Studio Display von Apple: Neuer 27-Zoll-5K-Bildschirm mit Kamera, Mikrofonen, HiFi-Lautsprecher und Schnittstellen

09. März 2022 00:01 Uhr - Redaktion

Apple lässt das Studio Display wieder aufleben: Bereits von Ende der 1990er bis Anfang der 2000er Jahre vermarkteten die Kalifornier unter diesem Namen mehrere Bildschirme, bevor die Produktreihe in Cinema Display (später Thunderbolt Display) umbenannt wurde. Das neue Studio Display ist ein 27-Zoll-Bildschirm mit 5K-Auflösung mit Kamera, Mikrofonen, HiFi-Lautsprecher, USB-C-Schnittstellen und integriertem A13-Chip zu Preisen ab 1749 Euro.

Das Studio Display kann an Mac mini, MacBook Air, MacBook Pro, iMac und Mac Studio betrieben werden, die Verbindung erfolgt via Thunderbolt. Zum Anschluss von Peripheriegeräten stehen 3 USB-C-Ports zur Verfügung. Ein angeschlossener Mobilmac wird zudem mit Strom (bis zu 96 Watt) versorgt. Auch im Zusammenspiel mit iPads kann der Monitor genutzt werden. Benötigt werden mindestens macOS Monterey 12.3 und iPadOS 15.4.

Das Einstiegsmodell verfügt über Standardglas und einen neigungsverstellbaren Standfuß (-5 bis +25 Grad). An Konfigurationsoptionen stehen Nanotexturglas (streut Licht, reduziert dadurch Blendeffekte und ist für Arbeitsplätze mit hellen Lichtquellen geeignet), ein Neigungs- und höhenverstellbarer Standfuß (Höhenverstellung insgesamt 105 Millimeter) und ein VESA-Mount-Adapter zur Auswahl. Die Auslieferung startet am 18. März.

Das LED-beleuchtete 27-Zoll-LCD-Panel löst mit 5120 mal 2880 Pixeln bei 218 ppi auf, bietet 600 Nits Helligkeit und unterstützt den P3-Farbraum mit einer Milliarde Farben. Die True-Tone-Technologie ist ebenfalls an Bord, es gibt eine Vielzahl an verfügbaren Referenzmodi. Die 12-Megapixel-Kamera hat eine ƒ/2.4 Blende.

 
Studio Display
 
Studio Display: 27 Zoll mit 5K, A13-Chip, Kamera, Mikrofonen, HiFi-Lautsprecher.
Bild: Apple.

 

"Mit einem A13 Bionic Chip im Inneren liefert das Studio Display mit seinem hochentwickelten Kamera- und Audiosystem erstaunliche Erlebnisse. Das ultimative Videokonferenz-Display verfügt über eine 12 MP Ultraweitwinkel-Kamera mit Folgemodus, einer Funktion, die Nutzern automatisch in der Mitte des Bildes hält, wenn man sich bewegt – für noch bessere Videoanrufe.  

Das Studio Display verfügt zusätzlich über einen Ring aus drei Mikrofonen in Studioqualität mit besonders geringem Rauschen für kristallklare Anrufe und Sprachaufnahmen. Außerdem verfügt es über ein Hi-Fi Soundsystem mit sechs Lautsprechern, das beste, das jemals für den Mac entwickelt worden ist und ein unglaubliches Hörerlebnis liefert.

Vier Tieftöner mit Kräfteausgleich minimieren Verzerrungen und sorgen für kräftige, ausdrucksstarke Bässe, während zwei hochleistungsfähige Hochtöner für präzise Mitten und klare Höhen sorgen. Die Lautsprecher unterstützen zusätzlich 3D Audio für Musik und Video mit Dolby Atmos und sorgen so für ein wahrhaft kinoreifes Erlebnis. Zusammengefasst bietet das Studio Display die beste Kombination aus Kamera und Sound, die es je in einem Display auf dem Schreibtisch gegeben hat", so Apple.

Nachtrag: Das Studio Display verfügt über eine iOS-basierte Firmware. Firmware-Updates werden über den Mac eingespielt, macOS informiert bei Verfügbarkeit einer neuen Version.

2. Nachtrag: Nach Angaben von Apple lässt sich das Studio Display auch mit Windows-Rechnern verwenden, allerdings stehen dann Funktionen wie True Tone oder Center Stage nicht zur Verfügung. Zudem können Firmware-Updates unter Windows nicht installiert werden.

3. Nachtrag (18. März): Verkaufsstart für Mac Studio und Studio Display: Lange Lieferzeiten, erste Benchmarks.

4. Nachtrag (21. März): Apple: Erstes Firmware-Update für Studio Display.

5. Nachtrag (21. März): Studio Display von Apple verfügt über 64-GB-SSD.

6. Nachtrag (22. März): Studio Display: Standfuß kann nachträglich getauscht werden.

Kommentare

"'Vier Tieftöner mit Kräfteausgleich minimieren Verzerrungen und sorgen für kräftige, ausdrucksstarke Bässe, während zwei hochleistungsfähige Hochtöner für präzise Mitten und klare Höhen sorgen. Die Lautsprecher unterstützen zusätzlich 3D Audio für Musik und Video mit Dolby Atmos und sorgen so für ein wahrhaft kinoreifes Erlebnis. Zusammengefasst bietet das Studio Display die beste Kombination aus Kamera und Sound, die es je in einem Display auf dem Schreibtisch gegeben hat', so Apple."

Du liebe Güte, da ist ihnen ja gewaltig was aus der Feder geflossen. Ich bin seit 1975 an HiFi interessiert: Wie soll aus diesem winzigen Brett irgendetwas vernünftiges an Sound rauskommen, es wird ja nicht mal nach vorne abgestrahlt, geschweige denn "ein wahrhaft kinoreifes Erlebnis". [O.T.: Ich will nen großen iMac!]

Schöne Grüße aus München, der kleinen, gemütlichen Großstadt.

.. ich würde es so übersetzen: "Wir haben in dieses Display noch jede Menge Kram hineingepackt, den es eigentlich nicht braucht und der uns nicht viel kostet - mit dem wir aber seinen Preis etwas leichter rechtfertigen können. Und als Zugabe schreiben wir: `Bei der Entwicklung haben wir auch an den Planeten gedacht.´" Na, wer kann da noch nein sagen? 😉

Das ist doch wieder bloß ein LG-Panel ähnlich der LG 27MD5KA/-B mit 5120 x 2880 bei 60 Hz und lediglich aufgemotzter Ansteuerung plus Schnickschnack. Bzw. Upcycling verbliebener iMac-Panels.

Es randloser Screen mit 120+ Hz wäre nett. Und dass Apple endlich mal ihren wirklich katastrophal peinlichen GUI-Bug fixen und damit bzw. danach auch Standardauflösungen nativ unterstützen, nicht bloß 2560 x 1440 und deren Verdoppelung. Dass ist ja der einzige Grund, weshalb diese Beschränkung überhaupt existiert.

Diese ganzen Add-ons betreibt man doch besser separat. Plus, in einem Studio, wohinein dieser Monitor gehören will. ist die Audioanlage sowieso extern. Mein Mikro ist ein Neumann, die "Webcam" eine DSLR - was soll ich denn mit dem verbauten Spielzeug? Ich brauche einen Bildanzeiger, der ein vernünftiges Bild anzeigt. Das ist das einzige, was er machen soll. Aber in gut. Und sonst nix.

Na ja. Wird sich wohl trotzdem verkaufen. In meinen Augen ist es weder Fisch noch Fleisch.

Und genau dafür gibt es das Pro Display. Das sollte alle Wünsche erfüllen.

Einen 27"er habe ich seit über zehn Jahren, und das erste was ich bei neuen Geräten immer mache, ist Kamera und Mikrofon abkleben. Zum hören nutze ich Referenzboxen. Da bleibt kein Grund für mich über, mir so ein Display zu kaufen.

Meine Urne werde ich wohl irgendwann gegen einen aktuellen Mac Mini eintauschen - mit dem Konzept der grundsätzlich exterenen Geräte habe ich mich sehr schön angefreundet ;-)

... ohne für das Display mehr ausgeben zu müssen als für den daranhängenden Rechner.

EIZO und NEC setzen dahingehend die Standards, was Qualität und Preis/Leistungsverhältnisse für Prosumer betrifft.

Und ja, das Pro Display mit Nanotexturglas samt Stand und VESA Adapter säßen drin. Dem mangelt es aber an einer Bildwiederholrate von 120+ Hz, und zur Bildaufbauzeit r + f lassen sie sich erst gar nicht aus - garantiert aus gutem Grund.
Nein, es erfüllt eben nicht alle Wünsche und scheitert schon am Allerwichtigsten: Dem Bereitstellen der allgemein üblichen und damit vollständigen technischen Daten.

"Da genügt dann eben ein beliebiges 27er Modell eines beliebigen Herstellers ohne Drumherum."

Nein. Erstens ist man seitens Apple auf bestimmte Auflösungen fixiert, die monitorseitig erst einmal nativ unterstützt sein wollen, zweitens gibt es weitere Anforderungen an moderne Displays, die nicht jedes x-beliebige (vor allem billige) erfüllt.

Das ist genau der Punkt, dass man dergleichen von Apple erwarten darf, wenn sie "Studio" und "Professionell" irgendwo drantackern wollen. Sie bieten zur Zeit nichts passendes in der Prosumer-Preislage zwischen 1.500 - 2.500 € an. Die LG-Displays sind schlecht gealtert (und altern schlecht, werden wolkig), und dieses hier ist weder Studio noch professionell. Ihm fehlen wesentliche Merkmale eines zeitgemäßes Panels.

In meinen Augen müsste dessen Preis unter 1.000 € liegen, damit es attraktiv wäre. Was sich nur erreichen ließe, indem man Schnickschnack wie Kamera und Winzlautsprecher konsequent wegließe. - Aber wem es so gefällt, soll es halt gerne kaufen.

Das Display alleine kostet schon mehr als 1.600,-. Das Mac Studio noch über 2.100,- macht zusammen mehr als 3.700,- Das ist ein Preis den sich wenige Otto Normalverdiener leisten können. Kommt dann noch etwas Arbeitsspeicher oder grössere Festplatte hinzu, ist man bald über 4.000 Euro. Das ist ein patzen Geld. Ich habe einen iMac 27" 13er late und dachte eine neue Kiste könnte ich mir wieder vergönnen. Da wird halt wieder nichts. Ausgeträumt.
Wieso konnten sie nicht wieder einen 27"er machen der alles enthält? Wenn er um einen Zentimeter dicker wird ist es keine Problem. Aber der Preis wäre sicher etwas niedriger ausgefallen. Bin neugierig ob der weggeht wie warme Semmel?