macOS: Apple testet überarbeiteten Mechanismus für Notfall-Sicherheitsupdates

08. Jan. 2026 13:00 Uhr - Redaktion

Im Jahr 2022 hat Apple mit macOS Ventura 13 einen Mechanismus für Notfall-Sicherheitsupdates eingeführt. Mit Rapid Security Response bezeichnet der Hersteller schnelle Sicherheitsaktualisierungen mit geringem Dateiumfang, die zwischen normalen Betriebssystemupdates ausgeliefert werden, beispielsweise für den Web-Browser Safari oder die Render-Engine WebKit. Im Herbst 2025 hat Apple mit macOS Tahoe 26.1 den Mechanismus überarbeitet und nun zu Jahresbeginn - im Rahmen des Betatests von macOS 26.3 - ein ersten Testdurchlauf gestartet.

Der überarbeitete Mechanismus hört auf den Namen "Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen" und ist in den Systemeinstellungen unter Datenschutz & Sicherheit (ganz nach unten scrollen) zu finden. Standardmäßig ist die mit macOS Tahoe 26.1 eingeführte Option aktiviert.

Für Entwickler und Anwender, die am Betatest von macOS 26.3 teilnehmen, hat Apple über den neuen Mechanismus in dieser Woche macOS 26.3 (a) bereitgestellt. "Diese Hintergrundsicherheitsverbesserung dient ausschließlich zu Testzwecken und enthält keine Sicherheitskorrekturen", heißt es im Beipackzettel. Der Hersteller testet damit, ob der Mechanismus einwandfrei funktioniert.

 
macOS 26
 
macOS Tahoe 26 enthält überarbeiteten Mechanismus für Notfall-Sicherheitsupdates.
Bild: Apple.

 

Wie oft Apple den überarbeiteten Mechanismus für Notfall-Sicherheitsupdates einsetzen wird, bleibt indes abzuwarten. Der Vorgänger Rapid Security Response kam nur wenige Male zur Anwendung. In einem Fall musste Apple ein Notfall-Sicherheitsupdate für WebKit wegen eines Fehlers zurückziehen und wenige Tage später erneut bereitstellen.

Apple hat ein Support-Dokument bereitgestellt, das nähere Informationen zu dem Update-Mechanismus liefert: "Die Funktion 'Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen' bietet kleinere Sicherheitsreleases für Komponenten wie den Safari-Browser, den WebKit-Framework-Stack und andere Systembibliotheken, die von kleineren und kontinuierlichen Sicherheitspatches zwischen Softwareupdates profitieren.

Wenn in seltenen Fällen Kompatibilitätsprobleme auftreten, kann die Funktion 'Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen' vorübergehend entfernt und dann in einem nachfolgenden Softwareupdate verbessert werden.

Die Funktion 'Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen' wird für zukünftige Versionen ab iOS 26.1, iPadOS 26.1 und macOS 26.1 unterstützt und aktiviert. Allgemeine Informationen werden nach jedem Release auf der Apple Support-Website veröffentlicht, zusammen mit CVE-Details, sofern vorhanden."

Nicht zu verwechseln ist "Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen" mit dem Mechanismus für XProtect-Aktualisierungen (Systemeinstellungen => Allgemein => Softwareupdate). Letzterer wird von Apple als "Updates für die Sicherheitskonfigurationen und Systemdatendateien" beschrieben. Auch dazu gibt es einen Support-Artikel namens "Informationen zu Hintergrundupdates in macOS".