Apple-Tochterfirma Claris stellt FileMaker 19 vor

20. Mai 2020 16:30 Uhr - Redaktion

Die Apple-Tochterfirma Claris hat heute die Verfügbarkeit von FileMaker 19 bekannt gegeben. Die neue Version der Entwicklungs- und Datenbanksoftware gibt es für Teams als Abo zu Preisen ab 24,99 Euro pro Benutzer und Monat. Mit FileMaker 19 sollen sich "schnell anspruchsvolle, eigene Apps mit direkter JavaScript-Integration, Drag-and-Drop-Addons, KI über Apples Core ML und mehr" erstellen lassen, so Claris.

FileMaker 19 läuft ab macOS High Sierra, wird für Teams in den cloudbasierten Abo-Versionen Essentials und Standard angeboten und lässt sich 45 Tage lang kostenlos testen. Als dauerhafte Lizenz für Einzelbenutzer ist FileMaker Pro 19 zum Preis von 685,44 Euro (Upgrade: 248,71 Euro) erhältlich. Für Nutzer von FileMaker 7 oder neuer gibt es Sonderkonditionen beim Umstieg auf das cloudbasierte FileMaker 19. Die Apple-Tochterfirma über die Neuerungen:

"Mit FileMaker 19 kann die globale Entwickler-Community von Claris die Plattform einsetzen, die sie bereits kennt, um mehr als 1,3 Millionen aktiven Benutzern leistungsstarke, eigene Apps schneller als je zuvor zur Verfügung zu stellen. Das ermöglicht FileMaker 19 Entwicklern:

• Erstellung im Nu dank Plug-and-Play-Addons – Verwenden Sie Addons wie Kanban-Tafeln und Fotogalerien, um robuste Apps schneller als je zuvor zusammenzustellen. Oder nutzen Sie JavaScript, Webdienste, nativen FileMaker-Code und mehr, um gemeinsam nutzbare Addons für den Verkauf auf dem Claris Marketplace zu erstellen.
• Erweiterung eigener Apps mit JavaScript – Nutzen Sie fertige JavaScript-Bibliotheken oder programmieren Sie selbst Code, um Karten, animierte Grafiken, Datenvisualisierungen und vieles mehr direkt in ihre Apps einzubetten.

 

 

 

• Entwicklung intelligenterer Apps – Ermöglichen Sie reichhaltige Benutzererfahrungen mit Core ML-Maschinenlernmodellen, der Unterstützung von Siri-Kurzbefehlen und dem Einlesen von NFC (Near Field Communication)-Tags. Erschließen Sie das Potenzial von Daten mit Bildklassifizierung, Stimmungsanalyse, Objekterkennung und mehr.
• Direkte Erstellung in der Cloud – Schneller Einsatz von Apps durch die Erstellung von Anwendungen direkt in FileMaker Cloud, Überspringen des mehrstufigen Konfigurationsprozesses und sofortige gemeinsame Nutzung von Apps.
• Hosting nach Belieben – Zusätzlich zu Mac und Windows kann FileMaker Server jetzt auch unter dem beliebten Betriebssystem Linux gehostet werden, um eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten."

Anfang Mai hatte sich Claris-CEO Brad Freitag in einem offenen Brief zur Situation bei dem Unternehmen und den Zukunftsplänen geäußert. Zum Thema: Apple-Tochterfirma Claris startet neuen Cloud-Dienst zur Workflow-Automatisierung.

Nachtrag (21 Mai): Angaben zu Editionen und Preisen aktualisiert.

Kommentare

Aber ob die dann ohne Server den Betrieb für 5 Clients erlaubt, wie ich das jahrelang benutzte..... Kleine Büros, Läden sind mit dem Programm gut bedient, wenn sie die Anpassung am ihre Bedürfnisse selbst leisten können.

Soweit ich weiß, tut sie das! Ich habe die Testversion geladen. Sharing für Clients im Netzwerk gibt es noch.

Allerdings sind Runtimes nun tatsächlich Geschichte!

Ich hatte Version 2 und 3 geschäftlich genutzt bis ich auf Grand Total für Angebots- und Rechnungsschreiben gewechselt bin. Filemaker war früher eine halbwegs erschwingliche Datenbank Software, heute ist es ziemlich teuer geworden. Was fehlt ist ein Filemaker Lite "for the rest of us". Für viele ist sicherlich Ninox momentan eine sehr gute Alternative, die keine Anwendungen für Unternehmen erstellen wollen. Ich würde heute solche Apps lieber mit XOJO/Realbasic selbst entwickeln, liegt aber wohl auch daran, dass ich programmieren kann und zusätzlich die SQL Abfragesprache beherrsche. Traurig ist aber, dass eine Apple Tochter es immer noch nicht fertigbringt Filemaker in den MacAppStore zu bringen. Das ist ein Armutszeugnis.

Es gibt nach wie vor keinen Bento-Nachfolger.

Warum integriert Apple nicht eine kleine, lokale Datenbank in die iWork-Suite?

Das würde dem Unternehmens-orientierten FileMaker sicherlich keine Konkurrenz machen.

Pages, Numbers, Keynote + Datenbank = wäre eine super Sache.

Traurig ist aber, dass eine Apple Tochter es immer noch nicht fertigbringt Filemaker in den MacAppStore zu bringen. 

Ja, zumindest eine Art "Filemaker Basic" oder "Filemaker Solo" für Einzelnutzer.

Andererseits hat sich Filemaker in den letzten Jahren nicht sehr mit Ruhm bekleckert, was macOS-Integration angeht...

Eine Ergänzung von iWork mit einer Datenbank fände ich übrigens auch ganz gut und sinnvoll.