Tipp: macOS-Lexikon mit Plug-ins erweitern

07. Jan. 2026 12:00 Uhr - Redaktion

Das Lexikon gehört zu den eher weniger beachteten Programmen, die mit macOS geliefert werden. Was natürlich auch daran liegt, dass viele Anwender zuerst auf eine Suchmaschine oder Web-Dienste wie Wikipedia, Wiktionary oder Duden zurückgreifen, um etwas nachzuschlagen. Dabei hat das Lexikon durchaus Vorteile: Die Anwendung ist schlank, schnell und optimal in macOS integriert, benötigt deutlich weniger Arbeitsspeicher als viele parallel geöffnete Browser-Tabs und lässt sich durch Plug-ins erweitern.

Das Lexikon lässt sich in Kurzbefehle- und Automator-Workflows einbinden, ist in Spotlight und über die "Nachschlagen"-Funktion in anderen Programmen integriert und unterstützt Tabs, was das Arbeiten übersichtlicher macht. Standardmäßig sind im macOS-Lexikon die folgenden Referenzquellen aktiviert:

• Duden-Wissensnetz deutsche Sprache
• Oxford German Dictionary (Englisch-Deutsch)
• Apple-Lexikon
• Wikipedia (mehrere Sprachen gleichzeitig aktivierbar)

Über die Einstellungen können weitere Quellen eingeschaltet werden, darunter Oxford Dictionary of English, Oxford Thesaurus of English oder PONS Großwörterbuch Französisch-Deutsch/Deutsch-Französisch. Die Reihenfolge der Referenzquellen lässt sich frei festlegen. Noch mächtiger wird das Lexikon durch Plug-ins, wie sie beispielsweise der Entwickler Wolfgang Kreutz anbietet.

 
macOS-Lexikon
 
macOS-Lexikon: Tiefe Systemintegration, per Plug-ins erweiterbar.
Bild: Apple.

 

Es handelt sich dabei um das Synonym-Wörterbuch OpenThesaurus und das Wörterbuch BeoLingus Deutsch-Englisch. Beide Plug-ins (lauffähig jeweils ab OS X El Capitan 10.11) sind in dieser Woche in neuen Versionen erschienen, die den Datenbestand erhöhen (OpenThesaurus auf 176.049 Einträge und BeoLingus Deutsch-Englisch auf 940.177 Einträge) und mit macOS Tahoe 26 kompatibel sind.

Eine Liste weiterer Plug-ins für das Lexikon hat Kreutz auf dieser Web-Seite zusammengestellt. Allerdings gibt es nur wenige Plug-ins, die halbwegs aktuell gehalten werden, wie zum Beispiel ein lateinisches Wörterbuch basierend auf dem Perseus-Projekt und ein Japanisch-Deutsch-Wörterbuch. macOS Tahoe 26 bietet gegenüber macOS Sequoia 15 übrigens neun weitere Lexika, die sich über das Programm herunterladen lassen.

Die Bedienung des Lexikons erklärt Apple im offiziellen Benutzerhandbuch, außerdem hat Kreutz diverse Tipps für das Lexikon zusammengetragen.

Fazit: Das macOS-Lexikon hat, wie eingangs erwähnt, mehrere Vorteile gegenüber der Suche im Browser und kann zudem - bezogen auf die meisten Wörterbücher - auch offline genutzt werden. Wer sich etwas in das Lexikon einarbeitet und es um das eine oder andere Plug-in erweitert, erhält einen praktischen Helfer, der systemweit zur Verfügung steht.