Freier RAW-Entwickler darktable: Intel-Unterstützung kehrt zurück

06. Febr. 2026 09:00 Uhr - Redaktion

darktable, eine kostenlose Software zur Verwaltung, Entwicklung und Bearbeitung von Rohdatenfotos (RAW), ist in der Version 5.4.1 erschienen. Die ursprünglich mit der Version 5.4 beendete Unterstützung für Intel-Macs ist - zumindest für eine Übergangszeit - zurückgekehrt. darktable ist nun wieder in einer Ausführung für Intel-Macs verfügbar.

Die Version 5.4.1 behebt mehrere Absturzursachen sowie weitere Probleme unter anderem im Zusammenhang mit der Benutzeroberfläche, dem Export und verschiedenen Bearbeitungswerkzeugen. Außerdem wurde die deutsche Übersetzung aktualisiert. Auf Apple-Silicon-Macs wird mindestens macOS Sonoma 14 benötigt, auf Intel-Macs mindestens macOS Sequoia 15. Nähere Informationen zu dem Update sind in den Versionsanmerkungen zu finden.

 
darktable
 
darktable: Ausführung für Intel-Macs wieder verfügbar.
Bild: darktble Project.

 

darktable stellt viele Funktionen für die Verwaltung ("Leuchttisch") und die nicht-desktruktive Entwicklung und Bearbeitung ("Dunkelkammer") von RAW-Fotos zur Verfügung. Außerdem bietet darktable Geodaten-Unterstützung, Anbindung von Kameras an den Mac ("Tethered Shooting"), Erstellung von Slideshows, Unterstützung für die Skriptsprache Lua zur Erzeugung von skriptbasierten Workflows, ein Modul zur Farbrekonstruktion, Unterstützung für ICC-Farbprofile und eine Funktion zum Aufspüren und Vergleichen von Bildduplikaten.

Wie jedes quelloffene Projekt lebt auch darktable von Fehlerberichten, Verbesserungsvorschlägen und Mitarbeit bei Programmierung, Übersetzungen und Erstellung der Dokumentation. Allerdings fehlt weiterhin die Notarisierung durch Apple, so dass der erstmalige Start über die Systemeinstellungen (Bereich "Datenschutz & Sicherheit") vom Anwender freigegeben werden muss (die Notarisierung von Mac-Programmen erfordert eine kostenpflichtige Vollmitgliedschaft im Apple-Entwicklerprogramm, auch von rein ehrenamtlich arbeitenden Open-Source-Projekten verlangt der Hersteller Geld dafür).