Nach Sammelklage: Apple gibt App-Store-Änderungen für Entwickler bekannt

27. Aug. 2021 11:00 Uhr - Redaktion

Apple hat mehrere Änderungen für den App Store angekündigt, die – vorbehaltlich der gerichtlichen Zustimmung – eine Sammelklage von US-Entwicklern beenden sollen. Die Bedingungen der Vereinbarung sollen laut Apple dazu beitragen, den App Store zu einer besseren Geschäftsmöglichkeit für Entwickler zu machen und gleichzeitig den sicheren und vertrauenswürdigen Marktplatz zu erhalten, der von Anwendern geschätzt wird. Das Unternehmen lässt sich die Einigung 100 Millionen US-Dollar kosten, die im Rahmen eines Fonds an US-Entwickler verteilt werden.

Im Rahmen der Einigung gestattet es Apple den Entwicklern künftig, Informationen über Zahlungsmethoden außerhalb ihrer iOS-App über Kommunikationsmittel wie E-Mail weiterzugeben. "Wie bisher auch zahlen Entwickler keine Provision an Apple für Käufe, die außerhalb ihrer App oder des App Stores getätigt werden. Anwender müssen dieser Kommunikation zustimmen und haben das Recht, diese abzulehnen", erläutert der Mac- und iPhone-Hersteller.

App-Store

Nach Sammelklage: Apple und Entwickler einigen sich auf App-Store-Änderungen.
Bild: Apple.

 

Apple wird außerdem die Anzahl der Preispunkte, die Entwickler für Abonnements, In-App-Käufe und kostenpflichtige Apps zur Verfügung stehen, von weniger als 100 auf mehr als 500 erhöhen. Das zum Jahreswechsel eingeführte App-Store-Small-Business-Programm, das die Apple-Provision für kleine und mittlere Entwickler von 30 auf 15 Prozent reduziert, soll in der derzeitigen Struktur mindestens für die nächsten drei Jahre beibehalten werden. Auch das aktuelle System der App-Store-Suche soll für wenigstens drei Jahre nicht geändert werden.

Die Webseite zu App-Reviews will Apple um Inhalte ergänzen, die Entwicklern helfen sollen, den Ablauf des Einspruchsverfahrens bei Ablehnungen besser zu verstehen. Zudem soll es künftig einen Transparenzbericht geben, der aussagekräftige Statistiken über den Überprüfungsprozess von Apps enthält, darunter die Anzahl der aus verschiedenen Gründen abgelehnten Apps, die Anzahl der deaktivierten Konten von Kunden und Entwicklern, objektive Daten zu Suchanfragen und -ergebnissen sowie die Anzahl der aus dem App Store entfernten Apps.

Apple wird darüber hinaus einen Fonds einrichten, um kleine US-Entwickler zu unterstützen. Anspruchsberechtigte Entwickler müssen in jedem Kalenderjahr, in dem sie zwischen dem 4. Juni 2015 und dem 26. April 2021 ein Konto hatten, mit allen ihren Apps im US-Store höchstens eine Million US-Dollar verdient haben — das sind 99 Prozent der Entwickler in den USA. Das Volumen des Fonds beträgt 100 Millionen US-Dollar.

Kommentare

... klingt ja fast zu gut um wahr zu sein. Na, dann muß die Konkurrenz das auch bald machen?