macOS Catalina: Der weitere Fahrplan für das neue Betriebssystem

05. Nov. 2019 12:00 Uhr - Redaktion

Vor einem Monat hat Apple den Startschuss für macOS Catalina gegeben. Seitdem sind zwei Updates für das neue Betriebssystem erschienen: Eine kleinere Aktualisierung Mitte Oktober mit verschiedenen Fehlerkorrekturen sowie letzte Woche mit Version 10.15.1 das erste größere Update mit einer Vielzahl an Änderungen, darunter einige Neuerungen. MacGadget wirft einen Blick voraus auf die kommenden Monate.

Wir raten weiterhin von der Installation von macOS Catalina auf produktiv genutzten Rechnern ab. Es bestehen unverändert zahlreiche Kinderkrankheiten und es gibt genügend Raum für Optimierungen und Fehlerkorrekturen – Apple arbeitet daran mit Hochdruck. Außerdem sind noch immer viele Hersteller von professioneller Software – zu nennen sind beispielsweise Akai, Apogee, Avid, M-Audio, MOTU, Native Instruments und Steinberg – mit den Kompatibilitätstests für macOS Catalina und notwendigen Anpassungen beschäftigt.

Gleiches gilt für die Anbieter von Druckern, Scannern, Multifunktionsgeräten, PCIe-Karten und anderem Hardware-Zubehör bezüglich notwendiger Treiber-Updates. Es ist daher eine gute Idee, noch ein bis zwei weitere Updates für Catalina abzuwarten, bevor die Umstellung von Mac-Arbeitsplatzrechnern in Betracht gezogen wird.

Der Fahrplan für die kommenden Monate

Mitte Dezember: Erwartete Veröffentlichung von macOS 10.15.2. Der Betatest des zweiten großen Updates für Catalina wird voraussichtlich in Kürze anlaufen. Nach drei bis vier Vorabfassungen dürfte Mitte nächsten Monats die Fertigstellung von macOS 10.15.2 erfolgen. Es ist mit einer Vielzahl an Änderungen, Fehlerkorrekturen und Optimierungen zu rechnen. Die Verfügbarkeit von macOS 10.15.2 ist ein guter Zeitpunkt, um mit der genaueren Prüfung des Systems für die Installation auf produktiv genutzter Hardware zu beginnen.

 
macOS Catalina
 
macOS Catalina: Betatest von Version 10.15.2 startet bald.
Bild: Apple.

 

Mitte oder Ende Januar: Erwartete Veröffentlichung von macOS 10.15.3. Zu diesem Zeitpunkt ist Catalina ein Vierteljahr auf dem Markt und kann als ausgereift gelten. Auch das dritte große Update für ein neues Mac-Betriebssystem bringt erfahrungsgemäß viele Bug-Fixes und Optimierungen mit.

Mitte oder Ende März: Erwartete Veröffentlichung von macOS 10.15.4. Das Mid-Cycle-Update für ein Mac-Betriebssystem wartet üblicherweise mit mehreren Neuerungen auf. Im Fall von Catalina könnte die bereits im Juni angekündigte iCloud-Ordnerfreigabe endlich ausgerollt werden. Apple musste das Feature bekanntlich verschieben, da es nicht rechtzeitig für September (iOS 13) bzw. Oktober (macOS Catalina) fertig wurde.

Mai: Erwartete Veröffentlichung von macOS 10.15.5. Bedeutende Neuerungen sind nicht mehr zu erwarten. In diesem Entwicklungsstadium geht es hauptsächlich um die Behebung von Fehlern und Sicherheitslücken. Apples Fokus liegt bereits auf dem Nachfolger macOS 10.16.

Juni: Ankündigung von macOS 10.16. Da Apple trotz aller Kritik wohl am Einjahreszyklus festhalten wird, dürfte es bereits in sieben Monaten auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2020 in San Jose den Nachfolger von Catalina zu bestaunen geben. Auch bei macOS 10.16 könnten größere Änderungen ins Haus stehen, darunter der Abschied von OpenGL und das Aus für traditionelle Kernel-Extensions.

Juli: Erwartete Veröffentlichung von macOS 10.15.6. Das letzte größere Update für Catalina. Anschließend wird das Betriebssystem noch zwei Jahre lang, bis zum Sommer 2022, mit Sicherheits- und Fehlerkorrektur-Updates versorgt.

Kommentare

Ich habe die Befürchtung, das macOS 'Catalina' ähnlich with Leopard / Snow Leopard enden wird.
Leopard war nicht ausgereift, weshalb man das Folgejahr SnowLeopard nachschob, und viele Anwender mochten Snow Leopard sehr, weil Apple Zeit hatte für Fehlerbereinigung.

Und sollte es wirklich so eintreten, wie oben beschrieben - würde ich in die Glaskugel schauen und vorhersagen, das Version 10.16 voraussichtlich 'macOS Avalon' genannt wird, schließlich ist dies ein kleines Dorf auf Catalina Island und damit würde Apple wunderbar darauf anspielen, dass es sich bei Version 10.16  um ein Hausputz Update handelt, bei dem man mehr auf Stabilität setzt als auf neue Funktionalitäten.

 

JEDES neue macOS hat zu Beginn Fehler.

Schon vergessen? Snow Leopard hatte zum Start einen fiesen Datenverlust-Bug im Finder. Und noch einige andere Probleme. Auch hier musste Apple mit Updates nachbessern.

Ich teste aktuell Catalina in der Firma und Version 10.15.1 läuft schon ganz gut. Allerdings werde ich mit dem Unternehmens-Rollout noch etwas warten, u. a. weil bestimmte Branchensoftware noch nicht ganz rund läuft. Aber das ist ein ganz normales Vorgehen, wie jedes Jahr. Ich stelle typischerweise im Zeitraum Januar-März auf ein neues OS um. Natürlich könnte ich die Rechner auch weiter mit Mojave und (zum Teil) High Sierra weiterlaufen lassen. Aber letztlich wird mit jeder übersprungenen Version der Support-Aufwand größer. Daher will ich als Admin schon so viel wie möglich aktuell halten.

Von den Mail-Bugs in Catalina sind wir gar nicht betroffen, weil wir Thunderbird und Outlook nutzen. Wobei mir als Admin Outlook ziemlich auf den Keks geht. Thunderbird ist deutlich robuster.

Ich sehe keinen Grund, warum Catalina mit den nächsten 1-2 Updates nicht ein zuverlässiges, robustes, performantes OS werden sollte.

Auch 10.16 wird zu Beginn Bugs haben. Wichtig ist, dass sie gefixt werden - und da ist Apple momentan gut hinterher.