Apple: macOS Monterey 12 ab sofort erhältlich - Produktivsysteme noch nicht umstellen!

26. Okt. 2021 00:01 Uhr - Redaktion

Startschuss für macOS Monterey: Apple hat die neue Systemversion (12.0.1; Build 21A559) in finaler Form für Intel- und Apple-Silicon-Macs zum Download bereitgestellt. MacGadget empfiehlt wie immer: Produktiv genutzte Macs sollten noch nicht sofort auf macOS Monterey umgestellt werden. Warten Sie noch eine Weile ab (zum Beispiel bis zur Version 12.2 oder 12.3), bis das neue System ausgereifter ist und Hard- und Software von Drittherstellern umfassend angepasst wurde. Sie minimieren dadurch die Risiken, die mit einer Systemaktualisierung unweigerlich einhergehen.

Zu den wichtigsten Neuerungen von macOS Monterey 12 (Download via Mac-App-Store oder Softwareaktualisierung in den Systemeinstellungen) gehören ein Energiesparmodus für mobile Macs zur Verlängerung der Akkulaufzeit (reduziert unter anderem die Taktrate), erweiterte AirPlay-Unterstützung (AirPlay-Wiedergabe von iPhone und iPad auf dem Mac, Mac als AirPlay-2-Lautsprecher, Target-Display-Modus), die von iOS/iPadOS bekannte Kurzbefehle-App zur Automatisierung, Datenschutzfunktionen im Mail-Client (Blockierung von Tracking-Pixeln, Erstellung zufälliger iCloud-Mailadressen), eine Stimmisolation in FaceTime (reduziert Hintergrundgeräusche), die OCR-Funktion Live Text (erkennt automatisch Text in Bildern mit der Möglichkeit, diesen zu kopieren), eine Passwortverwaltung in den Systemeinstellungen, Schnellnotizen, 3D-Audio für AirPods Pro/Max und Tab-Gruppen in Safari.

 
macOS Monterey
 
macOS Monterey 12 ist jetzt für alle Anwender verfügbar.
Bild: Apple.

 

Die neue Systemversion läuft auf folgenden Macs:

• MacBook Air ab Baureihe Anfang 2015.
• MacBook Pro ab Baureihe Anfang 2015.
• Mac mini ab Baureihe Ende 2014.
• iMacs ab Baureihe Ende 2015.
• Mac Pro ab Baureihe Ende 2013.
• iMac Pro.
• MacBook ab Baureihe Anfang 2016.

Die Unterstützung für das 2013er und 2014er MacBook Air, das 2013er und 2014er MacBook Pro, 2014er iMacs und das 2015er MacBook wird eingestellt. Diese Rechner verbleiben bei macOS Big Sur, das noch bis zum Herbst 2023 mit Sicherheits- und Safari-Updates versorgt wird (und anschließend noch längere Zeit mit aktualisierten Definitionen für die Schadsoftware-Erkennung XProtect und MRT).

Einige der für Monterey versprochene Neuerungen verspäten sich und werden im Laufe der nächsten Monate (mit den Versionen 12.1, 12.2 usw.) nachgereicht. Dazu gehört die Universal-Control-Funktion ("Nahtlose Steuerung"), mit der sich eine Maus, eine Tastatur oder ein Trackpad mit mehreren Macs und iPads verwenden lässt. Aber auch SharePlay und verschiedene Neuerungen in der Fotos-App sind zu Beginn noch nicht verfügbar.

macOS Monterey 12 enthält die Version 15.1 des Web-Browsers Safari, die nach heftiger Nutzerkritik das bewährte Tab-Design von Safari 14 wiederherstellt. Für das 16,2-Zoll-MacBook-Pro mit M1-Max-Prozessor gibt es einen speziellen Hochleistungsmodus.

MacGadget rät: Produktiv genutzte Macs, bei denen es tagtäglich auf hohe Zuverlässigkeit ankommt, sollten noch nicht sofort mit Monterey bestückt werden. Es empfiehlt sich, zwei bis drei größere Aktualisierungen (Version 12.2 oder 12.3) abzuwarten, d. h. bis Anfang oder Frühjahr 2022. In dieser Zeit kann Apple die unvermeidbaren Kinderkrankheiten beheben, fehlende Funktionen nachreichen und Feinschliff leisten. Außerdem brauchen wie üblich auch die vielen Hersteller von Hard- und Software mehrere Wochen Zeit für ihre Anpassungen an eine neue macOS-Systemversion. Wer wartet, geht potentiellem Ärger aus dem Weg und wird mit einem gereifteren System belohnt.

Da macOS Catalina und macOS Big Sur von Apple weiterhin mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt werden, besteht keine dringende Notwendigkeit, sofort auf macOS Monterey zu wechseln. In jedem Fall gilt: Wer den Sprung auf die neue Systemversion wagt (egal ob jetzt oder erst später, wie von uns empfohlen), sollte zuvor eine vollständige Datensicherung durchführen, um bei Problemen eine Wiederherstellung basierend auf dem vorherigen Stand vornehmen zu können. Wer auf der sicheren Seite sein will, fährt zweigleisig und legt Backups sowohl als bootfähige Kopie des Startlaufwerks (via Carbon Copy Cloner oder SuperDuper) als auch via Time Machine an. Wer Monterey antesten möchte, kann einen nicht für die Arbeit benötigten Zweit- oder Dritt-Mac oder ein externes SSD-Laufwerk nutzen.

Nach der nun erfolgten Markteinführung von macOS Monterey wird zeitnah der Betatest der Version 12.1 beginnen. Mit macOS Monterey 12.1 - inklusive SharePlay und/oder Universal Control - ist für den Zeitraum Ende November bis Mitte Dezember zu rechnen. Ob zuvor ein kleineres Wartungsupdate (Version 12.0.2) mit verschiedenen Problembehebungen erscheinen wird, bleibt abzuwarten. Im Januar dürfte es dann mit Version 12.2 weitergehen, gefolgt von Version 12.3 im Laufe des Frühjahrs.

Ergänzungen:

Administrierte Macs: Die Neuerungen in Monterey

Nach Markteinführung von macOS Monterey: Vorgänger Big Sur weiterhin erhältlich - ebenso ältere Versionen

macOS Monterey 12: Diese Funktionen benötigen einen Apple-Silicon-Prozessor

Apple informiert über geschlossene Sicherheitslücken in macOS Monterey 12, macOS Big Sur 11.6.1 und iOS/iPadOS 15.1

Kommentare

2 Rechner + 2 iPhones innerhalb  einer Stunde auf den neuesten Stand gebracht, alles läuft problemlos. Bis jetzt...

TMH

Frage – seit macOS 12 kann ich mich nicht mehr mit der Apple ID anmelden.Fehler: „beim verbinden mit der Apple-ID-Server ist ein Fehler aufgetreten“ Hat da noch jemand dieses Problem? Habe es schon mit 3 vers. Apple ID versucht -immer gleicher Fehler

Ich habe gestern auf meinem Mac mini 2018 zuerst macOS Update 11.6.1 installiert und danach wurde mir macOS 12.01 zum Download angeboten. 

Es ist die Installation von 11.6.1 erforderlich um danach macOS 12.01 zu installieren. Eine direkte Installation von macOS Monterey geht nicht.

Installationsdauer für macOS 12.01 mit Download ungefähr eine Stunde. Bis jetzt läuft alles wie unter Big Sur auch.

 

Habe drei iPhones (XR, 7 und 11 Pro Max) und iPad Pro 2020 installiert ohne Probleme.

Danach MBA Mid 2012 Update für Catalina, dann MBP M1 Big Sur 11.6.1 und danach macOS Monterey installiert - auch ohne Probleme. Danach noch Mac mini 2108 problemlos das gleiche: Installation 11.6.1 und danach macOS 12.01 installiert - läuft ohne Probleme bisher.

Ich habe recht zeitnah meine Geräte aktualisiert - alles verlief ohne Probleme.

Und selbst auf meinem "Produktivsystem". Hab die Hauptanwendungen getestet und bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Probleme feststellen können. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass das System wieder etwas flüssiger läuft.

Ich kann nicht so ganz die permanenten Warnungen hier nachvollziehen bzw. die Empfehlung auf v12.2 oder 12.3 zu warten.

[Anmerkung der Redaktion: Was Sie nicht verstehen wollen, ist im Grunde ganz einfach: Unsere Warnung richtet sich an User, die mit ihren Macs Geld verdienen. Hier geht um Systeme mit vielen Hard- und Software-Komponenten von Drittherstellern, bei denen es tagtäglich auf 100%ige Zuverlässigkeit ankommt. High-End-Anwendungen mit Plug-ins und Add-ons, die sich untereinander nicht beißen dürfen, Geräte mit Treibern, die wiederum mit anderer Peripherie funktionieren muss. Das kann alles am Tag 1 schon klappen - erfahrungsgemäß tut es das aber allermeistens nicht, weil bei den zigtausenden Individualkonfigurationen und den heutigen hochkomplexen Systemen nicht alle Probleme schon im Vorfeld entdeckt und korrigiert werden können. Es dauert Wochen, zum Teil Monate, bis alles zu 100% gewährleistet ist. Daher werden wir weiterhin bei neuen OS-Releases auf diesen Umstand hinweisen und bitten, von derartigen Kommentaren künftig abzusehen. Mit freundlichen Grüßen]

@clausimausi & @Redaktion: Da diese Diskussion immer wieder aufkommt und ich die "MacGadget rät"- und die vorstehende Anmerkung in Gänze eigentlich erschöpfende Erläuterungen finde, wie wäre es damit, beide in einen statischen Artikel zusammenzuführen und einen Link darauf am Fuß aller OS-Update-Artikel in einer farblich hinterlegten Infobox einzubinden?
Das hielte die Artikel kürzer, würde aber dennoch prominent auf Warnungen und Konsequenzen hinweisen.

@clausimausi: Beide Haltungen sind (mir) verständlich. Es bleibt aber doch jedem selbst überlassen, ob man die Warnung der Redaktion befolgen möchte oder nicht, also stellt sie an und für sich doch auch kein Problem dar? 

Als einer der o.g. Benutzer kann ich deren Sinnhaftigkeit jedenfalls vollauf bestätigen.

Aufgrund eines Rechnerwechsels war ich letzten Monat gezwungen, alles einmal neu aufzusetzen und habe im Zug der Installation viel Ballast an nicht mehr benötigter Software abgeworfen. Der Rechner ist somit rundum auf neuestem Stand und da war es aus meiner Sicht diesmal nicht riskant, upzudaten. Ansonsten bin ich -genau wie es hier immer wieder angemerkt wird - lieber vorsichtig und starte nicht gleich durch. Ich verdiene Geld mit meiner Kiste, da werde ich mir nicht noch Steine in Form von unvorsichtigen Updates in den Weg legen. Die Warnungen hier sind immens wichtig und sollten auf jeden Fall beachtet werden. Wie eingangs erwähnt, diesmal war ich mir sicher. PS: Backups, Backups....immer.

 

Ich verstehe das wohl sehr gut. Bitte mir das Wort im Musen herumdrehen!

Es ging mir einfach darum, dass bei jedem Artikel zum neuen MacOS dieser Hinweis auftaucht. Und bei diesem hier gleich mehrfach - in der Überschrift und mehrfach ausführlich im Artikel selbst. Aus meiner Sicht ist das übertrieben. Es reichen ein Hinweis. Denn, wie ein anderer Kommentator schrieb, ist es Letztendes die Entscheidung der Person, die vor dem Computer sitzt.

[Anmerkung der Redaktion: Unsere wiederkehrenden Warnungen vor/zum Release einer neuen macOS-Hauptversion fußen auf vielen, vielen Jahren an Erfahrungen. Dies wird uns immer wieder von Leserinnen und Lesern bestätigt, darunter Menschen, die mit den Geräten ihr täglich Brot verdienen, sowie Administratoren.

Ein Update-Vorgang ist unbedacht schnell angestoßen, man denkt nicht weiter nach und klickt auf "Installieren" - und hat dann im Falle einer neuen macOS-Hauptversion u. U. am nächsten Tag erhebliche Probleme mit dem eigenen Arbeitsgerät, weil etwas nicht funktioniert. Dieser Ärger muss doch einfach nicht sein und kann umgegangen werden, indem man etwas wartet, bis das neue System gereifter ist und die genutzte Dritthersteller-Software angepasst wurde. Monterey rennt doch nicht weg!

Daher setzen wir lieber einen Warnhinweis mehr als einen zu wenig in die Artikel - als Service-Information im Sinne unser Leserinnen und Leser. Aber natürlich: Wie immer können wir es nicht allen recht machen. Nichts für ungut.]

> Denn, wie ein anderer Kommentator schrieb, ist es Letztendes die Entscheidung der Person, die vor dem Computer sitzt.

@clausimausi: Nur um das richtigzustellen, das war genau nicht der Sinn meines Satzes. Bitte nicht eine gegenteilige Aussage als Begründung der eigenen konträren Haltung instrumentalisieren bzw. zu deren Rechtfertigung heranziehen.

Inhaltlich sagte ich kontextuell, die Warnungen seien sinnvoll, daher gäbe es keinen Grund, sie zu kritisieren, weil die Upgrade-Entscheidung jedem selbst überlassen bleibe.

Als jemand, der sein Geld in Enterprise-Rechenzentren mit hochkomplexen Setups verdient, kann ich deren Sinnhaftigkeit meinerseits nur wiederholen und erneut betonen. Aus mehreren Jahrzehnten Praxis speist sich ein Satz: "Better safe than sorry."

Wenn man ein System wirklich zum Arbeiten braucht, sägt man besser nicht den Ast ab, auf dem man sitzt, indem man vorschnell ungeprüfte Updates einspielt. "Ungeprüft" bedeutet in diesem Zusammenhang auch: "Updates, zu denen mir noch nicht genügend Positivrückmeldungen für mein ganz spezifisches bzw. individuelles Anwendungsszenario vorliegen". -> Besser. nicht. machen. 👐 😔

... denen man bei MacGadget und anderen Foren und Newsseiten den einen oder anderen Tip gibt. Man kann ja auch mal einen Artikel selektiv lesen, sprich ignoriert doch einfach derlei Hinweise wenn Ihr genervt seid. Im Rest des Artikels findet Ihr vielleicht doch noch etwas interessantes für Euch... 😉

Aus eigener, leidlicher Erfahrung mit Big Sur kann ich nur sagen... betreuter Rechner wurde von einem/r MitarbeiterIn "versehentlich" mit dem damals frisch aufgesetzten Catalina Mac auf den neuesten Stand gebracht. Danach konnte sich weder der/die BenutzerIn, noch meine Wenigkeit unter meinem Administratorprofil legitimieren, sprich das Kennwort bei der Anmeldung wurde nicht mehr akzeptiert(?!). So noch nicht vorgekommen und deshalb... es ist immer mal das erste Mal. ... und wieder 4 Stunden Reanimation des Rechners auf das kompatible Catalina. 4 Stunden? Ja ... Betriebssystem, sämtliche Treiber von diversen Druckern und deren Einstellungen, alle Produktivprogramme und deren Updates und dann noch die leidigen Einstellungen für VPN sowie andere wichtige Voreinstellungen für diverse Dienste. Wenn so etwas bei 30 Rechner passiert, dann hat man bis zur Rente was zu tun... 😩

Für die Neulinge unter uns bedeutet das schlichtweg: "Was habe ich vor dem Upgrade installiert?":

a) welche Programme von Drittanbieter - auch aus dem Appstore!
b) welche Treiber für externe Geräte sind wichtig
c) falls Euch sonst noch etwas einfällt...

Dann auf den Herstellerseiten die Kompatibilität abfragen, bzw. ggf. beim Support anrufen. Wenn Alles geklärt ist, dann kann man das Upgrade wagen, wenn man experimentierfreudig ist. Wäre doch nicht wirklich schick, wenn die Brot-und-Butter-Applikation mit der man Geld verdient auf einmal nicht mehr richtig funktioniert. Einem Kunden erklären, dass man den Termin nicht halten kann, weil das letzte Upgrade nicht funktioniert hat, ist etwas kontraproduktiv.

Genug geschwafelt, auch nach den vielen Jahren hier bei MacGadget... macht weiter so! Zum Glück immer noch eine Seite, die rechts und links schaut... und nicht nur die Gadgets in den Vordergrund stellt, wie der Name suggerieren könnte.

Grüße aus Berlin!

Die macOS Monterey Beta ist seit Juni erhältlich.

Das sogenannte "professionelle High End Software" auf der Release-Version Probleme macht ist eine Frechheit, unfassbare Faulheit und absolut respektlos gegenüber den Kunden.

Habe mein Hauptsystem gleich am Montag auf macOS Monterey upgegradet.

Sound ging nicht mehr. Habe dann ein paar schrottige Audio Apps, Kext und Drivers entfernt. Danach lief der Sound wieder.

Ein abwarten auf spätere Versionen hätte daran auch nichts geändert.

Jetzt läuft alles wie vorher, nur besser. 

Wer schrottige Profi Apps verwendet, sollte allerdings warten, bis jene upgedatet werden. Wenn diese überhaupt jemals upgedatet werden.