Apple-Rivale Samsung schickt faltbares Smartphone Galaxy Fold ins Rennen

06. Sep 2019 13:00 Uhr - Redaktion

Im übersättigten Smartphone-Markt, in dem echte Innovationen in den letzten Jahren immer rarer geworden sind, zeichnet sich der nächste Meilenstein ab: Flexible Displays, die zusammenklappbare Geräte ermöglichen. Der Apple-Erzrivale Samsung bringt nun mit dem Galaxy Fold sein erstes Next-Generation-Smartphone in den Handel. Es verfügt über ein 4,6-Zoll-Frontdisplay und - nach dem Aufklappen - über einen innenliegenden Bildschirm im Tabletformat (7,3 Zoll). Inhalte werden vom Außen- auf das Innendisplay nahtlos übertragen.

Das Galaxy Fold bietet einen Achtkernprozessor, 512 GB Speicherplatz, 12 GB Arbeitsspeicher, LTE- und 5G-Unterstützung, drei Kameras (auf Vorder-, Rück- und Innenseite), einen Akku mit 4235 mAh Kapazität, Bluetooth 5, WLAN 6 und gängige Sensoren. Es wiegt 276 Gramm, die beiden AMOLED-Bildschirme verfügen über eine Auflösung von 720 mal 1680 Pixel bei 399 ppi (Front) bzw. 2152 mal 1536 Pixel bei 362 ppi (Innenseite).

In Deutschland wird das faltbare Smartphone ab dem 18. September zum Preis von 2100 Euro erhältlich sein. Ursprünglich sollte das Galaxy Fold bereits im Frühjahr auf den Markt kommen, doch aufgrund von Konstruktionsmängeln musste Samsung unter anderem das Scharnier komplett überarbeiten.

 

 

 

"Wenn das Gerät geschlossen ist, können Nutzer über das Frontdisplay bequem mit einer Hand auf die wichtigsten Informationen zugreifen. Ist es geöffnet, entfaltet sich das volle Potential des Galaxy Fold 5G. Es ermöglicht Nutzern neue Wege, Multitasking zu erleben, Videos anzusehen und Spiele zu spielen. Das verbesserte Design und die überarbeitete Konstruktion sorgen dabei für ein hohes Maß an Stabilität. [...]

Im geschlossenen Zustand können Anwender schnell ein Video aufnehmen und es sich danach auf dem großen Display ansehen. Durch die 'App Continuity'-Funktion wird das Video nahtlos vom Frontdisplay auf das Hauptdisplay übertragen. Mit der 'Multi Active Window'-Funktion können Nutzer bis zu drei kompatible Apps parallel nutzen", teilte Samsung mit.

Apple forscht ebenfalls an Geräten mit faltbaren Displays, wie mehrere Patentanträge der Kalifornier belegen. Vor dem Jahr 2021 ist mit der Hardware jedoch nicht zu rechnen. Die Technologie der flexiblen Displays und dazugehöriger Komponenten wie Scharniere ist noch sehr jung und wird in den nächsten Jahren beständig verfeinert und weiterentwickelt werden, um langlebigere, dünnere und vor allem preiswertere Geräte zu ermöglichen. Apple dürfte erst dann ein entsprechendes Produkt ankündigen, wenn das Unternehmen die Technik bzw. das eigene Konzept dafür als ausgereift und zuverlässig erachtet - gespickt mit dem einen oder anderen einzigartigen Feature.

Sollten sich faltbare Smartphones, die sich nach dem Aufklappen auf Tablet-Größe entfalten, im Markt durchsetzen, dürfte dies erhebliche Auswirkungen auf das ohnehin seit Jahren schrumpfende Tablet-Segment haben. Wer kauft sich noch ein klein- oder mittelformatige Tablet, wenn er sein Smartphone einfach auf Tablet-Größe aufklappen kann? Die nächsten Jahre versprechen bezüglich mobiler Geräte also einiges an Spannung.

Kommentare

ist ja ganz schön happig. Für „normale“ viel zu hoch. Wenn Apple was vergleichbares rausbringen sollte möchte ich wissen was die dann dafür verlangen. Ob es dafür wirklich einen Markt gibt möchte ich bezweifeln.

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

Ich sehe in dem Konzept - da sind etliche Varianten denkbar - eine große Zukunft. Zwei Gerätekategorien in einer - ich finde das sehr modern und attraktiv. Gelenke, Displays etc. - da gibts viel Spielraum für Optimierungen hinsichtlich der Dicke und Langlebigkeit usw. Und günstiger werden Foldables mit der Zeit auch werden, wie bei allen Tech-Produkten eben. Warten wir mal ab, mit welcher Idee uns Apple überraschen wird.

für das Telefon, und nochmal das Gleiche für ein Tablett ...

ernsthaft: einen Tausender mehr dafür, nur ein Gerät zu haben? Nicht mein Ding, sorry.

Schön, dass sowas geht, aber: Lebenswirklichkeit ist anders.

Für das Geld bekomme ich ein Smartphone und ein Notebook, und beides von Apple (den SE-Nachfolger mal vorausgesetzt), ich sehe den Sinngehalt dieser Idee (bisher) nicht

Anstatt die Handys immer größer und klobiger zu machen, und trotzdem nur lächerlich kleine Bildschirmgröße zu bieten, wundert es mich sehr dass die keinen Bildschirm anbieten den man sich einfach auf die Nase setzt.

Die Computer ( = Handys) der Zukunft werden weiter verschwinden und einfach am Handgelenk getragen. Mit einer Brille die man sich bei Bedarf auf die Nase setzt hat man stets einen großen Bildschirm dabei, der nicht aufträgt.

Technisch ist das heute schon längst machbar. Wireless Display auf der Nase, Smartphone als Touchpad zwecks Eingabe. Leider liefert die Industrie derzeit nur teure Augmented Reality Spielereien ohne breiten praktischen Nutzen oder auch nur Content.

Überhaupt verkauft die Industrie völlig bescheuerte Bildschirme genau an dem vorbei was wir benötigen: Große 4K Curved Bildschirme sind optimal für den Computer, gab es aber nur als TVs. Ein gebogener Fernseher hat als Nachteil deutlich mehr störende Reflektionen wenn man nicht direkt davor sitzt. Die derzeitigen 4K-computer Bildschirme sind nicht groß genug  um die Softwarebedienoberflächen unskaliert zu nutzen und haben alle den schlechten retina wert von 1,5 bei dem alles matschig und schlecht lesbar ist

Das Samsung-Teil sieht vielversprechend aus. Bei dieser 1. Generation stört mich aber der fast immer sichtbare Knick in der Mitte. Auch habe ich Zweifel an der Langlebigkeit dieses Mechanismus.  Mal abwarten, wie die Generation 3 in 2 Jahren aussieht.

nach wenigen ausgelieferten Geräten gabs bereits die ersten Defekte beim Display. Nicht gut, die Samsung Techniker hams ja schon drauf, werden aber vermutlich von den BWLern dazu gedrängt, vorzeitig Geräte auf den Markt zu werfen. Das wird erstmal nix.