Ein Kurztipp zum Wochenende: Hin und wieder kann es erforderlich sein, standardmäßig ausgeblendete Dateien im Finder darzustellen. Beispielsweise um unsichtbare Caches und temporäre Dateien oder andere von Dritthersteller-Programmen versteckt angelegte Daten und Ordner sichtbar zu machen und gegebenenfalls zu löschen. Ein Ausflug ins Terminal oder der Umweg über ein Tool sind dabei nicht erforderlich, macOS bietet dies mit Bordmitteln an.
Mit der Tastenkombination Shift-Cmd-Punkt (Umschalt-Befehl-Punkt) lässt sich im Finder die Darstellung unsichtbarer Dateien ein- und ausschalten. Wer dieses Tastenkürzel beispielsweise im Home-Verzeichnis anwendet, entdeckt mitunter so manchen Datenmüll von Anwendungen, die längst nicht mehr genutzt oder bereits entfernt wurden.

Bild: Apple.
Zwar gibt es kostenfreie Utilities wie AppCleaner und Onyx, die Programme mitsamt dazugehörigen Dateien und Ordner löschen können. Doch diese Routinen übersehen ab und an Daten, beispielsweise wenn unübliche Speicherorte genutzt werden. Daten, die auf dem Mac verbleiben und unter Umständen viel Speicherplatz belegen können.
Grundsätzlich ist dabei viel Vorsicht geboten: Es sollten nur dann unsichtbare Dateien und Ordner gelöscht werden, wenn diese durch den Namen eindeutig zugeordnet werden können. Generell sollte vor jeglichen Aufräumarbeiten im System ein vollständiges Backup angelegt werden - für den Fall der Fälle. Mindestens sollte vorher Time Machine einmal durchgelaufen sein, um gegebenfalls gelöschte Dateien wiederherstellen zu können. Und: In Verzeichnissen wie /Library sollten Nutzer nur dann Hand anlegen, wenn sie wissen, was sie tun.
