Apple: iOS 10 und macOS Sierra sind fast fertig

Die Arbeiten an macOS Sierra und iOS 10 stehen kurz vor dem Abschluss: Apple hat den Mitgliedern des Betatestprogramms sogenannte Golden-Master-Seeds der neuen Betriebssysteme zur Verfügung gestellt. Damit haben iOS 10 und macOS Sierra die letzte Entwicklungsphase erreicht, in der mit Ausnahme der Behebung schwerwiegender Fehler keine Änderungen mehr vorgenommen werden. Auch die neue Entwicklungsumgebung Xcode 8 liegt als Golden-Master-Seed vor.

Die Finalversionen von iOS 10 und Xcode 8 erscheinen am kommenden Dienstag, ebenso das watchOS 3 und vermutlich auch das tvOS 10. macOS Sierra folgt am 20. September. Anschließend wird Apple in regelmäßigen Abständen bis in den Sommer 2017 hinein Updates für die vier Betriebssysteme mit Fehlerkorrekturen und kleineren Verbesserungen herausbringen. Die ersten Aktualisierungen dürften bereits in drei bis vier Wochen erscheinen, sie gehen diejenigen Probleme an, die während der Betaphase noch nicht zutage getreten sind.

macOS Sierra

macOS Sierra: Wer seinen Mac für die Arbeit benötigt, sollte mit dem Umstieg warten.
Bild: Apple.



Wann umsteigen? Die Empfehlung von MacGadget

Wenn Sie Ihre Macs und iOS-Hardware (auch) beruflich oder gewerblich nutzen, sollten Sie mit dem Umstieg auf macOS Sierra und iOS 10 noch warten. Bei Betriebssystemen handelt es sich um hochkomplexe Software. Aufgrund dieser Komplexität ist es während der Entwicklungs- und Testphase nahezu unmöglich, alle Fehler aufzuspüren und zu beseitigen. Einige Fehler werden in den vielen Millionen Codezeilen schlichtweg übersehen, andere treten erst im Praxiseinsatz unter spezifischen Bedingungen in spezifischen Konfigurationen auf.

Ungemach droht aber auch von anderer Seite. Die Installation eines neuen Betriebssystems macht überhaupt keinen Sinn, wenn die für die tägliche Arbeit benötigten Programme, Treiber und Plug-ins noch nicht angepasst wurden. Und selbst wenn ein Hersteller bereits Kompatibilitätsupdates für seine Produkte herausgegeben hat, sind Probleme nicht auszuschließen, da auch das Zusammenspiel zwischen Mac bzw. iOS-Hardware, neuem Betriebssystem sowie Hard- und Software von Drittherstellern eine komplexe Angelegenheit ist und gravierende Fehler unter Umständen erst zu einem späteren Zeitpunkt entdeckt werden.

Um zumindest den gröbsten "Kinderkrankheiten" aus dem Weg zu gehen, sollte gewartet werden, bis Apple mehrere Updates mit Fehlerkorrekturen herausgegeben hat und die Hersteller für ein reibungsloses Zusammenspiel ihrer Hard- und Software mit den neuen Betriebssystemen gesorgt haben. Dies dürfte (basierend auf Erfahrungen aus der Vergangenheit) um den Jahreswechsel der Fall sein.