60 Millionen zahlende Nutzer: Spotify vergrößert Abstand zu Apple Music

01. Aug. 2017 11:45 Uhr - Redaktion

Der schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify setzt seine Erfolgsgeschichte fort. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben die Marke von 60 Millionen zahlenden Nutzern geknackt – gegenüber März entspricht dies einem Zuwachs um zehn Millionen. Insgesamt hat Spotify mehr als 140 Millionen Hörer, die kostenfreie, werbefinanzierte Version mit eingerechnet. Apple kommt trotz größter Anstrengungen nicht hinterher.

Apple Music verzeichnete im Juni 27 Millionen zahlenden Mitglieder, ein Plus von sieben Millionen gegenüber Dezember 2016. Trotz einer installierten Basis von über einer Milliarde Geräte (Mac, iPhone, iPad, iPod touch, Apple TV, Apple Watch) konnte Apple den Abstand zu Spotify nicht verringern – ganz im Gegenteil. Momentan versuchen die Kalifornier die Nutzerzahlen durch den Online-Direktvertrieb eines vergünstigten Jahresabos zu erhöhen.



Spotify hat indes seine Zukunftspläne konkretisiert. In den nächsten Monaten will das Unternehmen an die Börse gehen, außerdem soll das Engagement im Bereich der Podcasts verstärkt werden. In diesem Segment dominiert derzeit Apple, die Marktmacht von Spotify beim Musikstreaming könnte die Verhältnisse aber verschieben.

Der größte Nachteil von Streaming-Diensten ist und bleibt: die Musik gehört dem Nutzer nicht. Wird das Abo beendet oder stellt ein Dienst seinen Betrieb ein, geht der Zugriff auf die Musikbibliothek verloren. Zudem gibt es nicht überall schnelles Internet, was die Nutzung von Streaming-Angeboten erschwert. Vor diesem Hintergrund wird das klassische Vertriebsmodell – das Kaufen einzelner Songs oder kompletter Alben – weiterhin eine hohe Bedeutung haben. Auf der anderen Seite punkten Streaming-Anbieter durch riesige Musikkataloge mit über 30 und zum Teil mehr als 40 Millionen Songs.

Kommentare

[quote]Trotz einer installierten Basis von über einer Milliarde Geräte (Mac, iPhone, iPad, iPod touch, Apple TV, Apple Watch) konnte Apple den Abstand zu Spotify nicht verringern – ganz im Gegenteil.[/quote]

Wieviel Milliarden Geräte mehr hat Spot? Die eine Milliarde von Apple gehört u.a. ja auch dazu.... Klar, man kann auch mit einer Bürste den Bürgersteig säubern, aber nur mit Apple Devices holen die Spot nie ein. Und das wissen die auch

Spotify im Vergleich zu Apple ein winziges Startup, das 2016 „nur“ 2,9 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete (Apple: 215,6 Milliarden Euro). Dazu kommt ein Verlust von 539 Millionen Euro im selben Jahr. Für Apple ist Apple Musik nur ein Zubrot für Spotify ist ein positives Geschäftsergebniss
Überlebenswichtig
Wenn da nicht bald Schwarze Zahlen stehen, ziehen die Anleger ihr Geld zurück und die Bude ist weg.

6 Jahre Apple II und III , 35 Jahre Macintosh und immer noch  Leidensfähig

Ich kaufe die Musik, die mir gefällt. Und erstelle mir meine eigenen Playlisten. Und habe sie immer dabei.

Mit dem Kauf zeige ich echte Wertschätzung gegenüber dem Künstler.

Streaming ist schlicht eine Massenveranstaltung... 40 Millionen Songs? Wer braucht das?

Und richtig: Spotify macht fett Verlust. Wenn sich das nicht bald ändert, brauchen sie gar nicht erst an die Börse zu gehen.

[quote=Hannes]Spotify macht fett Verlust. Wenn sich das nicht bald ändert, brauchen sie gar nicht erst an die Börse zu gehen.[/quote]

vor ca. einem halben Jahr ging eine dieser Luftnummernfirmen ohne Gewinn an die Börse. Die Inhaber warnten vor möglichen grossen Verlusten und es hat trotzdem geklappt. Pinterest? Irgendwas in der Kategorie, nee ich glaube es war Snapchat

ich streame gern und fast überall, sogar ohne unterwegs mein Datenvolumen zu belasten.

Warum noch herumschlagen mit dem Anlegen eigener Playlists? Das hab ich früher auch gemacht, aber keine Zeit bzw. Lust mehr dazu.
10 Euro pro Monat und man hat nahezu alle Künstler, die man auch kaufen kann, dabei. Ausnahme ist bspw. Hr. Grönemeyer, leider (weder bei Spotify noch bei Amazon oder Apple Music vorhanden).

Aber jeder so wie er es mag.