Mozilla beendet in der nächsten Woche beim Web-Browser Firefox die Unterstützung für die veralteten macOS-Versionsreihen 10.12 Sierra, 10.13 High Sierra und 10.14 Mojave. Nach Herstellerangaben wird die Version 115.33 den Schlusspunkt für das ab macOS 10.12 lauffähige Firefox 115 ESR setzen, anschließend wird dieser Versionszweig eingestellt. Mozilla pflegte Firefox 115 ESR viel länger als ursprünglich geplant.
Eigentlich sollte Firefox 115 nur bis zum Herbst 2024 aktualisiert werden. Das Open-Source-Projekt verlängerte diese Frist jedoch dreimal um jeweils sechs Monate. Nach der für nächste Woche geplanten Version 115.33 wird es keine weiteren Updates mehr geben, so ein Support-Dokument von Mozilla. Für Nutzer bedeutet dies: Firefox 115 ESR gilt fortan als unsicher, da keine neu entdeckte Sicherheitslücken mehr behoben werden.

Bild: Mozilla.
Betroffene Anwender bleiben aber nicht im Regen stehen, schließlich gibt es noch das Open-Source-Projekt Pale Moon, ein auch für ganz alte Betriebssystemversionen gepflegter Web-Browser basierend auf einer Abspaltung von Firefox/Gecko.
Aber: macOS 10.12, macOS 10.13 und macOS 10.14 werden von Apple schon seit mehreren Jahren nicht mehr gepflegt, was mit einem wachsenden Sicherheitsrisiko einhergeht. Dies gilt auch für macOS Catalina 10.15, macOS Big Sur 11, macOS Monterey 12 und macOS Ventura 13. Von Apple aktiv mit Sicherheitskorrekturen versorgt werden derzeit die Versionszweige macOS Sonoma 14 (bis Herbst 2026), macOS Sequoia 15 (bis Herbst 2027) und macOS Tahoe 26 (bis Herbst 2028). Ältere Systemversionen erhalten nur noch aktualisierte (passive) XProtect-Definitionen zum Malware-Schutz.
Aktuelle Firefox-Hauptversionen laufen (noch) ab macOS Catalina 10.15. Allerdings könnte es über kurz oder lang wieder zu einer Anhebung der Firefox-Systemanforderungen kommen, wie sie bei anderen Browser-Herstellern regelmäßig erfolgt. Beispielsweise endet bei Chromium-basierten Browsern im Sommer die Unterstützung für macOS Monterey 12.
