iMac Pro: Erste Benchmarks und weitere Einzelheiten

13. Dez 2017 15:15 Uhr - Redaktion

Einen Tag vor dem Verkaufsstart des iMac Pro sind mehrere Benchmarks der neuen Profi-Workstation veröffentlicht worden. Bereits die Ergebnisse der Zehnkernkonfiguration zeigen: Der iMac Pro ist ein echtes Biest. Die für Anfang 2018 erwarteten Modelle mit 14 und 18 Prozessorkernen werden die Messlatte in Sachen Mac-Performance weiter erhöhen und bis zur Markteinführung der nächsten Mac-Pro-Generation den Goldstandard darstellen.

 

 

Apple hat den iMac Pro in der Ausführung mit zehn Kernen (Xeon W, 3,0 GHz), 128 GB Arbeitsspeicher, AMD-Grafikkarte Radeon Pro Vega 64 (16 GB HBM2-VRAM) und einer 2000-GB-SSD mehreren Entwicklern und Profis aus den Bereichen Video und Grafik zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. In der Benchmarksoftware Geekbench erreicht das System eine Multicore-Punktzahl von ca. 37.5000. Zum Vergleich: Der bislang schnellste Mac (2013er Mac Pro, Xeon E5 mit zwölf Kernen und 2,7 GHz) kommt nur auf etwa 25.700 Punkte. Der iMac Pro mit 18 Kernen könnte die 50.000er Marke knacken.

 

 

Cabel Sasser, der Mitbegründer des Softwareherstellers Panic (unter anderem bekannt durch Transmit und Coda), ist vom iMac Pro begeistert. Beim Compilieren eines umfangreichen Xcode-Projekts sei das Zehnkernmodell um 41 Prozent schneller als ein 2013er Mac Pro mit sechs Kernen. Beim Spiel Firewatch kommt der iMac Pro bei einer Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten auf 62 fps, ein iMac 5K (Radeon R9 M295X) hingegen nur auf 25 fps.

 
iMac Pro SSD-Test
iMac Pro: SSD-Laufwerk erreicht knapp 3000 MB/Sekunde.
Bild: vincentlaforet.com.

 

Das SSD-Laufwerk mit zwei TB Speicherkapazität ist ebenfalls rasent schnell. Es erreicht eine Schreibgeschwindigkeit von fast 3000 MB pro Sekunde und eine Lesegeschwindigkeit von etwa 2350 MB pro Sekunde (ermittelt mit Disk Speed Test von Blackmagic). Die Tester loben außerdem den leisen Betrieb selbst bei längerer Zeit unter hoher Prozessorlast – das von Apple neu konzipierte Kühlungssystem scheint den Anforderungen professioneller Nutzer gewachsen zu sein.

 
iMac Pro Benchmarks
iMac Pro: Hohe Leistung für Entwickler, Videoprofis und Grafiker.
Bild: hrtapps.com.

 

Auch weitere Tests des Video-Profis Vincent Laforet in Programmen wie Final Cut Pro X, Premiere Pro und DaVinci Resolve belegen eindrucksvoll die Rechenpower der All-in-One-Workstation. Laforet spricht von Leistungszuwächsen von 200 bis 300 Prozent gegenüber einem älteren iMac 5K und einem aktuellen 15-Zoll-MacBook-Pro. Der erstmals in einem Mac enthalten Vektorprozessor AVX-512 (steckt in jedem Xeon-Kern) sorgt für einen weiteren Performance-Boost, wie der Designer und Entwickler Craig A. Hunter ermittelt hat.

Weitere Einzelheiten zum iMac Pro:

• Das System ist nicht intern erweiterbar. Käufer sollten sich vor der Bestellung genauestens überlegen, welches Modell sie haben möchten, wie viele Kerne, welche Grafikkarte sowie wieviel Arbeitsspeicher und Speicherplatz benötigt werden.

 

 

• Der iMac Pro ist mit dem ARM-basierten Chip T2 ausgestattet. Dieser kümmert sich unter anderem um Hardwareverschlüsselung (der Schlüssel ist direkt auf dem T2 gespeichert) sowie die Sicherheit von Bootvorgang, Kernel, Firmware etc. Damit einhergehend gibt es ein neues Utility für den Systemstart.

• Sowohl iMac Pro als auch Bluetooth-Tastatur und -Maus sind im Design Spacegrau-Schwarz gehalten. Separat wird es beide Eingabegeräte in dieser Farbkombination nicht zu kaufen geben. Auch ein schwarzes Lightning-auf-USB-Kabel zum Aufladen der Peripherie wird mitgeliefert.

Kommentare

"Die Tester loben außerdem den leisen Betrieb selbst bei längerer Zeit unter hoher Prozessorlast – das von Apple neu konzipierte Kühlungssystem scheint den Anforderungen professioneller Nutzer gewachsen zu sein."

Da frage ich mich, welche Temperaturen die Komponenten dabei haben. Erfahrungsgemäß lassen die Apple-Systeme ziemlich hohe Temperaturen zu

Kommt aber noch, wenn die ersten Geräte die nächsten Wochen bei den Kunden eintrudeln werden.

AppleCare+ ist ohnehin Pflicht.

Zum Preis: Klingt zwar hoch, aber wenn man mal die einzelnen Komponenten berücksichtigt und zusammenrechnet, sieht es gleich ganz anders aus. Xeons, Vega GraKa, 5K Display, die ultraschnellen SSDs, ECC-RAM, die Schnittstellen, das Thermalsystem... alles kein Billigramsch, sondern High-End-Teile.

Spannendes Gerät! Würde sogar sagen spannendster Mac-Desktop seit 5 Jahren oder so!