Backupsoftware Retrospect erhält Dropbox-Anbindung und Unterstützung für macOS Sierra

Die für den Unternehmenseinsatz konzipierte Datensicherungslösung Retrospect ist in der Version 13.5 erschienen. Die wichtigsten Neuerungen sind volle Kompatibilität mit dem neuen Betriebssystem macOS Sierra und Anbindung an Dropbox – dadurch können Backups nun in dem Online-Speicherdienst abgelegt werden.

"Unternehmen sind jetzt in der Lage, Cloud-Speicher von Dropbox mit den leistungsfähigen Cloud-Backup-Funktionen von Retrospect zu kombinieren, darunter Zero-Knowledge-Sicherheit mit branchenüblicher AES-256-Verschlüsselung. [...] Zusätzlich zu Dropbox baut Retrospect seine wachsende Liste zertifizierter Anbieter von Cloud-Speicher mit AWS Mumbai, Swisscom und Cloudian weiter aus. Mit Retrospect sind Kunden nicht an einen bestimmten Dienstleister gebunden und der Umzug ihrer Daten zu einem anderen Anbieter erfordert nur ein paar Klicks", so der Hersteller.

Retrospect

Screenshot von Retrospect.
Bild: Retrospect, Inc.



Dropbox will es Unternehmenskunden in Deutschland künftig ermöglichen, Server innerhalb Deutschlands zu nutzen, um datenschutzrechtliche Bedenken auszuräumen (MacGadget berichtete). Retrospect 13.5 wartet außerdem mit zahlreichen Fehlerkorrekturen auf und verringert den Speicherplatzbedarf beim Sichern von Metadaten in komprimierter Form.

Retrospect 13.5 ist zu Preisen ab 119 Euro erhältlich und setzt OS X Snow Leopard oder neuer voraus. Das Update von der Version 13.0 ist kostenlos. Demoversionen von Client und Server stehen zum Download bereit. Sie ermöglichen den Test des kompletten Funktionsumfangs für einen Zeitraum von 45 Tagen. Die Software liegt auf Deutsch, Englisch und weiteren Sprachen vor.

Nach Angaben des kalifornischen Herstellers richtet sich die Backupsoftware an kleine und mittelgroße Unternehmen. Retrospect bietet unter anderem lokale und Offsite-Backups von Clients und Servern, zeitpunktgenaue Wiederherstellungen, Deduplizierung auf Datei-Ebene, iOS-Fernverwaltung von mehreren Backup-Servern und VMware-Integration.

Kommentare

Das sind Unternehmensdaten, oder?

Den Link zum Artikel vom 11.2. kann man nicht oft genug wiederholen. Und da es sich bei Retrospect um eine Datensicherung handelt, werden eben sämtliche Daten in die Cloud gepackt, auch solche, die da überhaupt nicht hin dürfen. Da werden sich sicher viele Anwälte die Hände reiben, sollte mal eine Kleinigkeit schiefgehen oder so ein Dienst gehackt werden. Nachzulesen z.B. hier:
https://www.anwalt.de/rechtstipps/daten-in-die-cloud-aber-mit-bedacht_026557.html
Man kann es zwar richtig machen:
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/cloud-computing-arbeitsrecht-datenschutz/
aber es bleibt ein Restrisiko.

Und das wird kommen. Wenn selbst Onlinedienstleister, Computerhersteller und Kreditkartenfirmen gehackt werden können, ist eine Spezialisierung auf Datensicherungen ein sehr interessantes Feld für Internetkriminelle und solche die es werden wollen. Lass die Daten im eigenen Haus, dann bleibt die Auswahl an Datendieben überschaubar.

Es bleibt

ollo schrieb:
Den Link zum Artikel vom 11.2. kann man nicht oft genug wiederholen. Und da es sich bei Retrospect um eine Datensicherung handelt, werden eben sämtliche Daten in die Cloud gepackt, auch solche, die da überhaupt nicht hin dürfen. Da werden sich sicher viele Anwälte die Hände reiben, sollte mal eine Kleinigkeit schiefgehen oder so ein Dienst gehackt werden. Nachzulesen.........

für mich ein unfassbares Phänomen!
Dieses vertrauen in derartige Serverdienste, ich kann es nicht nachvollziehen.