AVM: Neue VDSL-Router für Supervectoring, G.fast und Bonding

Die Weiterentwicklung des DSL-Internetanschlusses schreitet voran: nach der Einführung der Vectoring-Technik, die bis zu 100 Mbit pro Sekunde im Downstream und maximal 40 Mbit pro Sekunde im Upstream ermöglicht, rücken nun die drei Technologien Supervectoring, G.fast und Bonding verstärkt in den Blick von Herstellern, Netzbetreibern und Anwendern.

VDSL-Vectoring ist laut der Deutschen Telekom inzwischen in mehr als 24 Millionen Haushalten verfügbar. Supervectoring setzt noch eins drauf und erlaubt Datenübertragungsraten von bis zu 300 Mbit pro Sekunde – allerdings nur auf kurzen Distanzen von maximal 300 Metern bis zum nächsten Netzknoten. Die Deutsche Telekom will im nächsten Jahr mit dem Einsatz von VDSL-Supervectoring beginnen.

Fritz!Box 7580

Die Fritz!Box 7581 wird Bonding und Supervectoring unterstützen.
Foto: AVM.



G.fast beschreibt eine neue DSL-Technologie, die auf kurzen Strecken (bis zu 250 Meter) Datenübertragungsraten von bis zu 1000 Mbit pro Sekunde erreichen soll. Dazu werden zusätzliche Frequenzen eingesetzt. Die Deutsche Telekom hat bereits die Unterstützung der G.fast-Technik angekündigt. Einen anderen Weg beschreitet Bonding: dabei werden zwei VDSL-Leitungen zusammengefasst, wodurch Datenübertragungsraten von bis zu 240 Mbit pro Sekunde erreicht werden.

Der Berliner Routerhersteller AVM zeigt auf dem Mobile World Congress 2017 in Barcelona (27. Februar bis 02. März) zwei neue Fritz!Box-Modelle, die die kommenden DSL-Technologien unterstützen: die Fritz!Box 7581 ist für Bonding und Supervectoring ausgelegt, während die Fritz!Box 7582 den Betrieb an Supervectoring- und G.fast-Anschlüssen ermöglicht. Diese Router befinden sich jedoch noch in der Entwicklung, wann sie auf den Markt kommen werden, ist nicht bekannt.

Auch für Kabelanschlüsse zeigt AVM ein neues Modell: die Fritz!Box 6590 mit einer 32x8-Kanalbündelung. Der Verkaufsstart soll in Kürze erfolgen.