Apple Music: Katalog umfasst jetzt 100 Millionen Lieder

04. Okt. 2022 10:00 Uhr - Redaktion

Apple und Musik gehören zusammen: Die Reise begann vor über 20 Jahren mit dem iPod und iTunes und mündete vor sieben Jahren im Musikstreaming-Dienst Apple Music. Alben und Lieder können zwar weiterhin bei Apple gekauft werden, der Trend hin zur Abo-Musik hält jedoch unvermindert an. Nun haben die Kalifornier das Erreichen eines neuen Meilensteins für Apple Music vermeldet.

"Einhundert Millionen Songs. Einundzwanzig Jahre nach der Erfindung von iTunes und dem Debüt des Original-iPod sind wir von 1.000 Songs in der Hosentasche auf das 100.000-fache auf Apple Music gekommen. Das ist in jeder Hinsicht ein phänomenales Wachstum. Die gesamte Musikgeschichte, -gegenwart und -zukunft steht Ihnen per Fingertipp oder Sprachbefehl zur Verfügung", teilte der Computerpionier zu Wochenbeginn mit.

 
Apple Music

 

Apple Music: Katalog umfasst jetzt 100 Millionen Lieder.
Bild: Apple.

 

Dies sei mehr Musik, als man in einem Leben oder mehreren Leben anhören könne. Hundert Millionen Songs - das ist eine Zahl, die laut Apple weiter wachsen und sich exponentiell vervielfachen wird. Aber sie sei mehr als nur eine Zahl. Sie stehe für etwas viel Bedeutsameres - die tektonische Verschiebung im Geschäft der Musikproduktion und -distribution in den letzten zwei Jahrzehnten, so das Unternehmen weiter.

"In den 1960er Jahren wurden pro Jahr nur 5.000 neue Alben veröffentlicht. Heute kann jeder Künstler überall auf der Welt, in 167 Ländern und Regionen auf Apple Music, einen Song schreiben, aufnehmen und weltweit veröffentlichen. Jeden Tag liefern über 20.000 Sänger und Songwriter neue Songs an Apple Music - Songs, die unseren Katalog noch besser machen als am Tag zuvor. Einhundert Millionen Songs sind der Beweis für einen demokratischeren Raum, in dem jeder, selbst ein neuer Künstler, der Musik aus seinem Schlafzimmer heraus macht, den nächsten großen Hit haben kann."

Neu ist Apple Music Today - im Rahmen dieser Serie soll täglich die Geschichte eines Lieds näher beleuchtet werden.

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Kommentare

... Demokratisierung bedeutet in diesem Fall aber auch eine signifikante statistische Qualitätsverschlechterung. Weil die QS (die Qualitätssicherungsfilter Talentscout - Plattenlabel, etc.) wegfallen. Masse, ja, stimmt, aber die Klasse muss der Hörer aus einem immer größer werdenden Haufen zweit- bis fünftklassiger Songs herauswühlen. Das kostet stetig zunehmend Lebenszeit.

Heute kann jeder Musik machen, mit erschwinglichem Equipment, von dem Musiker früherer Generationen bloß träumen konnten.
Da aber noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, stellen ambitionierte, mitunter aber völlig unmusikalische und talentfreie Nachwuchsmusiker ihre ersten Gehversuche ein, die früher entweder gar nicht erst veröffentlicht wurden, direkt im Giftschrank verschwanden oder allerhöchstens als Demos in die Hände eines sehr kleinen Kreises gelangten (und prompt in der Rundablage gesichert wurden).

Das kann man gut oder schlecht finden. Ich finde, es ist durchwachsen; es ist beides: Toll, dass jeder einfach Musik machen und sich darüber verwirklichen kann! Schlecht, dass das Material ohne weiteres im Streaming-Portfolio großer Anbieter landet. Mir sind als Hörer 5.000 gute Alben lieber als 100 Millionen Titel, von denen 99,9% eben qualitativ nicht "gut" sind.

(Disclaimer: Ich mache seit Jahrzehnten Musik, publiziere aber nicht - ich bin einer von denen, deren Talent eher durch Abwesenheit glänzt und bin mir dessen bewusst.)