Final Cut Pro ist jetzt fit für M1 Pro, M1 Max und iPhone-13-Kinomodus

19. Okt. 2021 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat die Profi-Videobearbeitungssoftware Final Cut Pro in der Version 10.6 vorgelegt. Neu sind Leistungsoptimierungen für die M1-Pro- und die M1-Max-Prozessoren des neuen MacBook Pro, ein Objekt-Tracker und die Bearbeitung von Filmen, die mit dem Kinomodus des iPhone 13 aufgenommen wurden. Die Unterstützung für macOS Catalina wurde eingestellt.

Der kalifornische Hersteller erläutert die Neuerungen der Version 10.6 wie folgt: "Final Cut Pro verfügt über innovative neue Funktionen, mit denen Cutter wunderschöne Grafikanimationen erstellen und Videos im Kinomodus bearbeiten können, die mit iPhone 13 und iPhone 13 Pro aufgenommen worden sind. Die App profitiert außerdem von den erheblichen Leistungssteigerungen, die durch M1 Pro und M1 Max im neuen MacBook Pro ermöglicht werden. Videocutter können jetzt sieben Streams von 8K ProRes bei voller Auflösung — über 230 Millionen Pixel — abspielen und ProRes-Videomaterial mehr als 5-mal schneller als bisher exportieren.

Mit dem heutigen Update wird auch ein neuer Objekttracker eingeführt, mit dem Videocutter schnell und einfach animierte Grafiken erstellen können, die der Bewegung von Gesichtern oder Objekten in einem Video folgen. Die Analyse für das Objekttracking ist auf dem neuen 16" MacBook Pro bis zu 5-mal schneller und nutzt die maschinellen Lernfähigkeiten der Neural Engine der Apple Chips, um die Erkennung von Gesichtern und Objekten in Videos zu beschleunigen.

 

Final Cut Pro
 
Final Cut Pro 10.6 ist optimiert für M1 Pro und M1 Max.
Bild: Apple.

 

Videos, die mit dem neuen iPhone 13 im Kinomodus aufgezeichnet worden sind, lassen sich mit Final Cut Pro und Motion problemlos bearbeiten. So können Cutter den Tiefeneffekt jeder Aufnahme anpassen und mit Keyframes im Zeitverlauf verändern. Durch einfaches Klicken auf ein Gesicht oder ein Objekt im Viewer können Cutter:innen Fokuspunkte hinzufügen oder löschen, ohne etwas neu aufnehmen zu müssen.

Auf einem neuen MacBook Pro kann Compressor HEVC-Videomaterial bis zu doppelt so schnell und ProRes-Videomaterial bis zu 10-mal schneller transkodieren. Compressor kann außerdem erstmals Canon Cinema RAW Light-Videodateien in andere professionelle Formate wie ProRes und H.264 transkodieren. Mit Watch Folders lassen sich Inhalte, die in einem ausgewählten Ordner im Dateisystem abgelegt sind, ganz einfach automatisch kodieren."

Darüber hinaus hat Apple zahlreiche Fehlerkorrekturen, Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen sowie Fehlerkorrekturen in Final Cut Pro 10.6 vorgenommen. Die Unterstützung für macOS Catalina wurde eingestellt, es wird nun mindestens macOS Big Sur benötigt. Die ausführlichen Versionsanmerkungen sind auf dieser Web-Seite zu finden. Nutzer von Final Cut Pro können sich das Update kostenfrei über Mac-App-Store herunterladen. Das Programm kostet 299,99 Euro und lässt sich 90 Tage lang kostenlos ausprobieren.

Wichtiger Hinweis für professionelle Nutzer: Erstellen Sie vor der Aktualisierung auf Final Cut Pro 10.6 ein Backup der vorherigen Version 10.5.4 und aller Final-Cut-Pro-Projekte. So kann bei Bedarf oder bei unerwarteten Problemen mit Final Cut Pro 10.6 mit der vorherigen Version weitergearbeitet werden. Details erläutert Apple in einem Support-Dokument.

Ergänzungen:

Apple stellt Updates für Final-Cut-Pro-Begleitprogramme Compressor und Motion bereit

Apple: Codec-Update für Videobearbeitungssoftware Final Cut Pro

Apple aktualisiert Benutzerhandbücher für Final Cut Pro, Compressor und Motion