Apple A15: Bis zu 50 Prozent mehr Leistung gegenüber A14

04. Nov. 2021 11:30 Uhr - Redaktion

Der A15-Chip der iPhone-13-Modellreihe (Amazon-Partnerlink) bietet laut Apple gegenüber dem Vorgänger A14 mehrere Verbesserungen, darunter ein zusätzlicher Grafikkern in den Pro-Modellen, ein doppelt so großer Systemcache, eine neue Display-Engine, ein neuer Encoder/Decoder für Video, eine überarbeitete Neural-Engine für beschleunigte ML-Berechnungen und erhebliche Optimierungen für den Bildsignalprozessor. Nun liegen aussagekräftige, unabhängige Testergebnisse vor.

Die Werte entstammen der Datenbank der weitverbreiteten Benchmark-Software Geekbench. Der Hersteller Primate Labs bildet aus den von Nutzern hochgeladenen Testergebnissen Durchschnittswerte und fasst diese in einer Rangliste zusammen. Dadurch können Leistungsvergleiche zwischen verschiedenen Geräten aus verschiedenen Generationen und Baureihen gezogen werden. Aufgrund der großen Stichprobenmenge sind die Zahlen sehr aussagekräftig und verlässlicher als Werte von isolierten Einzeltests. Vor kurzem hat Primate Labs die Werte für Geräte mit A15-Chip in die offizielle Datenbank eingepflegt.

Demnach kommt die iPhone-13-Reihe (A15 mit 3,2 GHz) in der Spitze auf Single-Core- und Multi-Core-Testwerte von ca. 1700 und 4650 Punkte. Zum Vergleich: Die iPhone-12-Serie (A14 mit 3,0 GHz) erreicht in der Spitze ca. 1580 bzw. 3950 Punkte. Der A15 ist bei Single-Core-Berechnungen um etwa acht Prozent und bei Multi-Core-Berechnungen um ca. 18 Prozent schneller als der A14.

 
iPhone-Benchmarks
 
Single-Core-Testwerte: Von iPhone 13 bis iPhone 8.
Bild: Geekbench-Datenbank.

 

Noch gravierender ist der Unterschied bei der Grafikleistung: Hier ergibt sich eine Metal-Punktzahl von etwa 10.600 (A15 mit vier GPU-Kernen) bzw. 14.200 (A15 mit fünf GPU-Kernen), d. h. der Zuwachs gegenüber dem A14 des iPhone 12 (Metal-Punktzahl: ca. 9100) beträgt in der Spitze bis zu 50 Prozent.

In der sechsten iPad-mini-Generation ist der A15-Chip mit 2,9 GHz etwas niedriger getaktet als im iPhone 13. Daraus ergeben sich Testwerte von ca. 1580 und 4450 Punkten (Single-Core/Multi-Core). Das iPad mini der fünften Generation (A12 mit 2,5 GHz) wird mit 1100 bzw. 2700 Punkten klar in den Schatten gestellt. Bei mobilen Apple-Endgeräten bleibt der M1 des iPad Pro mit einer Multi-Core-Punktzahl von etwa 7200 weiter das Maß der Dinge.

Da heutzutage kaum mehr ein Anwender jedes Jahr ein neues iPhone kauft, soll auch ein Blick auf die Leistung älterer iPhone-Modellreihen geworfen werden. Wer beispielsweise von einem iPhone 8 (A11 mit 2,4 GHz) auf ein iPhone 13 umsteigt, darf sich über eine mehr als doppelt so hohe Rechen- und Grafikleistung freuen. Aber auch der Sprung vom iPhone 11 (A13 mit 2,7 GHz) auf ein iPhone-13-Modell ist spürbar (plus 30 Prozent bei der Single-Core- und plus 45 Prozent bei der Multi-Core-Leistung).

 
Apple A15
 
A15: Bis zu 50 Prozent mehr Grafikleistung als der A14.
Bild: Apple.

 

Der A15 mit sechs CPU-Kernen (zwei Hochleistungskerne, vier Energieeffizienzkerne) und vier GPU-Kernen steckt im iPhone 13 mini und im iPhone 13. Die Variante mit fünf GPU-Kernen befindet sich im iPhone 13 Pro, im iPhone 13 Pro Max und im neuen iPad mini.

In puncto RAM-Ausstattung ändert sich bei den neuen iPhones nichts. Es sind unverändert vier GB (iPhone 13 mini, iPhone 13) bzw. sechs GB (iPhone 13 Pro, iPhone 13 Pro Max). Das neue iPad mini bietet vier GB RAM - beim vorherigen Modell sind es lediglich drei GB.

Kommentare

Wer sparen will, wartet am Besten auf das nächste iPhone SE, das im Frühjahr mit 5G und A15 kommen soll. Das wäre dann von Preis/Leistung her einfach top und ein günstiges, langlebiges iPhone. Nicht Jeder braucht die dicken Kameras und riesige Screens.

Stattdessen größeres Display im gleichen Gehäuse und Touch ID im Einschalter wie bei den iPads.

Das wärs doch. Und das/der/die sog. "notch" wär dann auch nicht vorhanden.