Cardinal ist ein neues Programm für die lokale Dateisuche auf dem Mac. Das quelloffene Projekt wurde im Herbst ins Leben gerufen und richtet sich an Anwender, die sich mit Spotlight nicht anfreunden können (trotz oder auch wegen der mit macOS Tahoe 26 erfolgten Neuerungen). Zuletzt sind zwei Updates für Cardinal mit Verbesserungen erschienen.
Cardinal setzt mindestens macOS Monterey 12 voraus und soll sich durch eine schnelle Dateisuche und flexible Syntax-Unterstützung auszeichnen. Das von Apple signierte Programm liegt auf Deutsch, Englisch, Französisch und einigen weiteren Sprachen vor und kann über ein systemweites Menü schnell aufgerufen werden. Außerdem gibt es globale Tastenkürzel.

Bild: GitHub.
Wie bei quelloffener Software üblich, können Anwender Problemberichte und Verbesserungsvorschläge via GitHub veröffentlichen. Das Programm wurde größtenteils in der speichersicheren Programmiersprache Rust geschrieben. Die am Wochenende bereitgestellten Versionen 0.1.19/0.1.20 bieten Verbesserungen für Kontextmenü, Alias-Unterstützung, Scans und Benutzeroberfläche. Neu ist die Möglichkeit, Dateien in die Zwischenablage zu kopieren.
Die umfangreichen Möglichkeiten für die Suche nach Dateinamen werden hier näher erläutert. Auch die Suche auf SMB-Netzwerkfreigaben wird laut dem Entwickler unterstützt. Die Anwendung befindet sich aktiv in der Entwicklung, d. h. es werden beständig neue Funktionen hinzugefügt. Aber: In Dateiinhalten sucht Cardinal (bislang) nicht.
Andere kostenfreie Programme für die lokale Dateisuche unter macOS sind beispielsweise EasyFind und File Find.
