Apple stellt neues 15-Zoll-MacBook-Pro mit Force-Touch-Trackpad vor

19. Mai 2015 14:30 Uhr - sw

Apple hat heute ein verbessertes 15,4-Zoll-MacBook-Pro auf den Markt gebracht. Zu den Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell gehören das Force-Touch-Trackpad, eine längere Akkulaufzeit, beschleunigte SSD-Laufwerke und eine schnellere Grafikkarte im Spitzenmodell.

Das Force-Touch-Trackpad enthält Drucksensoren und gibt haptisches Feedback. Durch tieferes Drücken, Force-Klick genannt, kann eine Vielzahl an Funktionen aufgerufen werden, zudem erkennt das Trackpad unterschiedliche Druckstärken. Bereits im März hat Apple das 13,3-Zoll-MacBook-Pro mit dem neuen Trackpad ausgerüstet. Es ist auch im Zwölf-Zoll-MacBook enthalten.

MacBook Pro

MacBook Pro: 15,4-Zoll-Modelle jetzt mit Force-Touch-Trackpad und schnelleren SSD-Laufwerken.
Foto: Apple



Die Akkulaufzeit bei WLAN-Nutzung sowie bei der iTunes-Filmwiedergabe wurde nach Herstellerangaben von acht auf bis zu neun Stunden erhöht. Die SSD-Laufwerke sollen bis zu 2,5 Mal so schnell arbeiten wie beim Vorgängermodell und einen Datendurchsatz von bis zu zwei GB pro Sekunde erreichen. In der High-End-Konfiguration kommt nun der AMD-Grafikchip Radeon R9 M370X mit zwei GB VRAM zum Einsatz. Er soll eine um bis zu 80 Prozent höhere Leistung als der Nvidia-Grafikchip GeForce GT 750M des Vorgängergeräts liefern.

Keine "Broadwell"-Prozessoren

Apple setzt beim neuen 15,4-Zoll-MacBook-Pro weiterhin auf "Haswell"-Prozessoren von Intel. Ganz im Gegensatz zum aktuellen 13,3-Zoll-MacBook-Pro, das von Prozessoren der "Haswell"-Nachfolgearchitektur "Broadwell" angetrieben wird. Über die Hintergründe kann nur spekuliert werden. Entweder konnte Intel noch keine passenden "Broadwell"-CPUs für das 15,4-Zoll-MacBook-Pro liefern oder Apple hat sich vielleicht dazu entschlossen, das Notebook bereits zum Jahresende bzw. Jahreswechsel mit der nächsten Intel-Prozessorarchitektur namens "Skylake" auszurüsten – möglicherweise im Rahmen eines größeren Produktupgrades.

Die Prozessoren (Core i7 mit vier Kernen) und Taktraten (2,2 bis 2,8 GHz) blieben unverändert, ebenso der Intel-Grafikchip (Iris Pro Graphics). Auch am Gehäusedesign, den Schnittstellen und den übrigen restlichen Daten hat sich nichts geändert.

Die beiden 15,4-Zoll-Konfigurationen im Überblick

• Core i7 (vier Kerne) mit 2,2 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,4 GHz), 16 GB Arbeitsspeicher, 256-GB-SSD, Iris Pro Graphics, Force-Touch-Trackpad. Preis: 2249 Euro. +++ Aufpreisoptionen: Core i7 mit 2,5 GHz für 120 Euro, Core i7 mit 2,8 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,0 GHz) für 320 Euro, SSD mit 512 GB für 360 Euro, SSD mit 1000 GB für 960 Euro.

• Core i7 (vier Kerne) mit 2,5 GHz (via Turbo-Boost bis zu 3,7 GHz), 16 GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, Iris Pro Graphics, AMD Radeon R9 M370X mit zwei GB VRAM, Force-Touch-Trackpad. Preis: 2799 Euro. +++ Aufpreisoptionen: Core i7 mit 2,8 GHz für 200 Euro (via Turbo-Boost bis zu 4,0 GHz), SSD mit 1000 GB für 600 Euro.

Beide Konfigurationen sind ab sofort verfügbar.

Ergänzungen

22. Mai: Neues 15,4-Zoll-MacBook-Pro: SSD-Laufwerk auf dem Prüfstand.

28. Mai: Neues 15-Zoll-MacBook-Pro unterstützt 5K-Monitore.

Kommentare

Warum hat Apple nicht einfach einige Wochen gewartet und das 15" MBP dann mit Broadwell herausgebracht anstatt mit den fast schon veralteten Haswell Prozessoren?

Außerdem: Für das "kleine" Modell verlangt Apple happige 2249 Euronen und dann gibts nur die lausige Iris Pro Graphics anstatt eine leistungsstarke AMD oder Nvidia GraKa. Enttäuschend.

[quote]Broadwell werden vielleicht noch heisser als i7[/quote]

Das halte ich für unwahrscheinlich, da Broadwell in 14nm gefertigt werden und Haswell in 22nm, d. h. Broadwell-Prozessoren benötigen bei gleicher Taktung weniger Strom (und werden demnach auch weniger heiß) als ihre Haswell-Vorgänger.