Vor 20 Jahren: Apple kündigt den Power Mac G4 Cube an

21. Juli 2020 23:00 Uhr - Redaktion

"Apple legt den Power Mac G4 Cube auf Eis" - mit diesen Worten stellte Apple im Juli 2001 den nur ein Jahr zuvor angekündigten Würfel-Rechner wegen Erfolglosigkeit ein. Langjährige Mac-Nutzer erinnern sich: Vor 20 Jahren, am 19. Juli 2000, präsentierten die Kalifornier auf der MacWorld Expo in New York den Power Mac G4 Cube mit einem damals außergewöhnlichen Design.

Das lautlose, weil lüfterlose Design des Cube (ein damals gängiger Marketing-Slogan war "Pentium-crushing Performance") hatte Anhänger wie Gegner, gescheitert ist das Modell aber nicht daran, sondern am zu hohen Preis für eine - im Vergleich zum Power Mac G4 - zu geringe Rechenleistung. "Cube-Besitzer lieben ihre Cubes, aber die meisten Kunden entschieden sich stattdessen für unsere leistungsstarken Power Mac G4-Minitower", sagte dann auch Apple-Marketingchef Phil Schiller zur Einstellung des Produkts am 03. Juli 2001.

 

 

Risse im Kunststoffgehäuse und das Fehlen von PCI-Steckplätzen - die damals eine weitaus größere Bedeutung hatten als heutzutage - sorgten ebenfalls für Kritik. Auch eine Preissenkung (das Einstiegsmodell wurde schrittweise von 1799 auf 1299 US-Dollar vergünstigt) und eine verbesserten Ausstattung (darunter eine Nvidia-Grafikkarte und mehr mitgelieferte Software) änderten nichts daran, dass der Power Mac G4 ein Flop wurde.

Apple verkaufte lediglich rund 150.000 Stück. Trotzdem avancierte er der Power Mac G4 Cube zum Kult und hatte, da sich Prozessor (bis zu 1,8 GHz), Grafikkarte (GeForce 2 MX) und Arbeitsspeicher (bis zu 1,5 GB) aufrüsten ließen, noch viele Jahre lang treue Anhänger.

Kommentare

War eine tolle Maschine, hatte hinterher sowohl die Geforce als auch einen 1,2 GHz G4 CPU drin, allerdings dann mit einem leisen Lüfter... Und die Leute waren fassungslos, wenn sie den Rechner gesehen haben ("Was, das ist ein Computer?"), der Toaster war genial, und im Zusammenspiel mit dem Monitor und den Lautsprechern echter Kult.

Musste ihn leider 2006 verkaufen, da das Arbeitszimmer zum Kinderzimmer wurde... 

Leider haben ihn zu wenige gekauft, wobei das Apple sicherlich zu einem erheblichen Anteil selbst verbockt hat. Der Preis war schlichtweg zu hoch. Aber im Jahr 2000 war das "neue Apple" noch jung und in der Lernphase. Ich fände es genial wenn Apple den Cube eines Tages mit ARM-GPU neu auflegen würde. Als Retro Mac. Aber das passt nicht mehr zum heutigen Apple, ist mir völlig klar.

Sowohl mein Oster-iMac von 1999, der eMac von 2004 wie auch mein MacBookPro von 2008 sind an Kühlungsproblemen krepiert. Apple ist offensichtlich zu dämlich dauerhaft haltbare Kühlungen zu konstruieren. Der Cube sowie zahlreiche weitere Books beweisen, dass ich nicht einfach nur verdammtes Pech hatte.
 

Bei meinen letzten drei Macs (2003 - 2011) kann ich dieses Problem bestätigen. Da ist viel abgeraucht, insgesamt kam ich auf neun Motherboards, bis auf eines alle durch AppleCare ersetzt worden.

Der gute Cube hatte mir damals optisch gefallen, aber die Leistung fand ich nicht überzeugend. Seit sechs Jahren habe ich den kleinen schwarzen Pro, der niedlich aussieht, ähnlich spartanisch ausgerüstet ist, aber hart zupacken kann und ein wirklich überzeugendes Kühlerkonzept hat. Ich freue mich immer noch jeden Morgen über das Teil. Komischerweise ist das Ding fast nur verrissen worden ....

Anfang der den 90ern hatte mich - selbstverständlich hoffnungslos - in den SGI Indigo verliebt. Auch ein kleiner schumucker Kraftzwerg.

Kühlungsprobleme sind Apples Kernkompetenz

Bei uns im Büro haben in den letzten 5 Jahren 3 Dell Laptops den Geist aufgegeben (Motherboard Schaden). Keines war älter als 7 Jahre. So what?

Etwas Schlechtes  (Apples Kühlprobleme)  wird dadurch nicht besser dass etwas Anderes (Dells Kühlprobleme) auch schlecht ist!

So einfach ist es - für manche zu schwierig zu verstehen!

Und auch bei mir ist ein Macbook thermisch verreckt!

Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen dass eben nichts ewig hält und auch Laptops anderer Hersteller so ihre Probleme haben. Die Kühlprobleme der ersten Mac/Intel Laptops sind mir sehr wohl bewusst. Anekdote: Der Power Mac G5 musste sogar mit Wasser gekühlt werden und da gab es gerne mal Lecks...

Mit guter Wahrscheinlichkeit wird es mit Apple Silicon besser. ARM ist sehr effizient bei Energie/Wärme. Einen Intel Core i7 oder sogar i9 in einen Laptop zu packen, hat hingegen etwas von einem mobilen Heizkraftwerk.

Etwas Schlechtes  (Apples Kühlprobleme)  wird dadurch nicht besser dass etwas Anderes (Dells Kühlprobleme) auch schlecht ist!

Zudem lag es bei den MBP überreichlicher Verwendung billiger Wärmestaupaste statt des intelligenten Einsatzes guter Wärmeleitpaste. Die GPU war in dieser Gammelpaste regelrecht eingebettet. Ich hatte den Eindruck, dass sie als "Montagehilfe" verwendet worden war. 

Also Kühlprobleme haben viele Rechner. Das hat für mich mehrer Ursachen. Schlampige Verarbeitung, soll heissen fast keine Wärmeleitpaste aufgetragen und eine weiterer Grund ist für mich Intel selbst. Sie schaffen es nicht ihre, für meine Begriffe hohe Wärmeentwicklung in den Griff zu bekommen. Wärmeerzeugung ist auch Stromaufnahme.

Die erste Ursache kann jeder Techniker der am Rechner schrauben muss etwas minimieren. Ich reinige bei jeder kleiner Reparatur am rechner die Kühlventilator und des öfteren montiere ich sogar die Heatpipe ab, beseitige die alte, oft harte, Wäremleitpaste und trage neue auf.

Hier ist es egal welches Fabrikat der Rechner ist.

... und sie leben doch!

... war in meinen Augen der Vorgänger des Mac mini. Nur war er halt erst als Mac mini wirklich leistungsfähig und richtig eingepreist.

Ich glaube nicht, dass nochmal ein Cube kommt, dafür aber ein Mac mini in Zigarettenschachtelgröße, der mit Klettband an der Rückseite eines TFT fixiert wird. 😉

Schlampige Verarbeitung, soll heissen fast keine Wärmeleitpaste aufgetragen.

 Korrekt verwendet wird Wärmeleitpaste nur in der absolut notwendigen Menge. Die Paste soll nur die Rauheit bzw. den Luftspalt zur Wärmesenke auffüllen. Apples Lohnfertiger dagegen hat mit billiger WLP geprasst und damit das Problem erst geschaffen.