Neue MacBook-Pro-Generation: Erste Benchmarks belegen deutlichen Performance-Zuwachs

16. Jul 2018 11:30 Uhr - Redaktion

In der 2018er MacBook-Pro-Baureihe kommen allerneueste Intel-Prozessoren zum Einsatz, die seit dem zweiten Quartal ausgeliefert werden. Sie entstammen der "Coffee Lake"-Architektur (achte Generation) und sorgen durch zusätzliche Kerne für ein deutliches Leistungsplus im Vergleich zur Vorgängerserie – dies belegen erste Benchmark-Ergebnisse. Es handelt sich dabei um den größten Performance-Zuwachs beim MacBook Pro seit dem Jahr 2011, als Apple einen Vierkernprozessor eingeführt hat.

Beginnen wir mit dem neuen Flaggschiff, dem mit sechs Kernen ausgestatteten Core i9, der zwischen 2,9 und 4,8 GHz taktet. Er erreicht in der Benchmark-Software Geekbench einen Single-Core-Wert von rund 5300 und eine Multi-Core-Punktzahl von ca. 22.400. Zur Einordnung: Das schnellste Modell der 2017er MacBook-Pro-Generation (Vierkern-Core i7, 3,1 bis 4,1 GHz) kommt auf Werte von 4600 bzw. 15.500.

 
MacBook Pro

 

Die Multi-Core-Performance der 15,4-Zoll-Modelle.
Bild: Primate Labs.

 

Aber auch die anderen beiden Sechskernvarianten (Core i7 mit Basistaktungen von 2,2 und 2,6 GHz) können sich sehen lassen, sie erzielen bei der Multi-Core-Rechenleistung ebenfalls Werte von mehr als 20.000. Die Sechskerner arbeiten mit zwölf CPU-Threads und sind mit bis zu zwölf MB Cache ausgestattet. Insgesamt liegt der Performance-Zuwachs gegenüber den 15,4-Zoll-Modellen von 2017 zwischen zwölf und 15 Prozent (Single-Core) und 39 bis 46 Prozent (Multi-Core).

Die Grafikchips der neuen 15,4-Zoll-Modelle – die Modelle Radeon Pro 555X und Radeon Pro 560X mit jeweils vier GB GDDR5-Speicher - sind rund 30 Prozent schneller als die Vorgänger Radeon Pro 555 und Radeon Pro 560. Dies wird durch interne Optimierungen sowie durch höhere Taktraten erreicht.

 
MacBook Pro

 

Die Multi-Core-Performance der 13,3-Zoll-Modelle.
Bild: Primate Labs.

 

Die neuen 13,3-Zoll-Konfigurationen verfügen nun über vier statt zwei CPU-Kerne (acht Threads). Das Spitzenmodell (Core i7 mit 2,7 bis 4,5 GHz) erreicht eine Single-Core-Punktzahl von ca. 5100 und eine Multi-Core-Wertung von ca. 17.500. Insgesamt beträgt das Leistungsplus gegenüber den 13,3-Zoll-Ausführungen der 2017er Reihe zwischen drei und elf Prozent (Single-Core) sowie zwischen 81 und 86 Prozent (Multi-Core).

Fazit: Die neue MacBook-Pro-Generation bietet allein durch den großen Zuwachs an Rechenleistung einen ordentlichen Kaufanreiz. Zusammen mit den anderen Neuerungen wie bis zu 32 GB Arbeitsspeicher, der True-Tone-Technik und größeren SSD-Laufwerken sowie einer verbesserten, offenbar weniger fehleranfälligen Tastatur ist die 2018er Baureihe eines der bedeutendsten Upgrades der Produktlinie der letzten Jahre.

Wer sich an den von Apple aufgerufenen Preisen reibt, sollte warten, bis eine breite Verfügbarkeit der neuen Hardware im Fachhandel gegeben ist. Dann sinken erfahrungsgemäß die Preise und gegenüber dem Kauf direkt bei Apple lassen sich bei anderen Händlern mehrere Hundert Euro sparen.

Kommentare

Jetzt bitte das Motherboard vom 13" MBP noch beim Mac mini einbauen. ;-)

Ist ein 6-Kern-Prozessor auch im iMac denkbar? Oder kommt das Gerät dann zu nah an den iMac Pro ran?

Da die Wärme deutlich besser im iMac kontrollierbar ist, geht alles, was im Klapprechner geht und noch ein bisschen mehr. 18 Kerne dürfte eine sportliche Herausforderung für ein MBP sein.

Hexacore zumindest als Option im normalen iMac kann ich mir daher sehr gut vorstellen.

Das wäre dann ein Core i7/i9 und nicht wirklich eine Konkurrenz zum Xeon des iMac Pro. Der Xeon ist ein Biest.

Da ein namhafter Gerüchtekoch (Kuo) doch vor Kurzem tatsächlich den Mac mini erwähnt hat, ist auch hier eine Quadcore-Option denkbar. Das würde viele User freuen.

Beim 2019er Mac Pro erwarte ich bis zu 30+ Kerne. Doppel-Xeons oder so.