Apple: Update für neue MacBook-Pro-Generation behebt Problem mit thermalem Management

24. Jul 2018 19:30 Uhr - Redaktion

Apple hat heute ein Update für die 2018er MacBook-Pro-Baureihe zum Download bereitgestellt, das ein Problem in der Firmware behebt. Der Fehler sorgt dafür, dass das thermale Management der neuen Mobilmacs in bestimmten Situationen nicht richtig funktioniert, was zu einem übermäßigen Heruntertakten des Prozessors führt.

Von dem Problem sind laut Apple alle Modelle der neuen MacBook-Pro-Generation betroffen, nicht nur die Spitzenkonfiguration mit Core-i9-Prozessor. Das heute für die 2018er MacBook-Pro-Produktlinie veröffentlichte Ergänzungsupdate für macOS 10.13.6 (Build 17G2208) korrigiert den Fehler. Es kann über den Mac-App-Store heruntergeladen werden.

 
MacBook Pro

 

2018er MacBook-Pro-Baureihe: Firmware-Update behebt Fehler im thermalen Management.
Bild: Apple.

 

In einer Stellungnahme entschuldigt sich das Unternehmen bei den betroffenen Kunden. Darin heißt es:

"Following extensive performance testing under numerous workloads, we’ve identified that there is a missing digital key in the firmware that impacts the thermal management system and could drive clock speeds down under heavy thermal loads on the new MacBook Pro. A bug fix is included in today’s macOS High Sierra 10.13.6 Supplemental Update and is recommended.

We apologize to any customer who has experienced less than optimal performance on their new systems. Customers can expect the new 15-inch MacBook Pro to be up to 70% faster, and the 13-inch MacBook Pro with Touch Bar to be up to 2X faster, as shown in the performance results on our website."

Unregelmäßigkeiten waren in verschiedenen Testszenarien beim Spitzenmodell mit Core-i9-Prozessor entdeckt worden. Bei Konfigurationen mit Vierkern-Core-i5/i7 oder Sechskern-Core-i7 wurden in Tests hingegen keine Performance-Probleme ausgemacht. Gut möglich, dass das fehlerbereinigte thermale Management nun auch aus diesen Modellen etwas mehr Leistung herauskitzelt.

Das Thema sorgte für viel Wirbel im Web, mit größtenteils spekulativer, hysterischer Berichterstattung. Letztlich bestätigte sich die Vermutung, dass es sich dabei um ein reines Softwareproblem handelt. Die Hintergründe zum Thema Turbo-Boost-Übertaktung und grundsätzliche Gedanken zum Thema Notebook-Leistung haben wir in unserem Grundlagenartikel "Eine Betrachtung zur Performance der 2018er MacBook-Pro-Generation" erläutert.

Nachtrag (25. Juli): Tests haben die Wirksamkeit des Updates belegt und bestätigen damit, dass es sich um ein reines Softwareproblem gehandelt hat. Beispielsweise hat Cnet nach der Installation des Updates festgestellt, dass das 15,4-Zoll-MacBook-Pro mit Core-i9-Prozessor nun mit deutlich konstanteren Taktraten rechnet und nicht mehr ständig heruntertaktet. Ergebnis: Eine höhere Performance. Auf der Plattform Reddit ist das Feedback von Besitzern eines neuen MacBook Pro ebenfalls positiv. Auch Nutzer von Modellen mit Core-i5- und Core-i7-Prozessor vermelden nach der Installation des Updates eine verbesserte Performance.

Kommentare

Alles nicht mal halb so schlimm.

Apple hat schnell & richtig reagiert.

Der ganze Skandal... ist (mal wieder) keiner.

Habt Spaß mit der neuen Geräten! :-)

war ein recht grosses update 1.5GB mit Firmware und OSX-Versionsupdate

Boot-ROM-Version:    15.16.6613.0.0,0 --> 15.16.6703.0.0,0
Firmware Version des Link-Controller:    0.95.0  --> 0.97.0
macOS 10.13.6 (17G2112) --> (17G2208)

Geekbench weiterhin SingleCore 5600 und MultiCore 24000. Cinenbench hab ich nicht installiert.
 

... ob die Hersteller (Apple, Samsung und alle anderen) sich wirklich einen Gefallen tun, wenn sie neue Produkte in noch nicht wirklich ausgetestetem Zustand auf den Markt bringen. Klar, die Produktzyklen werden immer kürzer, da müssen auch die Testzyklen verkürzt werden, der Imageschaden ist aber enorm und ebenso wahrscheinlich die finanziellen Verluste, wie damals beim Samsung Galaxy Note 7 oder den ganzen Rückrufaktionen der Autohersteller.

...werden sich nie gänzlich vermeiden lassen. Da kannst du vorher noch so viel testen. Auch weil die dazugehörige Software komplexer denn je ist.

Ich bin damit sehr zufrieden, wie schnell Apple auf die Geschichte reagiert hat. Eine Geschichte, die leider auch von bislang als seriös eingestuften Fachpublikationen mit wirren Spekulationen aufgebauscht wurde.

Es bleibt die Erkenntnis, dass das MBP 2018 deutlich schneller ist als das MBP 2017 und man jetzt auch den Core i9 bedenkenlos kaufen kann, sofern man die Leistung braucht.

Und es bleibt beim Grundsatz: Ein Notebook ist kein Desktop.

Und es bleibt beim Grundsatz: Ein Notebook ist kein Desktop.

    Und was entspricht Deiner Meinung nach ein Desktop Rechner von Apple?

    Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Und ich vermute, dass wird genauso wenig helfen. Wie Software eben kein sauberes Gefährt aus einem Stinkdiesel macht, wird Software vielleicht die Hardware schonen indem die Leistung heruntergefahren wird, es ändert aber nichts an der unzureichenden Kühlung. Dass die Gehäuse immer dünner werden ist auch nicht hilfreich; ich hätte lieber gut belüftete Hardware als überreizte Miniaturisierung. Alle unsere MacBookPros sind den Überhitzungstod gestorben und wurden nur für leichte Büroarbeiten genutzt, während die letzten 2 iMacs auch für intensives 3d-Rendering herhalten mussten - und starben. Und wer glaubt er bekommt bei einem Kulanzfall eine irgendwie upgegradete GraKa wird enttäuscht - laut Aussage des Apple-Technikers -  oder wie es so schön heißt: Nur ein Idiot erwartet unter gleichen Bedingungen verschiedene Ergebnisse. Mal sehen wie lange GraKa Nr. 3 durchhält.