"Urlaub mit dem Mac und dabei etwas lernen. So soll es sein!"

Interview mit

Christian Henkel, Initiator des User-Treffens mac at camp.

Das im Jahr 2006 ins Leben gerufene Usertreffen mac at camp hat sich einen festen Platz in der Mac-Community erarbeitet. Urlaubsflair gepaart mit einem breit gefächerten Programm rund um das Apple-System und die Möglichkeit, sich mit mehr als 150 Gleichgesinnten auszutauschen, haben dem Event zu großer Beliebtheit verholfen. In diesem Jahr wird das Veranstaltungsprogramm weiter verfeinert, zudem erstreckt sich mac at camp 2008 über fünf statt bisher vier Tage. Offen wird in der Projektleitung inzwischen über eine Expansion diskutiert: "Es kann durchaus sein, dass wir im kommenden Jahr eine Art 'mac at camp on tour' veranstalten werden und damit versuchen, die Nische der MacLife Expo ein wenig zu füllen", sagte Projektleiter Christian Henkel im Interview mit MacGadget.



MacGadget: Vom 13. bis zum 17. August findet in Naumburg an der Saale das Usertreffen mac at camp 2008 statt. Damit jährt sich das Event bereits zum dritten Mal. Zu welchem Fazit kommen Sie, wenn Sie die vergangenen zwei Treffen Revue passieren lassen?

Christian Henkel: Es ist erstaunlich, wie gut die Stimmung und die Begeisterung bei den Teilnehmern während mac at camp 2008des Camps ist. Im Grunde hat man es einige Tage nur mit Mac-Usern zu tun, die immer freundlich sind und mit einem gewissen Lächeln durch die Räume gehen. Sicherlich hat das auch mit den vielen Angeboten zu tun, an denen jeder Teilnehmer teilnehmen kann. Es sind Tage, die sich jeder so einteilen kann, wie er möchte. Lernen in einer tollen Atmosphäre macht bekanntlich jeder gerne. Erst Recht, wenn es sich dabei um das eigene Hobby handelt.

MacGadget: Welche inhaltlichen Neuerungen sind für dieses Jahr geplant?

Christian Henkel: Aufgrund der guten Erfahrungen im letzten Jahr werden wir die Informationsstände der unterschiedlichsten Firmen in diesem Jahr erweitern. Sie sind sehr gut angenommen worden und waren teilweise bis nachts um ein Uhr umlagert. Es hat uns sehr gefreut, dass die Hersteller sehr gut mitspielen und freiwillig ihre Stände bis in die Nacht besetzen.

Auch heuer wird es eine tägliche Camp-Zeitung geben, die morgens ab acht Uhr auf dem Frühstückstisch liegen wird. Geschrieben wird sie zum Teil von professionellen Redakteuren. Deswegen können wir in diesem Jahr erstmals zwei Praktikanten-Plätze anbieten, für diejenigen, die einmal in den Redaktionsalltag hineinschnuppern möchten.

Ferner wollen wir zusätzliche offene Diskussionsrunden zu bestimmten Themen anbieten. Aber auch das eine oder andere Gimmick wird durch die Unterstützung zahlreicher Firmen wieder auf dem Camp zu sehen sein.

MacGadget: mac at camp 2008 erstreckt sich über fünf Tage, einen Tag länger als zuvor. Damit hat das Camp fast schon Urlaubscharakter. Wie kam es zur Verlängerung der Veranstaltungsdauer? Wie schultern Sie die fünftägige Organisation?

Christian Henkel: Geschultert wird das wie bisher durch den freiwilligen Einsatz einiger Helfer, ohne die mac at camp nicht durchführbar wäre. Der zusätzliche Tag wurde von sehr vielen Teilnehmern gewünscht. Wir haben diesem Wunsch nun Rechnung getragen. Denn der "Urlaubcharakter", wie Sie es selbst sagen, steht bei uns ganz vorne auf der Agenda von mac at camp. Urlaub mit dem Mac und dabei etwas lernen. So soll es sein!

MacGadget: In den letzten zwei Jahren war mac at camp immer nahezu ausgebucht. Wäre es nicht besser, auf einen größeren Veranstaltungsort für mehr Teilnehmer auszuweichen oder alternativ ein zweites Camp, beispielsweise im Südwesten, anzubieten?

Christian Henkel: Sie sprechen hier ein Thema an, mit dem wir schon einige Zeit schwanger laufen. Einerseits wissen wir, dass eine größere Veranstaltung nach dem Misserfolg der MacLife Expo im letzten Jahr dringend nötig ist. Christian HenkelAndererseits möchten wir den Flair und den Charakter, den mac at camp hat, nicht durch eine größere Teilnehmerzahl verlieren. Denn gerade das Persönliche und das Familiäre machen mac at camp aus. Und dazu gehört, bei allen Abenteuern, Naumburg.

Umzugsgedanken etc. wurden immer wieder diskutiert, immer wieder sind wir jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass mac at camp das bleiben soll, was es ist: Urlaub mit dem Mac.

Darüber hinaus sind jedoch andere Initiativen möglich, die parallel zu mac at camp stattfinden könnten. Es kann durchaus sein, dass wir im kommenden Jahr eine Art "mac at camp on tour" veranstalten werden und damit versuchen, die Nische der MacLife Expo ein wenig zu füllen. Dazu liegen bereits einige Vorschläge auf dem Tisch, die wir derzeit sichten. Es ist dann aber auch etwas anderes und bei weitem mit größeren Risiken verbunden. Etwas, das nur mit Partnern aus der Industrie funktionieren kann. Soviel kann ich verraten: wir führen Gespräche in dieser Richtung.

MacGadget: Mit welchen Ausstellern und Workshops ist dieses Jahr zu rechnen?

Christian Henkel: Im Grunde kann man die Frage recht schnell beantworten: Fast jede Firma, die aktuell in der Mac-Szene einen Namen hat. Ob wir dabei von HP oder Adobe sprechen oder auch nur kleine Firmen nehmen. Sie sind fast alle dabei und präsentieren ihre neuesten Produkte oder halten den einen oder anderen Workshop.

Erstmals wird es in diesem Jahr kleine Workshops geben, die von den Teilnehmern selbst gehalten werden. Das hatten wir im vergangenen Jahr bereits getestet und es ist sehr gut angekommen. Viele Anwender beschäftigen sich intensiv mit einem bestimmten Thema und sind auf diesem Gebiet ein echter Experte. Der Vorteil dabei ist, dass diese Workshops vollkommen werbefrei sind und nicht auf ein bestimmtes Produkt zielen. Thematisch kann man dadurch wesentlich mehr in die Breite gehen, auch in der Diskussion im Anschluss an den Workshop.

Unser so genanntes "HackCenter" werden wir in diesem Jahr in einen größeren, mit viel Frischluft versorgten Raum verlegen. Es wird rund um die Uhr geöffnet sein, zum Aufbauen des eigenen Systems, für Problemlösungen, zum gemeinsamen Programmieren. Es war in den letzten Jahren immer wieder lustig anzusehen, was dort los war. Jung und alt hingen mit den Köpfen zusammen und fachsimpelten. Einfach toll!

MacGadget: Wie viele Plätze sind noch frei bzw. wie viele Anmeldungen gab es bisher?

Christian Henkel: Wie in jedem Jahr machen wir bei 150 Teilnehmern Schluss. Wir legen Wert auf eine für die Teilnehmer angenehme Art der Unterbringung, sprich die Zimmer im Jugendgästehotel sollen und werden niemals voll belegt. Bei 150 Teilnehmern ist der familiäre Charakter immer noch vorhanden. Bereits am zweiten Tag kennt man jedes Gesicht und fühlt sich als Teilnehmer pudelwohl. Dabei wollen wir es belassen.

Eine Anmeldung für mac at camp 2008 ist nach wie vor möglich. Erfahrungsgemäß fällt den Leuten immer erst im Frühjahr bzw. Frühsommer ein, dass sie eigentlich teilnehmen wollen und melden sich deshalb recht spät an. Daher kommt der große Run immer erst so gegen Ende Mai oder Anfang Juni. Allerdings sind auch jetzt schon über 50 Prozent der Plätze belegt. Eine baldmöglichste Anmeldung ist allen Interessenten daher wärmstens zu empfehlen.