Bericht: Knapp 200.000 Apps inkompatibel mit iOS 11

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Apple mit dem für Herbst erwarteten iOS 11 die Unterstützung für 32-Bit-Apps einstellen wird – die Hinweise in iOS 10.3 lassen daran keinen Zweifel. Wie berichtet, zeigt das in der Entwicklung befindliche Betriebssystemupdate einen Warnhinweis bei der Nutzung von 32-Bit-Apps an, aus dem hervorgeht, dass diese sich mit "künftigen Versionen von iOS" nicht mehr nutzen lassen werden.

Doch wie viele Apps wurden noch nicht auf den 64-Bit-Betrieb umgestellt? Mit dieser Frage haben sich die Marktforscher von SensorTower beschäftigt. Ihren Zahlen zufolge gibt es derzeit rund 187.000 iOS-Softwaretitel, die noch im 32-Bit-Modus laufen. Dies entspricht etwa acht Prozent des aktuellen App-Bestands für iPhone, iPad und iPod touch von rund 2,4 Millionen Titeln.

Verbreitung von 64-Bit-Apps auf iOS

Knapp 200.000 Apps werden Stand heute nicht unter iOS 11 laufen.
Bild: SensorTower.



Die Ankündigung des iOS 11 wird für die diesjährige Apple-Entwicklerkonferenz erwartet. Die WWDC 2017 findet vom 05. bis zum 09. Juni in San Jose statt. Damit einhergehend dürfte der kalifornische Hersteller die Updateversorgung für die 32-Bit-Geräte iPhone 5, iPhone 5c und iPad der vierten Generation einstellen – diese Hardware wäre dann vier bzw. fünf Jahre alt. Das finale iOS 11 wird für den September erwartet.

Bereits seit rund zwei Jahren müssen bei Apple eingereichte iOS-Apps bzw. App-Updates zwingend 64-Bit-Unterstützung mitbringen. Der Warnhinweis des Betriebssystems richtet sich also an Software, die von ihren Entwicklern stark vernachlässigt wurde.

Kommentare

Das ist eine Art von erzwungener Enteignung

Das eine App nicht mehr aktualisiert wird, kann verschiedene Ursachen haben. Nicht immer ist vorsätzliche"Vernachlässigung" das Problem. Manchmal ist der Entwickler pleite, oder hat sich aus anderen Gründenaus dem App-Store verabschiedet. Oder es gibt vom gleichen Softwareanbieter neuere Apps für den selben Zweck - die aber oft nicht besser sondernd schlechter sind (z.B. Pro HDR vs. Pro HDR X). Das sind ältere, gute Bezahl-Spiele renommierter Anbieter, die jetzt zum Fre-To-Play mit In-App-Käufen gewechselt haben (z.B. Real Racing 2 vs. RR3) oder gute Apps, die dem Entwickler nicht mehr genug Geld einbrachten, um weiter gepflegt zu werden (z.B. CoD Strike Team).

Viele gute Apps werden dann zwangsweise Stillgelegt und anders als bei Mac+PC kann ich nicht parallel das alte System booten, um alte Apps noch nutzen zu können. Und wenn ich einmal iOS 11 upgedatet habe, führt kein Weg mehr zurück.

So wird mir von Apple durch Update quasi die alten Apps weggenommen. Und das finde ich schon ein bisschen unverschämt.

Alles was ich schreibe ist nur meine ganz persönliche, höchst subjektive Meinung!

Freundliche Grüße

MacGenie.de

8% im Store, bei mir eher 15-20%

Ich nutze nach wie vor viele Apps, die schon lange nicht mehr im Store sind.

Vor allem Freeware verschwindet oft recht schnell wieder aus dem Store. Der Grund sind die 100,-- Euro Gebühr für den Entwickler p.a. Über die Jahre wird das ein teurer Spass für den Entwickler, unabhängig von der freiwilligen Arbeit.

Bei mir werden deshalb wohl vor allem einige sehr gute Apps die nichts gekostet hatten verschwinden.

Am meisten an der ganzen Sache ärgert mich, daß es bis heute kein iOS Device gibt, das 64Bit wirklich benötigt. Bis jetzt gibt es kein Gerät mit > 4GB Ram.