macOS und iOS: Manipulierter Link lässt Nachrichten-App und Safari abstürzen (Update)

17. Jan. 2018 14:00 Uhr - Redaktion

In sozialen Netzwerken kursiert derzeit ein spezieller Link, der auf Apple-Hardware zu Problemen führt. Wird dieser Link mit der Nachrichten-App empfangen, stürzt diese sofort ab. Betroffen sind sowohl macOS als auch iOS.

Auf iPhone, iPad und iPod touch kann es nach Empfang des Links in der Nachrichten-App sogar zu größeren Problemen kommen, wodurch ein Neustart des Geräts erforderlich ist. Ebenfalls betroffen ist Safari auf dem Mac: Wird der Link geöffnet, stürzt der Web-Browser ab und muss über den Dialog "Programme sofort beenden" geschlossen werden. Gleiches gilt für Firefox. Auf den in der unten eingebetteten Twitter-Nachricht enthaltenen Link bei github.io sollte man daher nicht klicken.

 

 

Der Link öffnet eine speziell formatierte Web-Seite, deren Darstellung den Render-Engines von Apple und Mozilla derart große Probleme bereitet , dass ein Absturz die Folge ist (wobei interessanterweise Safari unter iOS nicht betroffen ist). Da die Nachrichten-App eine automatische Vorschau für versendete Links bietet, ist der Bug hier besonders problematisch.

Es ist davon auszugehen, dass Apple in Kürze auf das Problem reagieren wird. Entweder mit den für die nahe Zukunft erwarteten Betriebssystemupdates macOS 10.13.3 und iOS 11.2.5 (sowie Sicherheits- und Safari-Updates für OS X El Capitan und macOS Sierra) oder durch eine serverseitige Maßnahme. Firefox hat sich zu dem Thema bislang nicht geäußert.

Als Workaround kann github.io in den iOS-Einstellungen unter Allgemein => Einschränkungen => Websites blockiert werden.

Nachtrag (18. Januar): Apple hat den Bug in der aktuellen Betaversion von iOS 11.2.5 behoben. Die Fehlerkorrektur dürfte in Kürze auch in macOS 10.13.3 einfließen. Die Web-Seite bei github.io ist inzwischen offline.

Kommentare

Mit der Adresse wird im Fenster dargestellt:
404
There isn't a GitHub Pages site here.
...
Alles bleibt stabil.

Dito mit Safari - die Link-Tretmine wurde offenbar unterdessen entschärft...