Schüler und Lehrer wollen lieber MacBooks statt iPads – Apple tauscht Hardware an US-Schulen aus

23. Mai 2016 16:30 Uhr - Redaktion

Apple und das "Maine Department of Education" haben bekannt gegeben, dass in den Schulen des US-Bundesstaates iPads ohne Zusatzkosten gegen MacBooks getauscht werden. Die Schüler würden die iPads meist nur zum Spielen verwenden, bemängeln die Lehrer. Sie kritisieren außerdem die Beschränkungen der Tablets, beispielsweise im Bereich der Textverarbeitung. MacBooks seien besser für Schularbeit geeignet, hieß es.


MacBook Air

Schüler und Lehrer des US-Bundesstaates Maine wollen lieber Mobilmacs statt iPads.
Foto: Apple.



Der Bezirk Auburne in Maine hat zu diesem Thema eine Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis: 88,5 Prozent der befragten Lehrer und 74 Prozent der befragten Schüler wollen lieber mit MacBooks anstatt mit iPads arbeiten. Als Reaktion bieten Apple und das "Maine Department of Education" allen Schulen des Bundesstaates an, iPads ohne Zusatzkosten gegen aktuelle MacBook-Air-Modelle zu tauschen.

Beispielsweise sollen allein in den Schulen des Bezirks Auburne 1718 iPads durch MacBooks ersetzt werden. Der Technologie-Beauftragte der dortigen Schulen, Peter Robinson, räumte ein, dass er anfangs gedacht habe, dass iPads die richtige Wahl gewesen seien. Inzwischen sei aber klar, dass die Tablets vor allem für ältere Schüler wenig geeignet seien. Mike Muir, Chef der "Maine Learning and Technology Initiative", ergänzte, dass man die Unterschiede zwischen Notebook und Tablet unterschätzt habe. Gerade im Bereich des Programmierens seien Notebooks die bessere Wahl, zudem würden sie generell den Schülern mehr Möglichkeiten bieten, sagte Muir.

Kommentare

Diese Einschätzung kann ich durchaus nachvollziehen. iPads sind zweifelsfrei tolle Geräte zum Konsumieren - vielleicht (im Falle des iPad Pro) auch zum Zeichnen. Aber ein echtes Produktivsystem ist ein iPad ansonsten nicht. Bereits meine ersten Versuche, z.B. mit Pages auf einem iPad zu arbeiten, haben mich sehr schnell dazu bewogen, mich wieder an den Mac zu setzen. Selbst dieser kurze Kommentar ist auf der Bildschirmtastatur eines iOS-Gerätes irgendwie beschwerlicher zu handhaben, als an einem Computer - mit großem Bildschirm, echter Tastatur und Maus/Trackpad.
Tastaturhüllen widersprechen irgendwie der Sinnhaftigkeit eines Tablet und machen es beim Transport FETTER, als ein MacBook Pro.

Das Tablet ist eben doch nur ein tolles Viertgerät nach Desktop, Smartphone, Laptop. <- Diese Rangreihenfolge ist zwar sicherlich bei jedem anders angesiedelt, aber ich vermute, das Tablet steht bei beinahe jedem, der diesen Kommentar liest, an letzter Stelle - stimmt's?! ;-)
ERNIE

ERNIE

...genau meine Rede. Ich hatte in den vergangenen Jahren das iPad Air, das war mir zu gross, dann das iPad mini, nach ein paar Wochen verstaubte es in einer Ecke.
Ich habe mittlerweile keines mehr und vermisse es überhaupt nicht.
Meine Arbeitsgeräte sind ein MacBook Pro und ein IPhone 6.

Meine Worte bezw. mein Zugang Ich verwende mittlerweile mein iPad als ebook reader/Kalender und für schnell mal im Netz recherchieren
Ich möchte es nicht missen aber produktives Arbeiten-Schreiben- Office etc... ist mir damit nicht möglich I

...ich kommentiere viel, und da ich eine periphrere Nervenkrankheit habe, geschieht dies meistens mit der Diktierfunktion am iPad, die sehr bequem ist. Mein MacBook Pro verstaubt meistens, denn ich habe Beschwerden beim Tippen.

Berufliche Arbeit erledige ich mit Macs, die auch mal parallel auf geteiltem Bildschirm betrieben werden, auch CAD, Fotobearbeitung, Schriftverkehr, Zeichnen und Entwerfen, Musikbearbeitung und Programmierung von Mikrocontrollern findet so statt.

Posten und Surfen und Medienkonsum - auch gelegentlich Spielen - dagegen finden auf dem iPad Pro statt, für unterwegs habe ich noch ein iPad mini.

Das iPhone nehme ich zum Telefonieren, gelegentlichem schnellen Recherchieren und als Thetering-Modem fürs iPad mini.

Meine Hauptgeräte sind Desktop-Macs und iPads, keinesfalls das iPhone. Ich gehöre allerdings zu den Menschen, die nicht täglich unterwegs sein müssen

Mac OS X und iOS sind immer noch voneinander getrennt.

Während Microsoft - zugegeben in einer etwas unausgereiften Ausformung, aber immerhin - mit Windows 10 Desktop und Mobil schon zusammengelegt und einen Erfahrungsvorsprung hat, und Google in Kürze Android Apps auf den Chromebooks ermöglicht, fährt Apple immer noch zweigleisig und blind durch die Gegend ...

Ob sich das noch rächen wird, wieder letzter zu sein?

Was Apple bräuchte, wäre ein Macbook Pro mit abnehmbarer Tastatur, welches sich in ein iPad verwandelt ... Warum kann iOS nicht in Mac OS X integriert werden, wenn es doch bereits die selbe Basis verwendet?

Dieses Konzept ist in meinen Augen die Zukunft.

... heisst nicht Bester zu sein. Mir ist lieber, sie warten mit der Vereinheitlichung, bis es eine gute UX gibt, statt einfach irgendwas zu machen. Wenn die Vereinheitlichung kommt, wird es eh noch eine ganze Weile ruckelig sein.

Und - um ehrlich zu sein: ich vermisse momentan nichts wirklich viel. Die Trennung macht durchaus Sinn.

Ein Argument ist richtig, für den Informatik-Unterricht ist das iPad sicherlich untauglich. Aber ansonsten möchte ich als Lehrer dennoch die gegenteilige Position zu den anderen Kommentaren geben.

Das iPad braucht deutlich weniger Platz und ist schneller bereit. Es gibt viele für den Unterricht spezialisierte Apps. Und wenn auch ich persönlich lieber eine "richtige" Tastatur habe, schreiben die Schülerinnen und Schüler inzwischen ganze Facharbeiten auf dem iPad mit zwei Daumen und sind glücklich damit.

[quote=ERNIE_MS] ich vermute, das Tablet steht bei beinahe jedem, der diesen Kommentar liest, an letzter Stelle - stimmt's?! ;-)
ERNIE[/quote]

iMac - iPad - MacBook - iPhone

Zeitung lesen, Filme sehen, Mails, Nachrichten, FaceTime, Recherchieren, alles meist iPad. NoteBooks sind nicht mein Ding, aber unterwegs setze ich es ein für Jobs, die mit iPad nicht gehen, z.B. Musikprogramme, Reparatur anderer Macs, Downloads

iPhone hat bei mir keinen hohen Stellenwert. Telefonieren (wird immer weniger), Einkaufsliste, Foto, ein bisschen Messenger (das was das Pad nicht besser macht). Ist mir alles zu klein gegen iPad. Werde es mal mit einem Plus Modell versuchen, vielleicht dann

Die Verschmelzung von OS X und iOS halte ich für Murks. Der beste Beweis dafür war doch das erste Kachel-Windows, der nächste ist das zunehmende Weglassen nützlicher Funktionen in OS X, damit es näher am funktionsarmen iOS dran ist. Außerem brauchen mobile Gräte vor allem miniaturisierte Stromspartechnik, während man bei Desktop den Schwerpunkt auf Leistung legt.

Beide Gerätegattungen haben ihre Stärken und Schwächen und Berechtigungen. In Tablets sehe ich momentan hauptsächlich Kommunikations- und Informationsempfangs-Geräte und Geräte für die schnelle mobile Eingabe begrenzter/spezialisierter Datensätze im prof. Bereich (zB Krankenhaus). Und Desktops sind ergonomische Arbeitsgeräte für das Generieren großer bzw. komplexer Datenmengen. Aber selbst das simple Surfen auf einer Website finde ich an einem 21" Desktop erheblich angenehmer als an einem 10" iPad. Das Herumtatschen ist ja ganz nett, aber volle schnelle Kontrolle habe ich nach meinem Empfinden erst mit der Kombination aus Maus und Tastatur. Ich sag nur Apfel-W, Apfel-A, Apfel-Z ,Apfel-V, Apfel-S, Apfel-X, Apfel-I, Apfel-O. Die Murkserei fängt ja schon bei so simplen Sachen wie dem Markieren einer Textpassage zum Kopieren an, wo man beim iPad 3-5 Versuche braucht, bis man endlich genau die Zeilen markiert hat, die man braucht.