Adobe: Software künftig nur noch auf Mietbasis

07. Mai 2013 14:30 Uhr - sw

Der Softwarehersteller Adobe hat einen Strategiewechsel angekündigt: Künftig kann Adobe-Software nur noch gemietet, jedoch nicht mehr gekauft werden. Damit setzt das Unternehmen voll auf den im letzten Jahr gestarteten Dienst Creative-Cloud. Im Rahmen einer Creative-Cloud-Mitgliedschaft erhalten Anwender vollen Zugriff auf alle Creative-Suite-Programme in den aktuellen Versionen.

Eine Creative Suite 7 wird es nicht geben, die Creative Suite 6 soll für eine Übergangszeit noch zum Kauf angeboten werden. Die Creative-Cloud-Versionen seiner Programme will das Unternehmen regelmäßig mit neuen Funktionen und Verbesserungen ausstatten. Das nächste umfassende Update ist für den Juni geplant (mehr dazu hier).

Im Jahresabonnement kostet die Nutzung der Creative-Cloud 61,49 Euro pro Monat (19,99 Euro pro Monat für Schüler, Studierende und Lehrer). Ohne Jahresabonnement liegen die Kosten bei 92,24 Euro pro Monat. Anwender der Creative-Suite 6 zahlen im Jahresabonnement nur 24,59 Euro pro Monat (36,89 Euro pro Monat für Anwender der Creative-Suite-Versionen 3 bis 5.5). Die Creative-Cloud enthält alle Creative-Suite-Programme sowie Acrobat Pro, Muse und Photoshop Lightroom. Alternativ können einzelne Anwendungen zum Preis von je 24,59 Euro gemietet werden.

Ein kostenloser 30-Tage-Testzugang ist verfügbar. Häufig gestellte Fragen zur Creative-Cloud beantwortet Adobe auf dieser Web-Seite.

Kommentare

Toll, echt toll. Fast 740 Euro Jahresgebühr für die Suite, 300 Euro für ein (!) Einzelprogramm. Keine Chance auf Vorgänger-Versionen. Abhängigkeit von den Vorgaben die Adobe macht – immer das aktuellste Betriebssystem, immer höhere Hardwareanforderungen. Die Hersteller freut's. Und leider gibt es immer noch keine echte Alternative zu Photoshop auf dem Markt.

Diese so genannte Strategie zielt letztlich nur auf den Geldbeutel der Anwender.

Für mich nicht! Ich werde zukünftig dann auf alternative Software anderer Hersteller zugehen.

du wirst nicht der einzige sein!!
"wir brauchen (noch) mehr geld? gehn wir halt um ein paar euro mit der miete rauf."
was du magst nicht mitmachen.. ok, deine Programme (vielleicht jahrelang gemietet funktionieren halt nicht mehr.

[quote=Ernst Hefter]ok, deine Programme (vielleicht jahrelang gemietet funktionieren halt nicht mehr.[/quote]
Wenn es tatsächlich monatsweise gemietete Programme sind, funktionieren sie eben auch nur monatsweise. Bei einer Jahresgebühr sollten sie wenigstens ein Jahr laufen. Keine Ahnung, wie das gehändelt werden soll.

Diese Gängelband-Politik, wie sie Apple mit dem AppStore und Adobe mit der "Cloud" betreiben, ist letztlich nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Marktmonopolisierung. Wer nicht mitgeht, hat eben Pech gehabt und darf sich anderweitig umsehen. Wenn es denn Alternativen gibt. Andere Firmen werden nachziehen und sich ähnliche Geschäftspraktiken ausdenken. Und der Widerstand dagegen wird sich leider in Grenzen halten.

Adobe ist in den letzten Jahren immer surrealistischer geworden. Neue Versionen ohne echte Neuerungen, stattdessen saftige Preise und ein mieser Service. Bleibt zu hoffen, dass nun endlich eine vernünftige Alternative zu Photoshop auf den Markt kommt. Dann ist Adobe passé. Ich bin, ehrlich gesagt, froh wenn ich nichts mehr mit Adobe zu tun haben muss. Wenn man bedenkt, dass dieses Unternehmen zahlreiche gute Produkte aufgekauft und gegen die Wand gefahren hat, dann ist das schon bedauerlich.

Professionelle Anwender werden sicher jetzt mit der Achsel zucken und mangels Alternativen die Kröte schlucken (müssen). Für Amateure war die Adobe-Produktpalette vorher schon nicht bezahlbar. Die Alternativen sind oft auch nicht schlecht.

[quote=Waldknoblauch]Professionelle Anwender werden sicher jetzt mit der Achsel zucken und mangels Alternativen die Kröte schlucken (müssen). Für Amateure war die Adobe-Produktpalette vorher schon nicht bezahlbar. Die Alternativen sind oft auch nicht schlecht.[/quote]
Nein, ich will nicht mit den Achseln zucken, aber der Hype der letzten Jahre nach schneller-weiter-höher-besser hat die kleineren Firmen kaputt gemacht, und die wenigen verbliebenen großen erpressen uns jetzt dafür.

Alternativen für Privatanwender gibt es viele, aber für Profis? QuarkXPress statt Indesign ist klar, aber bei Photoshop? Illustrator? Acrobat Pro? Logic? (Bitte nicht Audacity …) Bei Film und Video kenne ich mich nicht aus, vielleicht ist da ja anders.

Doch es gibt sie die Alternative zu Photoshop:

Creative PhotoSuite7. Benutze ich auch. Leider nur in englisch, aber in vielen Punkten PS überlegen.

[quote=awado]"Perfect PhotoSuite" heisst das Kind. Sieht echt vielversprechend aus. Nutzt das jemand im Profibereich?
http://www.ononesoftware.com/products/suite7/[/quote]Ich hatte mal eine Testversion geladen (allerdings für Win7)), um das Modul "Perfect Mask" zu testen. Nichts hat geklappt. Wir saßen da zu Zweit (zwei jahrzehntelange Photoshopanwender) längere Zeit davor, und waren komplett enttäuscht.
Hoffentlich wird’s besser !!!

Gruß Uli

...dass Adobe mit diesem Geschäftsmodell Erfolg haben wird.

Wieso soll ich ständig zahlen, nur um eine Software zu benutzen? Ich kaufe mir viel lieber eine Version und arbeite dann mehrere Jahre damit. Da wäre diese Abo-Geschichte doch viel teurer bezogen auf den Nutzungszeitraum einer Version.

Mag sein, dass Mietsoftware in einigen Bereichen Sinn macht, beispielsweise in großen Firmen oder an großen Unis mit entsprechenden Sonderkonditionen, aber meiner Meinung nach werden die meisten User weiterhin auf Kauf-Software setzen. Und damit wäre Adobe künftig raus...

Alternativen? Gimp läuft doch seit kurzem native unter OS X. Final Cut Pro X ist inzwischen recht ausgereift. QuarkXPress gibts schließlich auch noch - und da gibts günstige Upgrades. Und als Alternative zu Lightroom kommt hoffentlich endlich bald Aperture 4.

[quote=Hannes]Alternativen? Gimp läuft doch seit kurzem native unter OS X. Final Cut Pro X ist inzwischen recht ausgereift. QuarkXPress gibts schließlich auch noch - und da gibts günstige Upgrades. Und als Alternative zu Lightroom kommt hoffentlich endlich bald Aperture 4.[/quote]Naja, GIMP ist für mich keine echte Alternative, ich hoffe, mein PS läuft noch ein paar Jahre. Als eine zukünftige Illustrator-Alternative preist sich Stagestack als zukünftiges Freehand an. [ http://www.stagestack.com/ ]. Freehand wurde ja damals von Adobe im Zusammenhang mit der Macromedia-Übernahme geplättet. Eine echte Alternative für Illustrator zu bauen wird aber schwierig, noch schwieriger aber ein funktionierender Photoshop-Klon.

Probleme bereitet diese neue Vertriebspolitik von Adobe besonders kleineren Firmen, Freiberuflern und Privatanwendern.
Ich frage mich, ob Adobe sich überlegt hat, diese Kundengruppen bewusst abzustoßen, um in Zukunft ein wirtschaftlich berechenbareres Klientel zu bedienen.

Gruß Uli

ich verstehe dass es aufregung gibt, aber aus heutiger sicht ist dieser weg wohl auch der effizientiste.. denn seien wir ehrlich, landen die boxen nach dem gebrauch ins gestell, und vorher mussten ganze container-schiffe von asien nach europa u. übersee fahren.. der umwelt sei dank..
nur wäre es besser wenn es wenigstens eine jahresgebür geben würde?
..und daran denken dass die creditcard ablaufen kann, und, und, aber eben das internet wird zu unser aller langen.................langen, reisfesten, leine.......:-)

[quote=brudiphone]ich verstehe dass es aufregung gibt, aber aus heutiger sicht ist dieser weg wohl auch der effizientiste.. denn seien wir ehrlich, landen die boxen nach dem gebrauch ins gestell, und vorher mussten ganze container-schiffe von asien nach europa u. übersee fahren.. der umwelt sei dank..
nur wäre es besser wenn es wenigstens eine jahresgebür geben würde?
..und daran denken dass die creditcard ablaufen kann, und, und, aber eben das internet wird zu unser aller langen.................langen, reisfesten, leine.......:-)[/quote]

Dann sollte es doch wenigstens als Softwaredownload kaufbar sein. Eine DVD ist im nu gebrannt oder ein Stick beschrieben.

Werde sicher vor der Umstellung auf Programm-Miete noch die neusten Kauf-Versionen erstehen, dann in aller Ruhe noch jahrelang damit arbeiten, sollte das Betriebssystem erneuert werden und nicht mehr mit diesen Versionen kompatibel sein, einfach das Arbeitssystem nicht upgraden, auch damit kann man 2-4 Jahre leben, will man trotzdem das neuste Betriebssystem haben und Erfahrung damit sammeln, werde ich das einfach auf meinem MacPro mit einer 2.HD einrichten, würden das viele Leute so machen, könnte Adobe (Microsoft wird vermutlich folgen wollen), nicht mehr viele Programme verkaufen und sie würden Probleme bekommen, ich lasse mir das nicht so einfach gefallen und mich zur Melkkuh machen.
Gruss Uese

Adobe steigt deren Marktmacht nun dermaßen zu Kopf, das für mich ein Punkt erreicht ist wo ich nicht weiter updaten werde. Fakt ist ja auch dass die Programme ausgereift sind und sich ein UpDate von der Seite nicht mehr lohnt. Das einzige Argument für ein UpDate ist die Kompatibilität mit Kollegen und Kunden. Schön wäre es wenn alle auf die Bremse treten und Adobe damit klar zu verstehen geben: wir lassen uns nicht melken!

[quote=Alfredo108]Adobe steigt deren Marktmacht nun dermaßen zu Kopf, das für mich ein Punkt erreicht ist wo ich nicht weiter updaten werde. Fakt ist ja auch dass die Programme ausgereift sind und sich ein UpDate von der Seite nicht mehr lohnt. Das einzige Argument für ein UpDate ist die Kompatibilität mit Kollegen und Kunden. Schön wäre es wenn alle auf die Bremse treten und Adobe damit klar zu verstehen geben: wir lassen uns nicht melken![/quote]

Eben, schön alles kompatibel mit älteren Versionen halten, bei Acrobat z.B. ab 6.0, dann kann manch einer verzichten (mir reicht bisher zum Glück immer noch 9.x, damit geht alles ...). Und Leute, wenn ich das alles und die gesamte wirtschaftliche Entwicklung (wenige Abzocker auf der Welt beherrschen alle, die eigene Arbeit ist im Grunde nichts mehr wert, Geld verdienen und sparen lohnt sich bei Nullzinsen ohnehin auch nicht mehr ...) so sehe, bin ich froh, dass ich mein Berufsleben bald hinter mir habe ...

Die damit verbundenen Abhängigkeiten sind für mich inakzeptabel.

Das ist so, als müsste ein Handwerker jedesmal in den Baumarkt fahren, um sein aktuell benötigtes Werkzeug abzuholen. Und außerdem würden die vom Baumarkt bestimmen, wie lange und in welchem Zusammenhang das Werkzeug funktioniert, welches ich als nächstes brauche und natürlich, was mich der Spaß am nächsten Tag kosten wird.

Die Cloud bietet zwar auch Vorteile, aber die Kontrolle über die Werkzeuge, über meine Daten und auch mein Geld werden mir mit jedem Schritt in diese Richtung mehr entzogen.

Die einzige Möglichkeit, dem entgegenzusteuern ist, wenn sich die User ab sofort und geschlossen dauerhaft diesem Schritt verweigern. Das ist durchaus kein Unsinn, denn der Funktionsumfang dieser Programme übersteigt mittlerweile doch bei weitem das, was der Großteil der Anwender wirklich braucht bzw. in absehbarer Zeit brauchen wird.

Nicht jede Kröte muss man schucken!

Gruß
Thomas

PS: www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/schucken.html

[quote=ThomasB]Die damit verbundenen Abhängigkeiten sind für mich inakzeptabel.

Das ist so, als müsste ein Handwerker jedesmal in den Baumarkt fahren, um sein aktuell benötigtes Werkzeug abzuholen. Und außerdem würden die vom Baumarkt bestimmen, wie lange und in welchem Zusammenhang das Werkzeug funktioniert, welches ich als nächstes brauche und natürlich, was mich der Spaß am nächsten Tag kosten wird.

Die Cloud bietet zwar auch Vorteile, aber die Kontrolle über die Werkzeuge, über meine Daten und auch mein Geld werden mir mit jedem Schritt in diese Richtung mehr entzogen.

Die einzige Möglichkeit, dem entgegenzusteuern ist, wenn sich die User ab sofort und geschlossen dauerhaft diesem Schritt verweigern. Das ist durchaus kein Unsinn, denn der Funktionsumfang dieser Programme übersteigt mittlerweile doch bei weitem das, was der Großteil der Anwender wirklich braucht bzw. in absehbarer Zeit brauchen wird.

Nicht jede Kröte muss man schucken!

Gruß
Thomas

PS: www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/schucken.html[/quote]

Gut und weise gesprochen, Howgh...

Gruss Uese

Adobe lernt nur, wenn die Nutzer die rote Karte zeigen und das neue Angebot nicht annehmen. Das geht sehr schnell, wenn wir nicht upgraden oder Alternativen nutzen (was überraschende Einsichten eröffnen kann). Wir haben es in der Hand!

Die Adobe Creative Cloud finde ich absolut unnötig. Wenn man liest,welche Preise Adobe verlangt, werden die meisten Anwender nach Konkurrenzprodukten schielen. In Bezug auf Photoshop. könnte man dann auf Produkte wie Aperture und Co. setzen.

Ähnlich dürfte es sich bei der Videobearbeitung Premiere verhalten. Da werden viele Anwender sich nach Ersatz umsehen wollen. Wer nicht gerade damit Adobe Produkten seine Brötchen verdienen muss, wird es sich genau überlegen, ob die Konkurrenz eine Alternative zu Adobe Produkten darstellt. Vor allem Privatanwender werden sich der Konkurrenz zuwenden.

Die Creative Cloud ist nur für professionelle Anwender in Firmen (wo sowie fast alles gemietet wird) interessant.

Habe die Meldung heute morgen gelesen und seitdem die Hasskappe auf. Ich kann es nicht fassen. Als jemand, der die Adobe-Programme beruflich einsetzt, habe ich beschlossen, mir die aktuelle Version noch einmal zu kaufen und mich damit von Adobe für immer zu verabschieden.

Die aufgerufenen Preise kann und will ich nicht bedienen. Offensichtlich geht es Adobe nicht darum viel Geld zu verdienen, sondern viel, viel mehr Geld. Wenn das Schule macht, dann kann ich meinen Laden schließen. Ganz ehrlich gesagt empfinde ich das als modernes Raubrittertum. Bleibt zu hoffen, dass Quark nicht auch auf den Abo-Zug aufspringt.

Beste Grüße
ponath

Nun dann werden von dieser Entscheidung andere Softwareentwickler profitieren und Marktanteile erobern, Adobe hat sich aus seiner Gier selbst ins Bein geschossen.
"What comes up, must come down"

Gerade für Hobbyfotografen mit Photoshopambitionen ist die Abo-Lösung ein Schlag ins Gesicht. Adobe schafft quasi eine 2-Klassengesellschaft: die die sich's leisten können und die anderen. Bisher musste man einmal beim Kauf in Photoshop viel investieren und konnte dann die relativ günstigen Updates beziehen. Darüber hinaus konnte man selbst bestimmen, wann man ein Update erwirbt (was ja auch mit der eigenen Finanzsituation zusammenhängt). Der Abopreis für die Produkte ist horrend und wenn man davon ausgeht, dass andere Softwareproduzenten dem Trend folgen, so werden vermutlich für eine durchschnittliche Softwarenutzung im Monat 100 Euro und mehr insgesamt fällig. Es bleibt zu hoffen, dass die User das durchschauen und Firmen boykottieren, die mit dem Scheinargument einer Kundenfreundlichkeit eigentlich abcashen. Nur die Macht der User wird Firmen bewegen, ihre Strategien dem Markt anzupassen.

Bin Amateur. Habe schon begonnen mich in Gimp ein wenig einzuarbeiten.
Für Layout bin ich noch auf der Suche.

Bei einem Mietmodell werde ich nie und nimmer mitmachen. Da kann ich ja nur noch online Arbeiten.

Den CEOs der div. Firmen steigt der Größenwahn in den Kopf.
Dir Aktionäre wollen bedient werden nicht der Kunde!!!
Das ist bei Adobe genauso, wie bei allen anderen AGs.

Bin der Meinung dass die Gleichung so geht:
Aktien = Turbokapitalismus = Holzweg = programmierter Crash

Der nächste Crash kommt bestimmt, nur der wird noch fataler ausfallen als 2008!

... und sie leben doch!

... und sie leben doch!

Eine Alternative für Illustrator entsteht gerade in Berlin: Stagestack ist aus der Initiative „Free FreeHand“ hervorgegangen und hat sich auf die Fahne geschrieben, die guten Seiten von Macromedias FreeHand nachzuempfinden. Gerade wird Milestone 2 von 4 in der Entwicklung angepeilt. Weitere Informationen – auch dazu, wie man das Projekt unterstützen kann, findet Ihr hier: http://www.stagestack.com/