Geekbench: MacBook Air mit M1-Chip schlägt schnellstes 16-Zoll-MacBook-Pro

12. Nov. 2020 11:00 Uhr - Redaktion

Die ersten MacBook-Air-M1-Benchmarks auf Basis der Geekbench-Software sind da und sie sind beeindruckend. Demnach erreicht der M1-Chip eine Single-Core-Puntkzahl von knapp 1700 und eine Multi-Core-Punktzahl von mehr als 7400. Zum Vergleich: Das schnellste vorherige MacBook Air (Core i7 mit vier Kernen) kommt auf ca. 1150 bzw. 3000 Punkte. Und: Das MacBook Air mit M1-Chip schlägt das schnellste verfügbare 16-Zoll-MacBook-Pro (Core i9 mit acht Kernen), das auf eine Single-Core-Punktzahl von rund 1100 Punkten und eine Multi-Core-Punktzahl von rund 6900 Punkten kommt.

Der Stichprobenumfang in der Geekbench-Datenbank ist natürlich noch gering und die Werte werden sich in den nächsten ein bis zwei Wochen erst einpendeln müssen, um zuverlässigere Aussagen treffen zu können. Die ersten zwei hochgeladenen Messungen (vgl. hier und hier) geben aber schon einmal einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Leistung. Ein weiteres interessantes Detail: Der M1-Chip im MacBook Air läuft mit einer Taktrate von 3,2 GHz.

 
Benchmarks MacBook Air M1
 
MacBook Air mit M1-Chip: Beeindruckende Geekbench-Werte.
Bild: Apple.

 

Die ersten Benchmarks des M1-basierten MacBook Air lassen auch Rückschlüsse auf die Leistung des Mac mini mit M1-Chip zu. Auch hier stellt der M1-Chip den Intel-Vorgänger in den Schatten. Der bislang schnellste Mac mini von 2018 mit Core-i7-Sechskerner kommt auf rund 1100 bzw. 5500 Punkte (Single-Core/Multi-Core). Der M1-Chip liegt auch hier deutlich darüber. Geekbench-Links: MacBook Air, 16-Zoll-MacBook-Pro und Mac mini.

Geekbench-Testergebnisse für die Grafikleistung des M1 liegen indes noch nicht vor. An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass die Grafikleistung heutzutage auch zur Gesamtleistung des Systems beiträgt und sich nicht nur auf die Berechnung und Darstellung von 2D- und 3D-Grafik bezieht. Dank moderner System- und Chiptechnologien wird in macOS die GPU-Leistung auch nichtgrafischen Anwendungen zur Verfügung gestellt.

Die Benchmark-Software Geekbench läuft in der neuen Version 5.3 native auf ARM-basierten Macs. Geekbench-Werte sind nicht mit Anwendungstests wie beispielsweise in Final Cut Pro X, Photoshop, Xcode, Cinema 4D oder Cubase zu vergleichen. Dennoch sind sie sehr aussagekräftig, da Geekbench umfangreiche Testroutinen enthält und es ermöglicht, die Testwerte in Relation mit vielen anderen Rechnern zu setzen. Details dazu erläutert der Hersteller Primate Labs in einem PDF-Dokument.

Kommentare

Wenn sich diese Werte in den nächsten Tagen bestätigen bzw. festigen und auch die GPU-Zahlen rocken, dann ist das wirklich ein Meilenstein in der Mac-Geschichte.

Ein (auf dem Papier) "Low End" Mac mit der höchsten Single Core Punktzahl - heftig. Single Core ist immer noch das entscheidende Kriterium für die Leistungsbewertung - hier spielt die Musik.

Und dabei ist der M1 erst der Anfang. Wie es wohl in 3 Jahren aussieht?

"Das MacBook Air mit M1-Chip schlägt das schnellste verfügbare 16-Zoll-MacBook-Pro (Core i9 mit acht Kernen)"

 

wie erklärt sich dann aber der Unterschied im Anschaffungspreis?
des größeren Monitors wegen?? 🤔

... ihn mit Xcode zu probieren. Das Kompilieren ist immer noch soo eine Zeitbremse. Wenn das mal signifikant schneller gehen würde und das Gebläse weg wäre, würde das meine Lebensqualität erheblich erhöhen.

Die Single Core Performance ist vom Wert her schon sehr sehr gut. Bin mal gespannt, wie sich das anfühlt.

... ist wohl darauf zurückzuführen, dass man ein abgehangenes, funktionierendes Produkt kauft. Das ist für alle, die ihn beruflich nutzen der wichtigste Punkt. Die ganzen neuen Macs sind mit Sicherheit lange nicht so ausgereift. Und wenn man einen M1 Mac kauft und macOS 11.0.1 drauf hat, bedeutet das mit hoher Wahrscheinlichkeit eine schlechtere Produktivität als mit einem Intel Rechner und 10.15.7

Das ist doch klar: Das MB Pro 16" ist ein High-End-Gerät von 2019 mit Komponenten (i7 oder i9 Intel-Chips), die Apple teuer zukaufen muss. Das neue MB Air ist ein Einsteiger-Gerät von 2020 mit Komponenten, die technologisch offensichtlich viel weiter sind, obwohl Apple sie viel günstiger produzieren lassen und einkaufen kann. Deshalb ist das Pro teurer als das Air.

Das wahrscheinlich Anfang 21 kommende 16" Pro wird sicher auch wieder ähnlich teuer oder nur 100/150 Euro günstiger sein als das jezige 16", obwohl Apple sicher auch hier die Chips günstiger bekommt.

Ein Kenner mit exzellenten Kontakten zu Apple:

Apple hasn’t yet unveiled its professional-grade M-series chips. (I’m guessing “M1X” as the name for the first high-power Mac SoC. The “M2”, when you think about it, would be the name of the next-generation SoC for MacBook Airs and lower-end MacBook Pros and Mac Minis. And I’m thinking the Mac Pro and iMac Pro might get their own series of SoCs, say, the “X1”.

What Apple announced yesterday was an Apple Silicon-based MacBook Pro, not the only Apple Silicon-based MacBook Pro. And I would bet that future high-end configurations will have four USB/Thunderbolt ports — two on each side — as well.

Sehr lesenswert: https://daringfireball.net/2020/11/one_more_thing_the_m1_macs

M1X dann im Februar/März für die höherklassigen 13" MBP, das 16" MBP und den 24" iMac? Und vielleicht auch für einen höherklassigen Mac mini (den in Spacegrau)?

Mit Support für bis zu 64 GB RAM, 4x Thunderbolt Ports, 8 TB SSD?

Bei näherer Betrachtung ist das für mich eine logische Schlussfolgerung, denn Apple braucht IMHO neben dem M1 noch einen weiteren Chip zur Ausdifferenzierung der Lineups. Ein Modell allein genügt nicht. Ein M1X mit 10 oder 12 Kernen in CPU/GPU mit höherem TDP - das würde die Lücke schließen.

Meinungen?