LibreOffice 7.3 mit offizieller Apple-Silicon-Unterstützung erschienen

03. Febr. 2022 13:00 Uhr - Redaktion

Die Document Foundation hat die Verfügbarkeit von LibreOffice 7.3 bekanntgegeben. Der neue Versionszweig der quelloffenen Bürosoftware ergänzt offizielle native Unterstützung für Apple-Silicon-Macs und bietet Leistungsoptimierungen sowie Verbesserungen für den Im- und Export von Microsoft-Office-Dokumenten.

LibreOffice 7.3 setzt mindestens macOS Sierra voraus, ist mit macOS Monterey 12 kompatibel und steht in zwei Ausführungen für Intel- und Apple-Silicon-Macs zum Download bereit. Das deutsche Sprachpaket muss wie gewohnt separat heruntergeladen und installiert werden. Die native Apple-Silicon-Unterstützung wurde erstmals mit Version 7.2 eingeführt, galt aber bis zur Veröffentlichung von LibreOffice 7.3 als experimentell.

Produktiv genutzte Systeme, bei denen es tagtäglich auf hohe Zuverlässigkeit ankommt, sollten laut der Document Foundation noch eine Weile bei der vorherigen Versionsreihe 7.2.x verbleiben, bis ein oder zwei Wartungsupdates für LibreOffice 7.3 erschienen sind. Die Entwickler über die Neuerungen in LibreOffice 7.3:

"Verbesserungen der Import/Export-Filter: DOC (stark verbesserter Import von Listen/Nummern); DOCX (stark verbesserter Import von Listen/Nummern; Hyperlinks, die an Formen assoziiert sind, werden jetzt mit importiert/exportiert; eine Korrektur des Verhaltens zur Berechtigung der Bearbeitung; Nachverfolgung der Änderung des Absatzstils); XLSX (verringerte Zeilenhöhe für Office XLSX-Dateien; wiederholter angewendeter Zelleinzug mit jedem Speichern; Korrektur des Verhaltens zur Berechtigung der Bearbeitung; verbesserte Unterstützung von XLSX-Diagrammen); und PPTX (korrigierte Interaktionen und Hyperlinks auf Bildern; Korrektur des Imports/Exports von PPTX-Folienfußzeilen; Korrektur von Hyperlinks auf Bildern und Formen; transparenter Schatten für Tabellen).

 
LibreOffice 7.3
 
LibreOffice 7.3 steht zum Download bereit.
Bild: Document Foundation.

 

Leistungsverbesserungen beim Öffnen großer DOCX- und XLSX/XLSM-Dateien, verbesserte Rendering-Geschwindigkeit einiger komplexer Dokumente und sowie bei Verwendung des mit LibreOffice 7.1 eingeführten Skia-Backends. Neue Verwaltung von Änderungsverfolgung in Tabellen und verschobenem Text, die sich positiv auf die Interoperabilität mit Microsoft Office-Dokumenten auswirken.

Diese ScriptForge-Bibliotheken, die die Entwicklung von Makros vereinfachen, wurden außerdem erweitert um einen neuen Dienst zur Definition von Diagramm-Eigenschaften, die in Calc-Sheets gespeichert sind, einen neuen Popup-Menu-Dienst zur Definition des Menüs, das nach einem Mausereignis angezeigt werden soll, einen Dienst mit umfangreichen Optionen zur Druckerverwaltung mit einer Liste von Schriftarten und Druckern, sowie einer Funktion zum Export von Dokumenten in PDF mit vollständiger Verwaltung der PDF-Optionen. Alle von der ScriptForge-Bibliothek bereit gestellten Dienste sind in identischer Syntax und mit gleichem Verhalten für Python und Basic verfügbar."

In dem Open-Source-Softwarepaket sind Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsmodul, Datenbank, Zeichenprogramm und Formeleditor enthalten. Zur Nutzung der Datenbank wird zusätzlich Java benötigt. LibreOffice ermöglicht das Öffnen und Speichern von Dokumenten in den Formaten von Microsoft Office.

Ein weiterer Vorteil von LibreOffice: Es können alte Dateiformate wie ClarisWorks, Claris Resolve, AppleWorks, MacWorks, MacPaint, MacDraw, QuarkXPress 3/4, Freehand (3-11), RagTime 2/3 oder Microsoft Publisher geöffnet werden. Über die unterstützten Formate informiert die Document Foundation in einem Support-Artikel.

Kommentare

Nach dem Update auf die neueste Version von LibreOffice druckt mein Canon nur noch leere Seiten. Ich habe die aktuelle macOS Version Monterey. Jemand eine Idee oder einen Vorschlag, woran das liegen kann? Danke.