Neuer 21,5-Zoll-iMac: RAM lässt sich erweitern, Prozessor ist gesockelt

08. Jun 2017 15:00 Uhr - Redaktion

iFixit hat den neuen 21,5-Zoll-iMac mit Retina-4K-Display zerlegt, wobei zwei positive Überraschungen zutage gefördert wurden. Erstens ist der Arbeitsspeicher im Gegensatz zu früheren 21,5-Zoll-Modellen nicht mehr fest verlötet, sondern lässt sich nachträglich erweitern – dazu stehen zwei Steckplätze (DDR4-SDRAM mit 2,4 GHz) zur Verfügung.

Zweitens: auch der Prozessor ist nicht mehr direkt in die Hauptplatine integriert, sondern gesockelt. Dadurch ist – zumindest theoretisch – ein CPU-Tausch mit einem pinkompatiblen, schnelleren Modell der Kaby-Lake-Architektur möglich.

RAM-Erweiterung beim neuen 21,5-Zoll-4K-iMac ist möglich

RAM-Erweiterung beim neuen 21,5-Zoll-4K-iMac ist möglich.
Foto: iFixit.



Allerdings gibt es einen Haken: der iMac muss zerlegt werden, ein RAM-Erweiterungsfach wie beim 27-Zoll-iMac gibt es nicht. Die Demontage sollten nur technisch versierte Nutzer mit dem passenden Werkzeug in Angriff nehmen, da bei selbst verursachten Schäden die Herstellergarantie nicht greift. Die Alternative ist die Beauftragung eines Apple-Händlers oder Dienstleisters, um beispielsweise den Arbeitsspeicher von acht oder 16 auf maximal 32 GB zu vergrößern.

Die Festplatte des von iFixit zerlegten 3,0-GHz-Modells (SATA, 2,5 Zoll) kann ebenfalls getauscht werden, beispielsweise gegen ein handelsübliches SSD-Laufwerk. Auch dazu muss der iMac jedoch geöffnet werden. Das dafür benötigte Werkzeug ist auf der Web-Seite von iFixit aufgeführt.

Kommentare

Wichtig ist einzig und allein, DASS ein RAM Upgrade beim kleinen iMac wieder möglich ist. Erstmals seit mehreren Jahren.

Eine sehr gute Nachricht. So kann man sich bedenkenlos das Base Modell mit 8GB RAM und Festplatte kaufen und später irgendwann ein Upgrade auf interne SSD und 32 GB bei einem freundlichen Händler durchführen lassen (oder selbst machen; wer sich das zutraut).

[quote=MacRobin]Wichtig ist einzig und allein, DASS ein RAM Upgrade beim kleinen iMac wieder möglich ist. Erstmals seit mehreren Jahren.

Eine sehr gute Nachricht. So kann man sich bedenkenlos das Base Modell mit 8GB RAM und Festplatte kaufen und später irgendwann ein Upgrade auf interne SSD und 32 GB bei einem freundlichen Händler durchführen lassen (oder selbst machen; wer sich das zutraut).[/quote]

Unterhalb 16GB würde ich keinen Mac mehr kaufen. "Heute" mag es reichen - in zwei Jahren ist es schon zu wenig und die Kiste muss umständlich geöffnet werden, weil eine Klappe für den Zugang vom Apfel eingespart wurde ...

Egal was Apple tut und lässt
alles ganz schlimm. Zumindest für die Laberköppe hier im Forum

Mit deiner Ansicht bist du nicht allein.

Es scheint am Zeitgeist zu liegen, alles schlecht zu reden. Das fällt seit einiger Zeit nicht nur bei Apple, sondern allgemein bei vielen Themen des alltäglichen Lebens auf.

Ja, Apple hat einige Zeit gepennt beim Mac und es war völlig i.O., Kritik daran zu üben. Seit April gibt es jedoch unbestritten positive Entwicklungen, die jetzt im Juni zur WWDC an Fahrt aufgenommen haben.

Ein bestimmter Personenkreis negiert jedoch diese Entwicklungen völlig und macht alles nieder. Anstatt sich vernünftig damit auseinanderzusetzen.

Es kommt ein hochmodernes Dateisystem (von vielen Usern gefordert). Es kommt offizieller eGPU Support (von vielen Usern gefordert). Neue iMacs sind da mit der modernsten Technik, die es momentan gibt (von vielen Usern gefordert). Es kommt 2018 wieder ein modularer, erweiterbarer Mac Pro (von vielen Usern gefordert). Aber das ist ja alles kacke.

Und ja, es gibt weiter Missstände: weiter Warten auf ein Mac mini Upgrade. Hohe MBP Preise 15". Keine dedicated GPU beim 13" MBP. Keine Touch Bar Tastatur. iMac Pro erst in 6 Monaten. Aber es jetzt immerhin Bewegung drin im Mac Bereich. Das ist doch was!!

So sehr zu Jobs' Zeiten alles hochgejubelt wurde (was auch nicht i.O. war), so sehr wird jetzt alles nieder gemacht.

Wie sehr sich die Zeiten geändert haben.

[quote=MacRobin]Und ja, es gibt weiter Missstände: weiter Warten auf ein Mac mini Upgrade. [/quote]

Ein neuer Mac mini an dem man ein Fach öffnen kann und RAM und HD zu tauschen, das wäre TOPPPPPPPP
Von mir auch in den Abmessungen doppelt so hoch. Ist immer noch "mini".

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

[quote=Weltraumputz]Egal was Apple tut und lässt
alles ganz schlimm. Zumindest für die Laberköppe hier im Forum[/quote]

Warum - Hat man Apple jetzt schon heiliggesprochen? Auf der Reparaturskala erreicht der neue iMac laut iFixit 3 von 10 möglichen Punkten. Ein ziemlich schlapper Wert für eine Firma, die sich den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben hat. Und Reparaturfreundlichkeit ist für mich gleichbedeutend mit Umweltschutz.

Und sie tun es wieder: Das Einstiegsmodell bekommt eine so schnarchlangsame 5400er Festplatte verpasst, dass es praktisch zwingend ist, das Teil nach dem Kauf (Mit Spezialwerkzeug) zu öffnen und mit einer SSD auszustatten. Für den saftigen Preis den Apple verlangt, schon eine kleine Frechheit.

Ihr müsst euch langsam abgewöhnen Apple ständig mit Samthandschuhen anzufassen. Apple ist nicht schlecht - aber auch nicht so toll ... Einfach eine Klitsche die (meistens) gute Rechner baut, saftige Preise verlangt und manchmal denkt, der Käufer ist blöde ...

[quote=Weltraumputz]Egal was Apple tut und lässt
alles ganz schlimm. Zumindest für die Laberköppe hier im Forum[/quote]

… das, was Apple in letzter Zeit betreibt ist reine Geldschneiderei! Man muss ein (ohnehin schon teures) Gerät wegschmeissen, nur weil man mehr Speicher/HD braucht. Zumal die Systemanforderungen stetig wachsen. Auf der anderen Seite spuckt Apple große Töne, dass man bei der Herstellung doch sooo sehr auf erneuerbare Energien achtet. Das passt einfach nicht zusammen.

Geldschneiderei?

1499 € für einen iMac mit einem spitzen 4K Retina Display, das standalone einen Haufen Geld kostet? Mit einem aktuellen Quadcore Prozessor? Mit dedicated GPU? Mit Thunderbolt 3 plus etlichen weiteren Schnittstellen plus WLAN/Bluetooth? Mit hochwertigem Design? Geringem Stromverbrauch? Kabelloser Tastatur/Maus? macOS mitsamt iWork und iLife? Ernsthaft?

Ich gehe jede Wette ein, dass es das Gerät in absehbarer Zeit für 1399€ bei jedem Händler gibt und die gesparten 100€ investiert man in eine externe USB SSD zum Booten (und die interne Festplatte für Time Machine Backup) => Problem gelöst.

So sehr ich die hohen Preise bei den MBP kritisiere, gerade beim iMac finde ich die Preispolitik völlig i.O.

Außerdem: wie lange habt ihr denn vor, so einen iMac zu nutzen? Bestimmt Minimum fünf Jahre oder? Was machen da 200 € mehr aus für eine direkt bei Apple bestellte SSD? 1700/5 sind 340€ pro Jahr. Das ist echt kein Geld... Und wem das zu viel ist => Externe SSD per USB. Null Prob.

Aber klar, man kann alles auf Biegen und Brechen schlechtreden. Zeitgeist, haters gonna hate und so... :-(

Du hast scheinbar eine recht emotionale Bindung an Apple – das ist nicht gut, auf jeden Fall nicht für die eigene Geldbörse... ;-)

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Go Mac – the computer with a smile!