"Befürchten Sie, dass Apple den Mac vernachlässigt?" fragte MacGadget kürzlich im Rahmen einer Umfrage. Ergebnis: 55 Prozent der Teilnehmer antworteten mit "Ja", 15 Prozent mit "Bin mir nicht sicher" und 30 Prozent mit "Nein". Natürlich handelt es sich bei dieser Umfrage nicht um eine repräsentative Erhebung. Dennoch zeichnet sie zumindest ein grobes Stimmungsbild und ist ein Indiz dafür, dass angesichts Apples jüngster Fokussierung auf iPhone und iPad Unsicherheiten unter vielen Mac-Anwendern bestehen.
Klar ist: Die meisten Apple-Ankündigungen und –Pressemitteilungen seit November 2009 drehen sich um iOS & Co. Nur zwei Mac-relevante Themen ragen heraus: Die Vorstellung von Aperture 3.0 im Februar und die Markteinführung neuer MacBook Pro-Modelle im April. In der am vergangenen Montag in San Francisco von Steve Jobs abgehaltenen WWDC-Keynote spielte der Mac keine Rolle. Und erst kürzlich ließ der Apple-Chef per E-Mail verlauten, dass man sich dieses Jahr hauptsächlich, wenn auch nicht exklusiv, auf das iOS konzentrieren werde.
Dieser Hintergrund verleitete die Newsweek dazu, unter dem Titel "R.I.P., Macintosh" ("Ruhe in Frieden, Mac") einen reißerischen Abgesang auf den Mac zu veröffentlichen. Das Online-Magazin Macsimumnews fragte daraufhin per E-Mail bei Steve Jobs nach, wie es um den Mac bestellt ist. Jobs antworte, bezogen auf den Newsweek-Titel: "Completely wrong. Just wait." Frei übersetzt: Der Newsweek-Artikel sei völliger Quatsch, man solle sich in puncto Mac-Ankündigungen einfach etwas gedulden.

Dieses Argument erscheint vor folgendem Hintergrund durchaus glaubwürdig: Das Mac-Segment ist unverändert eines der wichtigsten (und profitabelsten) Standbeine von Apple. Macs sind beliebter denn je, der Absatz boomt. Apple wächst im Computersegment stärker als der gesamte Markt und gewinnt seit Jahren – zu Lasten von Windows - Marktanteile hinzu. Diese Einschätzung teilen große Softwarehersteller. Beste Beispiele sind der Spieleentwickler Valve, der seine Steam-Plattform samt Spieletiteln wie Portal, Half-Life 2 und Team Fortress 2 (weitere werden folgen) auf den Mac gebracht hat, und die Firma Autodesk, die die weit verbreitete CAD-Software AutoCAD wieder auf den Mac zurückbringt.
Für eine langfristige Vernachlässigung des Macs bestehe daher überhaupt kein Grund, meinen etwa die Analysten Mikako Kitagawa von Gartner und Danielle Levitas von IDC. Allerdings sei es nur folgerichtig, dass Apple angesichts der Einführung einer neuen Gerätekategorie (iPad) versucht habe, die mediale Aufmerksamkeit kurzfristig darauf zu konzentrieren. iSuppli-Analyst Matthew Wilkins ergänzt, dass der Mac-Absatz durch die Popularität von iPhone und iPad profitiere ("Halo-Effekt").
In der Gerüchteküche gilt es als sicher, dass Apple schon bald neue Mac Pro-, Xserve-, iMac-, MacBook Air- und Mac mini-Modelle vorstellen wird. Zudem werden neue Versionen von iLife und iWork erwartet. Ein Mac-zentrierter Sommer und Herbst 2010 ist also durchaus denkbar – und würde wohl stark zur Beseitigung von Unsicherheiten unter Mac-Usern beitragen.
| Kommentieren? |
| Diesen Artikel verlinken bei: |
Kommentare
Unsicherheit
Anstatt froh zu sein, dass Apple - dank iPod, iPad und Phone - jetzt endlich den Markt aufrollt, ca. 10 Jahre später als zu vermuten war, wird ängstlich in die Hose gemacht nur weil nicht dauernd neue Macs rauskommen? Oder stecken da wieder einmal nur ein paar blog-pussies dahinter die sich medial ausweinen müssen und die Leute negativ manipulieren? :-)
fibbo
Ball flach halten
Ich denke auch, dass man den Ball flach halten sollte.
Wenn die Newsweek von "RIP Mac" spricht, dann ist das völlig daneben. Das hat Bild Niveau (nämlich gar keins).
Vielleicht müssen wir einfach erst mal wieder Geduld lernen. 10.6 ist erst seit 9 Monaten draußen und schon schreit fast jeder nach 10.7.
Cool bleiben...
Was machen? "Pro kaufen, warten?
Heii Leute,
ich bin ein erfahrener und langjähriger Mac-User.
Mein Problem: Will mir seit November einen MacBook Pro zu tun. Allerdings, weiss man ja bekannterweise nie genau, wann wider ein Update raus kommt und wollte mich mal nach eurer Meinung informieren. Denkt ihr ich sollte mir JETZT einen Pro zu tun, oder doch wirklich lieber warten. "Geduld" habe ich langsam leider keine mehr,, und klar ist es schwer zu sagen, wann wieder etwas Neues rauskommt aber einfach eures Gefühls nach,?Warten oder Kaufen?
Wenn ich einen kaufen würde dann einen richtigen : d.h
2.66GHz Intel Core i7
8GB 1066MHz DDR3 SDRAM - 2x4GB
500GB Serial ATA Drive @ 7200 rpm
SuperDrive 8x (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW)
MacBook Pro 15-inch Hi-Res Glossy Widescreen Display
Beleuchtete Tastatur (Schweiz) & Benutzerhandbuch (Deutsch
Summa-Summarum: 3514.- -.-
Auch ein Grund für meine lange Entscheidungsphase :-)
LG und Danke! ! !
MacBook Pro
Die aktuellen MacBook Pro sind doch keine 2 Monate alt, erst im April vorgestellt
http://www.macgadget.de/News/2010/04/13/Apple-stellt-neue-MacBook-Pro-Pr...
Neue Modelle frühestens(!) ab Herbst. Also jetzt zuschlagen, würde ich sagen. ;)
Danke
Danke, genau das was ich gesucht habe!
Denoch eine Frage: Wie lange hält der Akku eines MacBook Pro`s, da ich ihn im Nachhinein dann nicht mehr retten kann ( Akku austauschen)
Konfiguration
2.66GHz Intel Core i7
8GB 1066MHz DDR3 SDRAM - 2x4GB
500GB Serial ATA Drive @ 7200 rpm
SuperDrive 8x (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW)
MacBook Pro 15-inch Hi-Res Glossy Widescreen Display
Danke__!
Akku
Laut Apple hält der Akku bis zu 5 Jahre
http://www.apple.com/de/macbookpro/features.html
Anschließend kann man ihn für ca. 100-130 Euro bei Apple oder einem Apple Händler tauschen lassen.
Betriebsystem ist rückständig
Die aktuelle Hardware finde ich (natürlich bis auf den fehlenden USB 3 Anschluss) ganz nett, aber die Software ...
Sogar A. Ochsenkühn ließ vor längerer Zeit mal in einer Kolumne verlauten, Apples Finder wäre eine ewige Baustelle. Das letzte größere fällige Update wird für 29 € verkauft, Innovationen fehlen seit Jahren. Stattdessen sitzen die Ingenieure an Software für spezielle Geräte wie Telefone oder digitale Schiefertafeln, die die Kunden regelrecht zu Applejunkies machen – natürlich sind das nur die Sorte von Leuten, die sich solche Zwänge auch freiwillig antun – die meisten iPhone-Besitzer, die ich kenne, arbeiten übrigens mit Windows-Rechnern und würden sich aus gutem Grund keinen Mac antun.
„The rest of us“ (ehemaliger Werbeslogan von Apple) ist enttäuscht bis desillusioniert - und reagiert bisweilen auch bissig.
Aus meiner Sicht sollte der selbstgefällige Mr. Jobs noch mehr Seitenhiebe dieser Art bekommen (die Macgadget-Umfrage in dieser Sache fand ich z.B. sehr passend) - oder wir benutzen eben in Zukunft das andere Betriebssystem (dieses im Beruf vorgesetzt zu beklommen stört mich mittlerweile nicht mehr) – das läuft ja mittlerweile auch ganz nett auf der leckeren Hardware.
Gruß Uli
Rückständig? Teils ja.
Wenn man sich die Themen OpenGL-Unterstützung und Grafiktreiber ansieht, dann ist Mac OS X in der Tat (leider) rückständig. Die OpenGL-Unterstützung entspricht nicht dem Stand der Technik (auch wenn 10.6.3 diesbezüglich Fortschritte brachte) und die Grafiktreiber sind einfach lahm. Aber da könnte sich mit 10.6.4 etwas tun
http://forums.macrumors.com/showpost.php?p=10093570&postcount=39
Anscheinend bringt 10.6.4 höhere Grafik-/OpenGL-Leistung mit. Bestätigung steht noch aus.
Ein Dateisystem der nächsten Generation würde ich mir ebenso wünschen wie ein aufgefrischtes und zu 100% vereinheitliches Oberflächendesign. Die Macken im Finder müssen auch endlich raus. QuickTime X ist von den Features her auch nur halbgar im Vergleich zum alten QuickTime Pro.
Ansonsten bin ich mit Mac OS X sehr zufrieden. 10.6 brachte gerade technologisch gute Fortschritte (64 Bit, Grand Central, OpenCL), die die Konkurrenz so bislang nicht zu bieten hat.
Jetzt würde mich noch interessieren, welche Innovationen sich der Uli wünscht. :-)
Hallo Uli, ich habe mir vor
Hallo Uli,
ich habe mir vor 2 Jahren ein iPhone gekauft und bin vor nun einem Jahr auf den Mac umgestiegen (iMac24) und habe es nicht bereut.
Bin selber Ingenieur und programmiere auch unter Windows und hab jetzt auch angefangen kleine Programme (Applescript + Xcode) im Mac zuschreiben. Das gab in kurzer Zeit grossartige Ergebnisse.
Und Time-Maschine für das Datenbackup ist ein wahrer Segen.
Beim Finder vermisse ich nichts, im Gegenteil. In jedem "Sichern unter" Dialog Fenster ist ein Suchfeld. Dieses Feature vermisse ich bei Windows schon jahrelang. (Sag mir jetzt bitte nicht wo ich das bei Windows finden kann ;-)
In meinem Job arbeite ich noch unter Windows XP und erst im Herbst kommen die ersten Windows 7 Firmen-PC.
Microsoft hat aus Vista gelernt und einen guten Job gemacht. Die PCs und die meiste Software kommt aber von anderen Herstellern und da kommt es halt darauf an wie es gebaut bzw. programmiert wurde. Mal spielt es gut zusammen und mal eben nicht.
Die meisten Probleme bei Vista kamen (aus meiner Sicht) von nicht richtig angepasster Fremd-Software, wie z.B. der Norton Virenscanner, der Vista sofort zum Absturz brachte.
Hier ist Apple klar im Vorteil weil die Standard-Software (iLife) gleich mit dabei ist. Und alles passt zusammen. Natürlich neigt der Power-User dazu sich gleich alle mögliche "bessere" Software zu installieren. Weniger ist hier oft mehr.
Klar hab ich auch noch Windows-Software die unter dem Mac nicht läuft, da benutze ich Virtual-Box und es klappt.
Die Kompatibilität zwischen iWork und MS-Office könnte besser sein, aber das ist gar nicht gewollt, jede Firma will seine Software vermarkten. Apple unterstützt viel stärker Adobe PDF als es Microsoft tut, damit der Datenaustausch klappt. Das sieht man auch im iPad.
Alles in allem braucht Microsoft keine Angst haben, dass Apple im Businessbereich Fuss fasst. Aber im Zusammenspiel mit iPhone und iPad im Privatanwenderbereich ist der Mac einfach Klasse. So sehe ich auch die Strategie Steve Jobs. Über iPhone und iPad die Mac Verkäufe zu steigern. Wie es aussieht klappt es auch. :-)
Gruss
pppfff
pppfff hat den Nagel auf den Kopf getroffen
Genau so ist es. Leider ist es wie in allen Lebensbereichen die alte Leier: Das Gute wird als selbstverständlich hingenommen und gar nicht mehr genannt, das Negative bekommt einen übergroßen Stellenwert. Das heißt nicht, dass man nicht kritisieren darf, doch nennt doch ab und zu auch mal wieder das, was den Mac herausragend macht, also das, was Apple richtig macht.
Hi pppfff
ich habe mir vor 2 Jahren ein iPhone gekauft und bin vor nun einem Jahr auf den Mac umgestiegen (iMac24) und habe es nicht bereut.
Bin selber Ingenieur und programmiere auch unter Windows und hab jetzt auch angefangen kleine Programme (Applescript + Xcode) im Mac zuschreiben. Das gab in kurzer Zeit grossartige Ergebnisse.
Und Time-Maschine für das Datenbackup ist ein wahrer Segen.
nett, persönlich von Dir an gesprochen zu werden, dann möchte Dir auch antworten :-)
Also, ich arbeite seit 18 Jahren mit Macs. Ein Handy brauche ich gar nicht, und mein alter iPod Nano von 2006 reicht mir so wie er ist :-)
Ja, Applescript und Xcode sind feine Sachen, aber alte Hüte, und mit Virenschutz und Datensicherungen sind bei uns zum Glück die Admis beauftragt ;-)
Unter Windows kann ich quasi im ‘Datei öffnen’-Dialog sämtliche Daten organisieren, verschieben und löschen, Dateien mit Wildcards suchen (z.B. *.ai), programmfremde Dateien in deren Programmen öffnen, und einiges mehr, und versuch mal, mit einem Mac auf einem Novel-Server zu arbeiten - die Geschwindigkeit ist desillusionierend und das ovale Suchfenster ist dort tot. Die Mac-Ingenieure meinen anscheinend, Mac-User haben alle Zeit der Welt, während ich mit 100.00en Dateien pro Jahr und einem heftigen Zeitdruck die Apfelkiste nur für kleine Spezialaufgaben gebrauchen kann.
iLife benutze ich überhaupt nicht (selbst den DVD-Player fasse ich nicht an), interessant finde ich eigentlich nur die ApplePro-Software (Logic z.B., was aber eben nur auch Apple läuft, weil Apple es aufgekauft hat ... leider arbeitet es nicht mit VST-Plugins zusammen, sondern nur mit Apples AU - aber jetzt schweife ich ab).
Apple hat wirklich viele Vorteile, aber seit Jahren tut sich nicht mehr viel, das „innovative“ meiner ehemaligen Lieblingsfirma ist dahin, daher meine kontinuierliche Kritik an dieser Firma in letzter Zeit. Deine Einstellung zu diesem Thema lese ich mit großem Interesse, und ich hoffe, mein Gestänker geht Dir nicht all zu sehr auf die Nerven!
Viele Grüße
Uli
Auch ich warte auf einen
Auch ich warte auf einen neuen MacPro (Six-Core), denke neue Modelle werden bald erscheinen, jetzt nur kaufen wer unbedingt einen MacPro braucht.
Gruss Uese