Intel liefert neue Prozessoren mit integrierter AMD-Grafik aus

09. Jan. 2018 13:00 Uhr - Redaktion

Intel hat den Startschuss für die im November angekündigte Prozessorserie mit eingebautem AMD-Grafikchip gegeben. Sie wurde für Notebooks und kompakte Desktoprechner konzipiert und würde sich für kommende 15-Zoll-MacBook-Pro- und Mac-mini-Modelle anbieten. CPU und GPU sind in einem gemeinsamen Package untergebracht. Gegenüber der separaten Implementierung beider Komponenten ergeben sich Einsparungen bei Platzbedarf und Stromverbrauch, während die enge Verzahnung die Performance verbessert.

Die neuen Prozessoren (Core i5 und Core i7) basieren auf der achten Core-Generation ("Kaby Lake Refresh" / "Coffee Lake"), sind mit vier Kernen ausgestattet (acht CPU-Threads) und bieten eine Basis-Taktung von 2,8 bis 3,1 GHz (via Turbo-Boost-Technik bis zu 4,2 GHz). Sie enthalten bis zu acht MB L3-Cache und unterstützen DDR4-Arbeitsspeicher mit 2,4 GHz. Als zweiter Grafikchip ist der HD Graphics 630 an Bord.

 
Intel-Prozessoren mit AMD-Grafik
 
Die neuen Intel-Prozessoren mit integriertem AMD-Grafikchip.
Bild: Intel.

 

Die Radeon-Grafikchips wurden auf Grundlage der aktuellen Vega-Architektur von AMD implementiert. Die "Radeon RX Vega M GL" bietet 20 Compute-Units, 1280 Stream-Prozessoren und taktet zwischen 931 und 1011 MHz (Spitzenleistung: 2,6 TFlops). Die "Radeon RX Vega M GH" ist mit 24 Compute-Units und 1536 Stream-Prozessoren ausgestattet und läuft mit 1063 bis 1190 MHz (Spitzenleistung: 3,7 TFLops). Beide GPUs verfügen über vier GB HBM2-VRAM.

 
Intel-Prozessoren mit AMD-Grafik
 
Die Leistungsdaten der AMD-Grafikchips.
Bild: Intel.

 

Der Leistungsbedarf beträgt zwischen 65 und 100 Watt TDP (gemeinsamer Wert für CPU und GPU). Konkrete Gerüchte über den Einsatz der neuen Chips in kommenden Macs gibt es bislang nicht. Allerdings würden die Kombiprozessoren – auch im Hinblick auf Apples Präferenz für AMD-Grafik – ideal für bestimmte Baureihen wie 21,5-Zoll-iMac, 15,4-Zoll-MacBook-Pro oder auch Mac mini passen. Zum Vergleich: Die momentan im 21,5-Zoll-iMac und 15,4-Zoll-MacBook-Pro verbauten AMD-GPUs Radeon Pro 555 und 560 erreichen lediglich 1,3 bzw. 1,6 TFLops. Die neuen Kombichips würden in diesen beiden Modellreihen die Grafikperformance deutlich erhöhen.

Kommentare

Das passt doch wie die Faust aufs Auge für Apple und künftige Macs!

Bin sehr gespannt, vielleicht tut sich dieses Quartal wirklich etwas in Sachen Mac mini.

ich würde es begrüßen, wenn das MBP damit endlich 32 GB RAM erhalten würde...