederschlägt. Melodien, Basslinien und innere Texturen werden automatisch erfasst, sodass bereits kurz nach der Aufnahme eine fertige Partitur bereitsteht.

Die Preise beginnen bei 66,99 Euro (Version für Studenten und Lehrer), benötigt wird mindestens macOS Mojave.

Kommentare

Wenn man endlich von den unsäglichen USB-Dongles Abschied nimmt, ist das auf jeden Fall ein großer Schritt nach vorne.