Apple legt Quartalsbericht vor: Gute Nachrichten aus der Mac-Sparte

30. Jan. 2019 00:15 Uhr - Redaktion

Apple hat die Zahlen des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2019 veröffentlicht. Demnach hat sich die Mac-Sparte gut entwickelt: Der mit Macs erzielte Umsatz legte im vergangenen Dreimonatszeitraum um knapp zehn Prozent auf 7,4 Milliarden US-Dollar zu - ein neuer Quartalsrekord. Der Grund dafür sind laut Apple der neue Mac mini und das neue MacBook Air, die beide sehr gut von den Kunden angenommen worden seien.

Im Oktober 2018 vermeldete Apple, dass der Mac den Meilenstein von 100 Millionen aktiv genutzten Geräten erreicht hat. Seitdem ist die installierte Mac-Basis nach Unternehmensangaben weiter gewachsen und hat im letzten Quartal ein neues Allzeithoch erreicht, d. h. es sind nun weltweit mehr als 100 Millionen Macs in Betrieb. Die gute Nachricht kommt pünktlich zum 35jährigen Geburtstag des Rechners.

Aufgrund des schwächelnden iPhone-Geschäfts (geringere Verkäufe in China, weniger Upgrades weltweit als erwartet) musste Apple gegenüber dem Vorjahresquartal einen Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 84,3 Milliarden US-Dollar hinnehmen - dies entspricht der zu Monatsbeginn reduzierten Umsatzprognose. Der Gewinn legte um 7,5 Prozent auf 4,18 US-Dollar je Aktie zu. Neben der Mac-Sparte verzeichneten die Geschäftsbereiche Dienstleistungen (plus 19 Prozent) sowie Wearables und Zubehör (plus 33 Prozent) Zuwächse.

 
Mac mini
 
Neuer Mac mini hat die Verkäufe spürbar angekurbelt.
Bild: Apple.

 

Auch für das laufende zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019 rechnet Apple mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Kalifornier haben eine Umsatzprognose von 55 bis 59 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 erzielte Apple Einnahmen in Höhe von 61,1 Milliarden US-Dollar.

Trotzdem haben die Anleger den Apple-Quartalsbericht gut aufgenommen, da die Zahlen nicht ganz so schlecht ausgefallen sind, wie mancherorts befürchtet, und weil sich abgesehen vom iPhone alle anderen Geschäftsfelder gut entwickelt haben. Die Apple-Aktie kletterte im nachbörslichen Handel um bis zu sechs Prozent auf rund 163,50 US-Dollar.

"Während es enttäuschend gewesen ist, unsere Umsatzprognose verpasst zu haben, steuern wir Apple langfristig, und die Ergebnisse dieses Quartals zeigen, dass die fundamentale Basis unseres Geschäfts sehr stark und breit aufgestellt ist", so Apple-CEO Tim Cook. Das erste Quartal des Apple-Geschäftsjahres 2019 begann am 30. September 2018 und wurde am 29. Dezember 2018 abgeschlossen. Apples Geschäftsjahre weichen traditionell vom Kalenderjahr ab.

Kommentare

10% Umsatzplus - mit ein paar neuen "Low-end"-Macs. Man stelle sich erstmal vor, was Apple an einer Mid-range oder High-end-Baureihe verdienen kann. Vielleicht merken sie bald mal, dass der Mac ein wichtiges Kernprodukt ist und nicht das Anhängsel von iOS-Sachen.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Frust der Mac-Kunden groß genug ist, dass diese Zahlen auch noch einbrechen. 

Man stelle sich erstmal vor, was Apple an einer Mid-range oder High-end-Baureihe verdienen kann. Vielleicht merken sie bald mal, dass der Mac ein wichtiges Kernprodukt ist und nicht das Anhängsel von iOS-Sachen.

So richtig kann ich deinen Kommentar nicht nachvollziehen, Oliver. Es gab binnen Jahresfrist vier große Releases: iMac Pro, MacBook Pro, Mac mini, MacBook Air - die haben allesamt für eine spürbare Umsatzbelebung gesorgt. Neue iMacs und der neue Mac Pro stehen in den Startlöchern, macOS Mojave ist rock solid. Ich sehe nicht, wo der Mac ein "Anhängsel" sein soll. Vielleicht mal vor 3-4 Jahren, als es wirklich einen Durchhänger gab, aber aktuell läufts doch ganz gut (natürlich mit Luft nach oben - keine Frage).

Die installierte Basis ist so groß wie nie, Apple hat klare Ansagen zur Zukunft des Macs gemacht (keine Verschmelzung mit iOS, Desktops sehr wichtig usw.), die große Bedeutung des Macs für Apple ist unbestritten. Sie kann sogar weiter zunehmen, wenn die kommenden Releases (iMac, Mac Pro...) ebenso gut einschlagen wie die letztes Jahr erschienene Hardware. Denn im Gegensatz zu iOS Devices kann Apple bei den Rechnern noch gut wachsen.