Vor zehn Jahren: Apple stellt das erste iPhone vor

Die Ankündigung des iPhones jährt sich zum zehnten Mal. Auf der Keynote der Fachmesse Macworld 2007 in San Francisco präsentierte am 09. Januar 2007 ein sichtlich stolzer Apple-Chef Steve Jobs das erste Computertelefon des Unternehmens. Es ebnete den Weg für den heutigen Smartphone-Markt und machte Touchscreens massenmarkttauglich. Die Ausstattung des ersten iPhones ist für heutige Verhältnisse spärlich: UMTS suchte man vergeblich, es stand lediglich das langsame EDGE für Internetverbindungen zur Verfügung. Apps gab es keine – der App-Store wurde erst ein Jahr später eingeführt.

Der Prozessor taktete mit nur 412 MHz, an Arbeitsspeicher standen mickrige 128 MB zur Verfügung und der Speicherplatz war auf maximal acht GB beschränkt. Die Rückseitenkamera löste lediglich mit zwei Megapixel auf, heute selbstverständliche Features wie GPS, NFC, Gyroskop und Coprozessor gab es damals noch nicht. Lediglich in puncto Gewicht hat sich in den letzten Jahren wenig verändert. Wog das erste iPhone 135 Gramm, kommt ein iPhone 7 auf 138 Gramm.



In den USA kam das erste iPhone am 29. Juni 2007 auf den Markt, in Deutschland war es ab dem 09. November 2007 erhältlich – damals ausschließlich in Verbindung mit einem Zweijahresvertrag bei der Telekom zum Preis von 399 Euro mit acht GB Speicher und monatlichen Kosten von 49, 69 oder 89 Euro, je nach Tarif.

In den folgenden zehn Jahren erreichte Apple mehrere Meilensteine bei der Weiterentwicklung des iPhones. Der iOS-App-Store und UMTS-Unterstützung gingen im Jahr 2008 an den Start (iPhone 3G). 2009 wurden Videoaufnahme und WLAN-Hotspot implementiert (iPhone 3GS), gefolgt vom Retina-Display im Jahr 2010 (iPhone 4) sowie dem Sprachassistenten Siri und dem Online-Dienst iCloud im Jahr 2011 (iPhone 4s). Im Jahr 2012 erfolgte die Einführung eines Vier-Zoll-Displays sowie von LTE-Unterstützung und Lightning-Schnittstelle (iPhone 5), ein Jahr später kam der Fingerabdruckscanner Touch-ID hinzu (iPhone 5s).

iPhone 7

Links das erste iPhone, rechts das iPhone 7.
Bild: Apple.



Im Jahr 2014 stellte Apple zwei neue Modelle mit 4,7-Zoll- und 5,5-Zoll-Displays vor (iPhone 6 und iPhone 6 Plus), ein Jahr darauf wurden 3D-Touch, Live-Photos und 4K-Videoaufnahme implementiert (iPhone 6s und iPhone 6s Plus). Aktuell sind die im September 2016 vorgestellten Modelle iPhone 7 und iPhone 7 Plus, die über ein wasserdichtes Gehäuse nach dem IP67-Standard verfügen und bei denen Apple den 3,5-Millimeter-Klinkensteckeranschluss gestrichen hat. Der Plus-Variante spendierte der Hersteller eine zweite Zwei-Linsen-Kamera.

Für diesen Herbst – zum zehnjährigen Jubiläum – wird ein komplett neues iPhone-Design erwartet, das möglicherweise ohne Rahmen auskommt und bei dem das Display zu den Rändern hin leicht gebogen ist. Zudem wird über die Integration des Home-Buttons ins Display und ein drahtloses Ladesystem spekuliert.

Die Marke von einer Milliarde verkaufter iPhones hat Apple im Juli 2016 geknackt. "Das iPhone ist zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Produkte in der Geschichte geworden und hat die Welt verändert. Es ist mehr als nur ein ständiger Begleiter. Das iPhone ist ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens und ermöglicht vieles von dem, was wir den ganzen Tag machen", sagte Apple-Chef Tim Cook. Das iPhone sei weiterhin der Goldstandard unter den Smartphones, ergänzt Marketingchef Phil Schiller.

Kommentare

Sensationelle Dramaturgie

Der Typ hatte es echt drauf. Wie er sich langsam an die interessantesten Features, die es bis dahin gar nicht gab heranpirscht und zuerst das offensichtliche bringt, klasse.

Absolut

gaffer schrieb:
Der Typ hatte es echt drauf......

Und es wird auch klar, das Apple Steve Jobs war und Steve Jobs Apple.
Jetzt sind nur noch die Verwalter seines Erbes tätig - innovationslos, träge, ideenlos.

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