Apple steigert Gewinn und Umsatz, übertrifft Analysten-Erwartungen

02. Mai 2018 10:45 Uhr - Redaktion

Apple hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres eine 16prozentige Umsatz- und eine 30prozentige Gewinnsteigerung erzielt. Mit Einnahmen in Höhe von 61,1 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 2,73 US-Dollar je Aktie übertrafen die Kalifornier die Erwartungen der Börsianer von 60,8 Milliarden US-Dollar beim Umsatz und von 2,68 US-Dollar beim Gewinn leicht. Das Geschäft mit iPhone, Dienstleistungen und Zubehör brummt.

Apple konnte im letzten Quartal weltweit 52,2 Millionen iPhones verkaufen, dies entspricht einem Zuwachs um drei Prozent und lag im Bereich der Analysten-Erwartungen. Der mit dem iPhone erzielte Umsatz legte sogar um 14 Prozent zu (auf 38 Milliarden US-Dollar), wofür maßgeblich das Spitzenmodell verantwortlich ist. Laut Apple sei das iPhone X in jeder Woche des Quartals das bestverkaufte iPhone gewesen.

Mit Macs erzielte Apple einen Umsatz von 5,85 Milliarden US-Dollar (keine Änderung gegenüber Vorjahresquartal), der Absatz knickte leicht um drei Prozent auf 4,08 Millionen Geräte ein. Die installierte Mac-Basis wuchs laut Apple im vergangenen Quartal im zweistelligen Bereich, da knapp 60 Prozent der verkauften Macs an neue User gingen.

 
iPhone X
 
iPhone X: Bestverkauftes Modell im letzten Quartal.
Foto: Apple.

 

Das Geschäft mit Dienstleistungen (plus 31 Prozent auf 9,2 Milliarden US-Dollar), darunter App-Stores, iTunes-Store, Apple Pay und Apple Music, sowie "Sonstige Produkte" wie Apple TV, Apple Watch, AirPods, HomePod und Beats-Kopfhörer (plus 38 Prozent auf 3,95 Milliarden US-Dollar) läuft weiterhin blendend.

Außerdem verkaufte Apple 9,1 Millionen Tablets (plus zwei Prozent) und setzte damit 4,1 Milliarden US-Dollar (plus sechs Prozent) um. Verkaufszahlen zum HomePod, der seit Februar in Australien, Großbritannien und den USA erhältlich ist, nannte der Konzern nicht.

Für das dritte Quartal hat Apple eine Umsatzprognose von 51,5 bis 53,5 Milliarden US-Dollar abgegeben – sie liegt über den Erwartungen der Analysten. Die Anleger bewerten Apples jüngste Quartalszahlen positiv – im frühen Handel legte die Apple-Aktie um über drei Prozent zu.

Das zweite Quartal des Apple-Geschäftsjahres 2018 begann am 31. Dezember 2017 und wurde am 31. März 2018 abgeschlossen. Apples Geschäftsjahre weichen traditionell vom Kalenderjahr ab.

Kommentare

ideale Bedingungen: "Totengräber" im Forum aktiv, Analysten negativ (lagen die letzen Jahre immer falsch), kurze Zeit Apple Store beobachten und gemischten Laden (X vs Galaxy 9), erkennt man recht schnell, ganz so schlecht ist es nicht. Ein positiver Gewinn in Folge übertroffener Börsenerwartungen wird dieses Mal besonders leicht möglich sein. Immer das alte Spiel.

Also alleine in dem Quartal 2.448.000 Windows-Flüchtlinge oder absolute Neueinsteiger? Wie ermittelt Apple diese Zahl? Neue Apple-IDs? Verkaufsgespräche in den Stores? Rückmeldung des Migrationsassistenten? Speziell Letzteres fände ich aus Gründen des Datenschutzes äußerst bedenklich.

Weniger als 10% des Gesamtumsatzes mit dem Mac... Dienstleistungen und Trallala lasse ich mal außen vor. Das spricht leider eine deutliche Sprache, was den Stellenwert innerhalb des Unternehmens betrifft. Daher: lieber Heute als Morgen ausgliedern, bevor ein Großaktionär auf den Gedanken kommt, die Sparte abzustoßen...

Auslagern wäre wohl keine schlaue Idee . Der Mac alleine war und ist wohl nie überlebensfähig, nur im Gsamtkonzept. Windowsflüchtlinge auch nicht unbedingt- da viele Firmenkunden Macs mit Windows benutzen - wg des günstigen Unterhalts - jawohl langfristig das billigste, was man zur Zeit kaufen kann. Mac-Nutzer ist nochmal etwas anderes als die aktuellen Verkaufszahlen, da die Geräte lange genutzt werden. 

Daher: lieber Heute als Morgen ausgliedern, bevor ein Großaktionär auf den Gedanken kommt, die Sparte abzustoßen...

Wie stösst ein Grossaktionär eine Sparte bei Apple ab, für mich Blonden macht das immer noch Apple selbst und sonst niemand?

Die Mehrnutzer würde ich an Apple IDs festmachen. Klar, ich könnte noch eine zweite oder dritte aufmachen, scheint mir aber nicht eine relevante Grösse

Raider heisst jetzt Twix und gaffer heisst jetzt tai

Auch interessant, an dem geringen Desktop-Anteil im weiteren Pro-Segment der Macnutzung, sieht man in der virtuell Welt, denselben Trend wie vor Jahren in anderen Branchen. Die Lager wurden abgeschafft und auf die Straße verlegt. Heimarbeitsplätze, Wolkenapps gepaart mit leistungsstarken Laptops sparen teuren Büroraum in den Ballungszentren.  Ob ihnen zu dem o.1% Mac Pro noch etwas einfällt, wird man sehen. Als solcher ist er kaum zu retten. Ich denke, dieses Mal haben sie so viel preisgegeben, wie noch nie..

Mac-Sparte ausgliedern halte ich für Unsinn. Der Erfolg von iOS und macOS Hardware liegt u.a. an der guten engen Verzahnung. Bei uns in der Agentur haben 90% der Mitarbeiter iPhones. Aber nur deshalb, weil sie beruflich mit Macs arbeiten. Kaum einer würde die überteuerten iPhones kaufen, wenn die Android-Geräte genauso nahtlos kooperieren würden.

Möglicherweise finanziert die iOS-Sparte  mittlerweile auch die Mac-Sparte mit. Letztere könnte ziemlich schnell pleite sein, wenn der Entwicklungsaufwand allein gestemmt werden müsste. Außerdem würde die Integration beider Systemwelten leiden.

Dafür gibt es auch ein gutes Beispiel: Sony hätte als kombinierter Anbieter von IT, Mobilfunkgeräten, Unterhaltungselektronik, Games, Musik und Filmen eigentlich viel erfolgreicher als Apple werden können. Die einzelnen Divisionen waren sich aber so spinnefeind, das nur Apple das geschafft hat, womit sie heute Milliarden scheffeln: Hardware, Software und Medien aus einer Hand anbieten.